16.03.2017, 05:00 Uhr

Neues Trainingszentrum lässt keine Wünsche offen

(Foto: SVR/Furtner)

Mit dem Bau des neuen Funktionsgebäudes ist die SV Guntamatic Ried top ausgestattet

RIED. Die Kabinen im alten Stadion erinnerten eher an eine in die Jahre gekommene Schulumkleide. Besprechungen wurden im VIP-Club gehalten, die Kraftkammer war wiederum im alten Stadion. Die Profi-Spieler des SV Guntamatic Ried legten bis vor kurzem im Laufe ihres Trainingstages einige Kilometer zurück, um alle Termine wahrnehmen zu können. Damit ist seit 20. Feburar Schluss. Das neue Funktionsgeäude am Voglweg in Ried wurde an das Profi-Team übergeben.
„Wir haben bei der Umsetzung das Maximum herausgeholt und trotz relativ kleinem Grundstück die Raumvorgabe optimal erfüllt. Bei der Planung war uns besonders wichtig, dass die Räume so angeordnet sind, dass Manager, Trainer und Spieler sich nahe sind und kurze Wege haben. Alle stehen sich auf der gleichen Ebene gegenüber. Das ist vom Team sehr positiv aufgenommen worden. Wichtig war auch ausreichend Platz für die medizinische und die physiotherapeutische Abteilung“, erklärt Präsidiumsmitglied und Infrastrukturvorstand Andreas Leithner, der das Trainingszentrum geplant hat.
Bei der Innenarchitektur spielten einer Exklusivität als auch Wärme eine Rolle. "Eichenholz bei den Fronten wirkt warm. Es soll eine Atmosphäre entstehen, in der sich alle Anwesenden wie zuhause fühlen. Helle Farbtöne, große Fenster, viel Tageslicht machen das Trainingsgebäude zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk", ist sich Infrastrukturvorstand Thomas Gahleitner sicher. Mit einer umweltfreundlichen Pelletsheizung und einer Solaranlage wird das Gebäude beheizt. Die zentrale Lüftungsanlage sorgt für angenehmes Raumklima.

Von Wellness bis Analyse

Sowohl Garderobe als auch Sanitärräume sind großzügig und hochwertig gestaltet. Im Erdgeschoß sind außerdem ein Wellness-Bereich mit einem Kaltwasser-Tauchbecken sowie Räumlichkeiten für Ärzte und Masseure eingerichtet. Im Obergeschoß befinden sich großzügige Aufenthalts- und Besprechungsräume, die mulitfunktional genutzt werden können. Mit Balkon und Blick auf das Spielfeld entstand ein Raum für Austausch, Begegnung und auch Analysen. Eine 100 Quadratmeter große Kraftkammer sowie ein Manager- und Trainerbüro runden das Raumangebot ab. Im Kellergeschoß bietet das Funktionsgebäude Platz für Technik, Wäsche und Lagerräume.

Ganze sportliche Abteilung unter einem Dach

Reges Treiben herrscht im neuen Trainingszentrum seit 20. Februar. Schon am Morgen, vor dem Training treffen sich die Spieler zum gemeinsamen Frühstück und zur Trainingsvorbereitung. Nach dem Training haben sie die Möglichkeit, den Ruheraum zu nutzen. Am Nachmittag steht ebenso Training auf dem Programm. Zur Nachbesprechung gibt es im multifunktionalen Raum einen Beamer für die Videoanalyse. Verletzte Spieler haben die Möglichkeit, Physiotherapie in Anspruch zu nehmen. Die Kraftkammer steht den Sportlern rund um die Uhr zur Verfügung und bietet eine top Austattung, um sich körperlich auszutoben. Somit ist das gesamte sportliche Team unter einem Dach.
„Mit unseren Infrastrukturmaßnahmen schaffen wir ein tragendes Fundament für erfolgreiche Leistungen und für die positive Zukunft des Profi-Fußballs im Innviertel. Das neue Trainingszentrum bietet unserer Mannschaft einen professionellen Arbeitsplatz, der alle Wünsche und Anforderungen eines Profispielers erfüllt, um seine täglichen Leistungen abrufen zu können. Mit dieser großen Investition wollen wir die Leistung unserer Burschen fördern, aber auch fordern – um weitere Erfolge in der Bundesliga und darüber hinaus zu erzielen“, betont Gahleitner.

„Für mich persönlich hat dieses neue Gebäude große Vorteile, da ich jetzt noch näher bei der Mannschaft bin und alles noch besser mitverfolgen kann. Die Räumlichkeiten sind richtig zum Wohlfühlen. Ich bin überzeugt, dass dadurch ein richtiger Spirit entstehen kann, der uns wieder ein Stück weiter bringt, gerade wenn wir jetzt an die restliche Saison denken“, freut sich SVR-Manager Fränky Schiemer.

Infrastruktur-Offensive seit 2012

Mit dem Bau des neuen Trainingszentrums setzte die SV Ried im Jahr 2016 ihre Infrastruktur-Offensive fort. Diese Offensive startete 2012 mit dem Ausbau des VIP-Clubs. 2013 folgte der Einbau der Rasenheizung, die als modernste Anlage in Europa ausgezeichnet wurde. Neue Räume für Pressekonferenzen, ein TV-Studio und eine neu gestaltete Zone für Rollstuhlfahrer wurden 2014 eingerichtet. Ein besonderes Highlight war der Ausbau der Wenzel Schmidt Fußballakademie. Seit 2014 dürfen sich die Nachwuchskicker über 300 Quadratmeter zusätzlichen Platz freuen. Auf zwei Geschossen wurden in der Rieder Fußballakademie eine moderne Physiotherapie und ein Fitnessraum sowie wichtige Lagerräume für Geräte und Kleidung eingerichtet. Zusätzlich zum neu geschaffenen Raum wurde am Dach des Anbaus eine Solaranlage errichtet, die für die Erwärmung des Wassers sorgt und damit entscheidend die Betriebskosten senkt. Weiters wurden im bestehenden Gebäude die Sanitäranlagen erneuert, ein Trainingsplatz wurde mit einer Flutlichtanlage ausgerüstet. Im Sommer 2015 wurde schließlich das Flutlicht in der „Keine Sorgen Arena“ ausgebaut, um den aktuellen Anforderungen voll zu entsprechen.
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