24.09.2014, 09:29 Uhr

"Ausbildungspflicht wird uns helfen"

Im Rahmen seiner Bezirkstage besuchte Sigl schwerpunktmäßig Firmen, die Lehrlinge ausbilden. Im Bezirk Ried stand die Molkerei Geinberg am Programm. (Foto: ÖVP Ried)

Landtagspräsident Viktor Sigl: "Wer keine Ausbildung hat, ist stärker von Arbeitslosigkeit betroffen."

BEZIRK (kat). "Das Thema Arbeitsplätze beschäftigt die Menschen. Die Politik muss hier den Spagat zwischen der steigenden Arbeitslosigkeit auf der einen Seite und dem zunehmenden Facharbeitermangel auf der anderen bewältigen", so Landtagspräsident Viktor Sigl über die große Herausforderung. Stark von der Arbeitslosigkeit betroffen seien Personen, die nur einen Pflichtschulabschluss und keine Ausbildung haben. Für Sigl bestätigt dies die Notwendigkeit einer Ausbildungspflicht: "Wir verlieren jedes Jahr zirka 1000 junge Leute, die keine Ausbildung absolvieren. Deshalb bin ich froh, dass die Ausbildungspflicht jetzt beschlossen wurde. Sie wird uns in Zukunft helfen, den Fachkräftemangel abzufedern."

Produktionsschule & BAG-Lehrgänge
Für Jugendliche, die nach der Pflichtschule noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, seien die Produktionsschule oder BAG-Lehrgänge eine tolle Alternative: "Die Produktionsschule Ried holt die Jugendlichen wieder in die reale Welt. Die Vermittlungsquote liegt bei rund 70 Prozent. Wir werden das Projekt Produktionsschule jetzt flächendeckend in Oberösterreich einführen. Wirtschafts- und Sozialressort geben sich hier die Hand", so Sigl. Eine weitere Möglichkeit seien BAG-Lehrgänge (BerufsAusbildungsGesetz), an deren Ende eine fertige Ausbildung steht.

JobCoaching
Allen, die nach der abgeschlossenen Pflichtschulausbildung auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, empfiehlt der Landtagspräsident das JobCoaching des JugendService. Dieser JobCoach hilft dabei, eine Lehrstelle zu finden, die den Fähigkeiten des Jugendlichen am besten entspricht. "Jungen Menschen steht hier in Ried mit Christine Wagneder eine tolle Ansprechperson zur Verfügung. 18 Jugendliche werden derzeit betreut. Die Ermittlungsquote liegt bei rund 80 Prozent. Leider wissen noch viele junge Menschen nichts von diesem Angebot."
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