09.05.2018, 06:30 Uhr

"Low-Cost-Wohnen" in Oberösterreich

Wolfang Hattmannsdorfer, Norbert Hartl, Herwig Mahr, Manfred Haimbuchner und Kurt Bernegger in Valencia.

Eine Architekturreise nach Valencia bot einen perfekten Rahmen, um über Wohnbau in Oberösterreich zu diskutieren.

VALENCIA/OÖ. (ebe) "Es geht darum, wie gebaut, gewohnt und gelebt wird in Europa. Obwohl sich die Länder unterscheiden, können wir in einzelnen Bereichen voneinander lernen", hält Martin Leitl, Vertreter der Stein- und keramischen Industrie fest. Auf einer von oberösterreichsichen Bauwirtschafts-Vertretern organisierten Architektur-Reise im spanischen Valencia ging es neben dem fachlichen Austausch auch um leistbares Wohnen in Oberösterreich.

Billigstwohnungen in OÖ

Wohnbaureferent und Landeshautpmannstellvertreter Manfred Haimbuchner kündet an: "Wir wollen mit 'Low-Cost-Wohnungen' schon in naher Zukunft günstigste Wohnräume schaffen. Dabei könnte unter anderem auf Lift und Barrierefreiheit verzichtet werden, um die Wohnkosten zu senken." Neben dem Jungen Wohnen soll dieses Modell vor allem Geringverdienern zur Verfügung gestellt werden, die Nachfrage sei schon jetzt enorm. Zusätzlich werde auch die Altersarmut in den nächsten Jahren steigen.

"Österreich neigt zu viel Bürokratie. Es braucht Einschnitte, um das Bauen zu vereinfachen und Spielräume zu schaffen", erklärt Norbert Hartl, Bau-Landesinnungsmeister, der mit Wohnbausprecher und Landtagsabgeordneten Wolfgang Hattmannsdorfer einer Meinung ist: "Es existieren viele Regelungen, die die Wohnraumschaffung erschweren."

Neue Klimastrategie

Es geht im Wohnbau um Energieeffizienz, egal ob Sanierung oder Neubau. Laut Haimbuchner brauche es nachhaltige Modelle, um nachfolgenden Generationen ein intaktes Umfeld zu hinterlassen. Auch deshalb sei eine neue Klimastrategie notwendig, um die Klima-Ziele zu erreichen. "Der Gebäudebereich hat bislang den größten Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen in Oberösterreich geleistet. Das zeigt auch der Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes", ist Haimbuchner zufrieden. Trotz alledem dürfen wir nicht mit künstlichem Dämmmaterial das nächste Umwelt- bzw. Entsorgungsproblem heranzüchten."


"Groß, mutig und unkonventionell denken, historisches Erbe bewusst nutzen, soziale Räume im sozialen Wohnbau schaffen und öffentliche Räume attraktiveren."

In diese Punkte fasste Wolfgang Hattmannsdorfer die Architekturreise nach Valencia abschließend treffend zusammen.


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