17.11.2016, 10:34 Uhr

Radon-Risiko in Ried

Besonders im Stadtgebiet von Ried ist das Radonrisiko erhöht. (Foto: BRS)

Sieben Gemeinden im Bezirk Ried haben ein erhöhtes Radonrisiko zu verzeichnen.

BEZIRK. Radon ist, nach dem Rauchen, die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. In Österreich sind etwa 10 Prozent der jährlichen Neuerkrankungen auf Radon und seine Folgeprodukte zurückzuführen. Deshalb ist Strahlenschutz auch bei natürlicher Radioaktivität wichtig. In unserer gewöhnlichen Umgebung sind wir dieser Strahlung ausgesetzt. Vor allem das radioaktive Edelgas Radon entweicht aus Boden und Gestein. Es dringt in unsere Wohn- und Lebensbereiche ein, und gelangt über die Atmung in die Lunge. Im Bezirk Ried sind die Gemeinden Aurlolzmünster, Geinberg, Hohoenzell, Kirchheim, Neuhofen und Obernberg betroffen. Im Stadtgebiet Ried ist die natürliche Strahlung am größten.
Oberösterreich als Vorreiter beim Radonschutz hat bereits Anfang der 90er-Jahre das Thema Radon ernst genommen, mit Untersuchungen begonnen und zahlreiche Projekte unter anderem in Kindergärten, Schulen und Gemeinden initiiert. Damit wurde die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Radonminimierung geschaffen. Ein Schwerpunkt liegt im Radonschutz auf der Vorsorge bei Neubauten.

"Da der Strahlenschutz in der Bevölkerung noch nicht den Stellenwert wie Gefahren künstlichen Ursprungs hat, setzen wir stark auf Information und Aufklärung, und dort, wo es notwendig ist, werden Vorsorge- oder Sanierungsmaßnahmen gefördert“, weiß Landesrat Rudi Anschober.
Das Land OÖ zeigt mit der Radon-Risikokarte belastete Gebiete auf, und schützt, indem es kostenlose Messungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern anbietet. Gefördert werden außerdem Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten im Radonrisikogebiet Ober­österreichs und bautechnische Sanierungen bei Richtwertüberschreitungen.

Umfassende Informationen über Radon in Oberösterreich, die aktuelle Radonrisikokarte und Infos über das Förderprogramm gibt es auf http://www.land-oberoesterreich.gv.at/radon.htm

Informationen zur Messung:

Radonmessungen werden vom Land Oberösterreich kostenlos angeboten. Als Ansuchen reicht ein formloses Schreiben (Land Oberösterreich, Abteilung Umweltschutz, Radonmessung, Kärntnerstr. 10-12, 4021 Linz), E-mail (radon.us.post@ooe.gv.at) oder Fax (0732 7720 214520).
Die Messdauer beträgt zwischen drei und sechs Monaten. Für die Durchführung der Messung sind vier Termine pro Jahr vorgesehen. Die Stichtage für das Einlangen der Messaufträge sind der 15. Juni sowie der 15. Dezember Sie erhalten bis spätestens drei Wochen nach dem Stichtag automatisch Messdetektoren mit einem Fragebogen und einem Informationsblatt zugeschickt. Die Messdetektoren können dann selbst in der Wohnung aufgestellt werden.
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