24.01.2012, 15:32 Uhr

Reichersberg: Asylantenheim soll entstehen

Im ehemaligen Gästehaus Hildegard in Reichersberg soll ein Asylantenheim für 20 bis 25 Personen entstehen. (Foto: Streif)

In Reichersberg möchten das Land OÖ und die Caritas eine Unterbringungsmöglichkeit zur Grundversorgung für 20 bis 25 Asylwerber einrichten. Ein Informations­abend zum geplanten Projekt findet am Donnerstagabend statt.

REICHERSBERG (tst). „Das Land OÖ und die Caritas sind erst vergangene Woche an mich herangetreten und haben mich über das geplante Asylantenheim informiert“, sagt Bürgermeister Bernhard Öttl.

Das Gebäude, das in den 1970-er Jahren errichtet wurde, steht seit mehreren Jahren leer. Juristisch gesehen habe die Gemeinde nur wenig Möglichkeiten, das Asylantenheim zu verhindern. Öttl: „Baurechtlich oder Raumordnungstechnisch gesehen, sind uns als Gemeinde die Hände gebunden. Das Gebäude ist in Besitz eines Deutschen. Dem ist es natürlich egal, wer der Käufer oder Mieter seines Objektes ist.“ Die Bevölkerung in Reichersberg ist verunsichert. Laut Öttl sind die Befürchtungen der Reichersberger groß. „Wir sind eine idyllische Gemeinde, wo das Zusammenleben sehr gut funktioniert.

Die Einwohner befürchten, dass durch dieses Projekt die Stimmung in der Gemeinde kippen könnte. Bisher war es so, dass das Klima gegenüber unseren ausländischen Mitmenschen, die sich sehr gut integriert haben, ein sehr gutes war.“ Die Details des geplanten Asylantenheimes sollen bei einem Informationsabend von Vertretern des Landes OÖ und der Caritas bekannt gegeben werden. Alle Reichersberger wurden über diese „Bürgerfragestunde“, die im Vorfeld der Gemeinderatssitzung abgehalten wird, benachrichtigt. „Jeder soll sich aus erster Hand über dieses Projekt informieren“, so Öttl und fügt hinzu: „Wir warten jetzt auf die Bekanntgabe der Details, behalten uns aber weitere Schritte vor.“

Zur Sache: Informationsabend

Der Informationsabend zum geplanten Asylantenheim findet am Donnerstag, 26. Jänner, um 19 Uhr im Turnsaal der Volksschule Reichersberg statt. Das Projekt wird dabei von Vertretern des Landes OÖ und der Caritas vorgestellt.
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