24.11.2017, 08:39 Uhr

Festmenü mal anders?

Ein zartrosa Rehrücken lässt sich auch gut zuhause zubereiten. Ihre Lieben werden staunen! (Foto: Wirt z`Kraxenberg)

Traditionell oder modern - beim Weihnachtsmenü lässt sich beides gut miteinander verbinden

Natürlich ist Weihnachten ein Fest der Familientraditionen, die in unserer schnelllebigen Zeit auch wichtig und wertvoll sind. Dennoch ist es modernen Familien durchaus erlaubt, sich von überholten Bräuchen und lästigen Verpflichtungen endgültig zu verabschieden.
Weihnachten mit seinen Liebsten zu verbringen bedeutet für viele ein festlich gedeckter Tisch, ein wundervoll geschmückter Weihnachtsbaum, darunter hübsch verpackte Geschenke und dazu Düfte von Bratapfel und Weihnachtsgans.
Trotz aller Tradition sieht das pefekte Weihnachtsmenü bei jeder Familie anders aus. Für viele sind die kulinarischen Klassiker nicht von der Festtafel wegzudenken. Andere Familien hingegen probieren auch gerne mal ausgefallenere Kreationen aus. Bei aller Kreativität in der Küche sollte man sich an dem wohl wichtigsten Fest des Jahres nicht allzu lange in selbiger aufhalten.
Um den heiligen Abend möglich streßfrei zu gestalten, lassen sich folgende Dinge super am Vormittag/Vortag vorbereiten: Dörrzwetschken in Speck einwickeln; Risotto ansetzen und nach der Hälfte der Garzeit auf einem flachen Blech auskühlen lassen. Abgekühlt dann in einem verschließbaren Gefäß einkühlen. Während das Fleisch dann am Abend im Ofen ist, den vorgegarten Reis mit etwas Wildfond wieder aufstellen und dann fertig machen (Blaukraut, Preiselbeeren, etc, dazu geben); Quittenragout kann man auch bereits am Vortag vorbereiten und einkühlen.
Beim Servieren darauf achten, dass dieses bereits wieder Zimmertemperatur hat. Wem aller Kochstress an Weihnachten zuviel wird, der entscheidet sich vielleicht für Raclette oder Fondue – leckere Gaumenfreuden, die kein aufwändiges Kochen erfordern, aber gut vorbereitet vollen Genuss versprechen.



Rezepttip von Haubenkoch Florian Schlöglmann, Wirt z´Kraxenberg:

Rosa gebratener Rücken vom (Kirchheimer) Reh mit Blaukrautrisotto , Quitten und Speckzwetschken
(Mengenangabe pro Portion)
15 dag Rehrücken
Salz, Pfeffer, Thymian, Öl , Butter
10dag Risotto
Parmesan
1 Zwiebel, Wacholderbeeren
viertel Liter Wildfond, Weißwein
10 dag vorbereitetes Blaukraut
1 TL Preiselbeeren
3 Scheiben Bauchspeck, 3 Dörrzwetschken
eine halbe Quitte
1/8 l Orangensaft, Prise Zucker, Maizena, Sternanis

Den Rehrücken salzen und pfeffern und in heißem Öl anbraten. Anschließend im Rohr bei 80 Grad etwa 15 min rasten lassen! In der Zwischenzeit das Risotto, die Zwiebel und Wacholderbeeren (2-3) glasig anschwitzen und mit Weißwein ablöschen. Den Wildfond nach und nach dazugeben und immer wieder einköcheln lassen! Am Schluss kalte Butter, geriebenen Parmesan, Preiselbeeren und das Blaukraut dazugeben (davor bitte Wacholderbeeren entfernen)! Die Zwetschken in Bauchspeck wickeln und knusprig anbraten. Zum Reh ins Rohr geben und ziehen lassen.
Zucker karamellisieren lassen und mit Orangensaft aufgießen. Mit Maizena eindicken und die gewürfelten Quitten dazugeben. Würzen mit Thymian und Sternanis.
Nach den 15 Minuten den Rehrücken noch einmal in einer Pfanne mit Butter und Kräutern (Thymian und Rosmarin) durchziehen, auf dem Blaukrautrisotto anrichten, die Zwetschken rundherumlegen und das Quittenragout dazureichen!
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