08.11.2016, 08:55 Uhr

1126 Lehrstellen im Bezirk Ried

Gute Jobaussichten für Lehrlinge (Foto: Resch)
Die Jobaussichten für Lehrlinge sind gut. Das zeigt zumindest der Fachkräftemonitor des Landes Oberösterreich. Denn viele Führungskräfte haben ihren Berufsweg mit einer erfolgreichen Lehre gestartet. Doch für Unternehmen ist die Suche nach Lehrlingen oft genau so schwer, wie für Lehrlinge die Suche nach der passenden Lehrstelle. Christoph Wiesner, Bezirksstellenleiter der WKO Ried, weiß: „Durch den demografischen Wandel hat sich die Situation umgekehrt. Heute gibt es mehr Lehrstellen als Jugendliche.“ Seit 2010 ist die Zahl der Jugendlichen um genau 20 Prozent gesunken.

Lehrlingsbundesland OÖ

Rund 43 Prozent der Jugendlichen starten mit einer Lehre in die Karriere. „Das ist mehr als der österreichische Durchschnitt. Durch die sinkende Zahl der Jugendlichen sind sie sowohl von Betrieben als auch von höheren Schulen heiß umkämpft“, so Wiesner.
Eine Ausbildung bieten im Bezirk Ried derzeit 320 Betriebe an. Sie bilden in insgesamt 1126 Lehrstellen Jugendliche in 18 verschiedenen Berufsgruppen aus.
Klaus Jagereder, Leiter des AMS Ried, spricht von Glück. „Der Bezirk Ried hat einen sehr guten Arbeitsmarkt. Für Unternehmer ist der gute Arbeitsmarkt und das große Angebot allerdings nicht immer einfach. Vor allem kleine Firmen, die etwas abgelegener liegen, kämpfen um gute Lehrlinge.“

Die Anforderungen steigen

Die Anzahl der Lehrverhältnisse ist in den letzten zehn Jahren um mehr als elf Prozent gesunken, dennoch steigt der Bedarf von Fachkräften mit abgeschlossener Lehre bis 2020.
Jahrelang war die Wirtschaft froh über die Schulen, die die große Menge an Jugendlichen gut bewältigen konnte. Das Aufwerten der Lehre in den Köpfen der Menschen wurde leider übersehen. „Ein früheres Umdenken würde so manchem Betrieb die Sorge um einen Fachkräftemangel jetzt ersparen.“, weiß Jagereder.
Besonders im Bereich der Gastronomie ist die Lehrlingssuche mühsam. Berufsgruppen wie Maschinen/Fahrzeug/Metall oder Büro/Handel/Finanzen haben es hingegen schon leichter, Lehrlinge zu finden. Im Aufwind sind auch die Bereiche Informatik/EDV/Kommunikationstechnik und Gesundheit/Medizin/Pflege. In diesen Berufsgruppen steigt die Zahl der angebotenen Lehrstellen im Bezirk leicht an.

Nur das Beste für mein Kind

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, sei es eine Lehre oder eine weiterführende Schule. „Die duale Ausbildung ist ein guter Weg für viele Kinder. Wenn sich herausstellt, dass sie intensiver lernen wollen, haben sie nach einer abgeschlossenen Lehre jederzeit die Möglichkeit, sich weiterzubilden und eine Schule zu besuchen.
Schwächere Jugendliche können mit einer Teillehre eine gut abgestimmte Ausbildung absolvieren, bei der manche Teilbereiche wegfallen oder die Lehrzeit verlängert wird“, weiß Wiesner über die Möglichkeiten der Lehrausbildung Bescheid.

Die Top 5 Berufsgruppen:

1. Maschinen/Fahrzeug/Metall
2. Büro/Handel/Finanzen
3. Bau/Architektur/ Gebäudetechnik
4. Elektrotechnik/ Elektronik
5. Holz/Papier/Glas/Keramik

Mädels wählen ...

1. Einzelhandelskauffrau
2. Bürokauffrau
3. Friseurin und Perückenmacherin
4. Metalltechnikerin
5. Köchin

Jungs wählen ...

1. Metalltechniker
2. Elektrotechniker
3. Kraftfahrzeugtechniker
4. Installations- und Gebäudetechniker
5. Einzelhandelskaufmann
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