25.07.2017, 11:04 Uhr

Regionale Ideen und Projekte gesucht

Mit der Kampagne "Und Du?" will Frau in der Wirtschaft Ried den Regionalitätspreis holen. (Foto: FidW)

Regionalitätspreis holt regionale Betriebe und Projekte vor den Vorhang.

BEZIRK (kw, ebe). Jedes Jahr verleiht die BezirksRundschau den "Preis für Regionalität" und rückt so Privatpersonen, Projekte, Vereine, Organisationen und Unternehmen ins Rampenlicht. Denn: "Großartige Initiativen gehen von den Menschen in den Regionen selbst aus", weiß auch Landeshauptmann Thomas Stelzer.
In neun Kategorien werden innovative Ideen, welche zur Wertschöpfung in der Heimat beitragen, vorgestellt. Eine Fachjury entscheidet, wer bei der Abschlussgala mit dem Regionalitätspreis in den jeweiligen Bereichen ausgezeichnet wird. Vor zwei Jahren ging der Sieg nach Ried. Das Projekt "TalentS" vom Techno-Z Ried hat in der Rubrik "Junge Ideen" überzeugt.
Ein Bewerber in diesem Jahr ist der Rieder Bauernmarkt. Dort wird Regionalität großgeschrieben: "Seit fast dreißig Jahren bietet der Markt vielen Bauern eine Plattform, um ihre Lebensmittel zu verkaufen und den Besuchern lokale Produkte anzubieten", so Geschäftsführer Franz Litzlbauer. Außerdem sind die Messe Ried sowie die Rieder Feinspitze (Feinkosthandel Zöls, Bäckerei Mayer, Metzgerei Lang) nominiert.

Kampagne "Und Du?"

Vor drei Jahren rief Frau in der Wirtschaft Ried die Imagekampagne "Und Du?" ins Leben. Damit wollen die engagierten Riederinnen ein Bewusstsein für den Einkauf in der Region schaffen. "Denn jeder Einkauf und jede Dienstleistung daheim stärkt die heimische Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze, bereichert die Angebote und erhält die Vielfalt", erklärt Bezirksvorsitzende Sieglinde Roitinger. Heuer startet die Kampagne, die von Ried ausgehend in ganz Oberösterreich Anklang gefunden hat, in eine neue Runde. "Mit derselben Grundidee, neuen Inputs und Sujets gehen wir Unternehmerinnen nach draußen und wollen die Region sensibilisieren. Besonders das bewusste Einkaufen im Internet und die Zusammenarbeit mit Schulen stehen im Fokus", erklärt Doris Dim-Knoglinger.

Denn derzeit werden sechzig Prozent der Internetverkäufe übers Ausland getätigt. "Online-Einkauf ist nicht prinzipiell schlecht. Es gibt sehr viele regionale Online-Händler, mit denen die Wertschöpfung ebenso in der Heimat bleibt." Die Kampagne beschränkt sich nicht auf die Einkaufsstadt Ried. "Es geht uns bewusst um die ganze Region. Vom Einzelhandel bis zu persönlichen Dienstleistern, vom Friseur über die Floristin bis zum Arzt", so Roitinger. Mit dem Workshop "Der regionale Einkauf als Wirtschaftsfaktor" wird Frau in der Wirtschaft auch im Hotspot Bildungskatalog vertreten sein.

Jetzt bewerben

Die BezirksRundschau verleiht dieses Jahr zum siebten Mal den Preis für Regionalität an heimische Betriebe, Vereine und Organisationen. Wer für Wertschöpfung in der Region sorgt, Nahversorgung und Arbeitsplätze sichert und damit zur Lebensqualität in Oberösterreichs Regionen beiträgt, hat gute Chancen, bei der Abschlussgala am 20. September ausgezeichnet zu werden.

Einreichungen sind in neun Kategorien möglich:
• Dienstleistung und Handel
• Industrie
• Handwerk und Gewerbe
• Land- und Forstwirtschaft
• Vereine, Institutionen und Behörden
• Tourismus
• Gastronomie
• Mobilität und erneuerbare Energien
• „Junge Ideen“
Die Teilnahme ist möglich im Internet unter:
regiopreis.meinbezirk.at

Kommentar: "Wertschöpfung in der Region erhalten"

Alle Jahre wieder vergibt die BezirksRundschau den "Preis für Regionalität". Damit wollen wir das Bewusstsein für die Region schärfen. Tagtäglich sorgen zahlreiche Vereine, Initiativen, Unternehmen und Organisationen in unserem Bezirk dafür, die Lebensqualität in der Heimat zu halten. Seien es die Messe Ried, der Rieder Bauernmarkt oder aber die Rieder Feinspitze – sie alle schaffen Arbeitsplätze, bieten regionale Produkte an und tragen dazu bei, dass wir uns wohlfühlen. Grundsätzlich kann aber jeder Einzelne mithelfen, die Region zu stärken. Etwa, indem man beim Nahversorger oder auf Märkten in der Gemeinde seine Einkäufe erledigt und so beispielsweise benachbarte Bauern unterstützt. Schließlich profitieren wir alle am Ende von dieser Entscheidung. Denn wie heißt es so schön: Lebensqualität durch Regionalität.
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