04.10.2016, 16:28 Uhr

Volkshilfe Ried: "Wir wollen für die Menschen da sein"

Josef Hellmann, Obmann der Volkshilfe Ried und Jürgen Pouget, Bezirkskoordinator mit Petra Lobmeier.

Die Volkshilfe in Oberösterreich und die Volkshilfe Ried stellen sich organisatorisch neu auf.

RIED IM INNKREIS (kw). Bisher war jeder Bezirksverein, auch die Volkshilfe Ried, eigenständig verantwortlich für die mobilen Dienste in der Altenbetreuung. Seit Juli werden diese Dienste in der Volkshilfe Gesundheits- und Sozial Dienste GmbH gebündelt.

Diese Reform wurde in anderen Bereichen bereits vollzogen. So sind zum Beispiel alle Dienstleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen in der Volkshilfe LebensArt GmbH konzentriert. Und jene für arbeitsuchende in der Volkshilfe Arbeitswelt GmbH.

Neue Strukturen

"Ende der 80er-Jahre wurde die Volkshilfe in den Bezirken aufgebaut. In den letzten Jahren ist unsere Organisation ziemlich gewachsen. Die Struktur war nicht mehr zeitgemäß", erklärt Bezirkskoordinator Jürgen Pouget den Grund für die Veränderung.
Außerdem könne man so viele Aufgaben zentral verwalten und dadurch Kosten sparen: "Das Geld soll besser eingesetzt werden. Zum Beispiel in Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter."

Geschäftsführer in den Bezirksvereinen wird es künftig ebenfalls nicht mehr geben, da die operativen Agenden zentral gesteuert werden.
Für die Kunden ändere sich aber nichts, denn die Dienstleistungen bleiben vor Ort. "Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist, für die Menschen da sein", sagt Pouget.

In den besten Händen

Fast 1900 Mitarbeiter sind oberösterreichweit bei der Volkshilfe beschäftigt. Davon arbeiten siebzig in der Volkshilfe Ried. Auch wenn ehrenamtlich Tätige fixe Mitarbeiter nicht ersetzen, so sind sie dennoch nicht wegzudenken und ein fixer Bestandteil der Volkshilfe. In Ried engagieren sich zurzeit zehn ehrenamtliche Helfer.

"Wir freuen uns über jeden der dazukommt und Hilfe anbietet. Natürlich kann man auch projektbezogen mitarbeiten und sich einbringen. Aber für uns ist klar, dass Freiwilligenarbeit nicht als Ersatz für bezahlte Arbeitsplätze missbraucht werden darf", so Josef Hellmann, Obmann der Volkshilfe Ried.
Hellmann führt sein Amt ebenfalls ehrenamtlich aus.

Straßenaktion "Ziehen Sie sich warm an"

"Erkennen wir eine Schieflage, dann melden wir uns zu Wort", weiß Hellmann. "Es gibt viele Themen bei denen die Volkshilfe schon in den vergangenen Jahren nicht geschwiegen hat und auf die Straße gegangen ist."

Am 17. Oktober organisiert die Volkshilfe Ried erneut eine Straßenaktion. Bei der Aktion "Ziehen Sie sich warm an" werden die Menschen mit Armut und ihren unmittelbaren Auswirkungen konfrontiert. Die Volkshilfe will Armut nicht klein reden sondern sie beseitigen. Darum fordern sie auch einen Mindestlohn von 1700 Euro.
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