23.05.2017, 13:37 Uhr

Umschulung: Mut zum Berufswechsel

(Foto: Kadmy/Fotolia)

Einmal einen Beruf erlernt, oder eine berufsbildende Schule besucht, heißt noch lange nicht, dass man diesen Beruf ein Leben lang ausübt.

BEZIRK. (ebe) Berufliche Karrieren verlaufen nicht immer geradlinig. Immer häufiger kommt es vor, dass Menschen feststellen, dass sie ihren erlernten Beruf nicht länger ausüben möchten. Andere müssen aus gesundheitlichen Gründen wechseln. Der Umstieg in ein neues Berufsfeld erfordert sicherlich viel Energie und Mut, kann aber auch viele Chancen mit sich bringen. Eine neue Berufsausrichtung kann durch eine Lehre in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen umgesetzt werden, oder auch durch einen Kurs bei einer Erwachsenenbildungseinrichtung, welcher mit einer Lehrabschlussprüfung abgeschlossen wird. Eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreife ermöglichen auch akademische Ausbildungen.

Herausforderung gesucht
Michael Berger hat im Herbst seine zweite Lehre begonnen. Der gelernte Maschinenbautechniker war auf der Suche nach Herausforderungen: "Der Beruf des Elektrikers lässt sich optimal mit dem Maschinenbautechniker kombinieren. Zweimal pro Woche besuche ich Kurse, parallel dazu arbeite ich bei doma in Hohenzell. Dort bin ich durch meine abgeschlossene Lehre bereits jetzt als Facharbeiter angestellt." "Je umfangreicher das Angebot, desto wichtiger ist die Beratung: Das BerufsInfoZentrum im AMS informiert zu Bildungsangeboten, findet Interessensschwerpunkte und sucht Umsetzungswege", weiß Klaus Jagereder, AMS Ried.

Die Finanzierung
Oft stellt sich bei einem Umschulungswunsch die Frage nach der Finanzierbarkeit. Bei Kurskosten beteiligt sich in vielen Fällen das Land OÖ durch das Bildungskonto. Eine Finanzierungsmöglichkeit über das AMS besteht dann, wenn keine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt, oder mit der bisherigen Berufsausbildung keine Vermittlungsmöglichkeit aufgrund fehlender Jobangebote besteht.
Eine Besonderheit ergibt sich, wenn der Beruf aus gesundheitlichen Problemen nicht mehr ausgeübt werden kann. In diesen Fällen wird gemeinsam mit möglichen Kostenträgern (z.b. ein Pensionsversicherungsträger oder die AUVA) ein Rehabilitationsplan erarbeitet, der das Ziel eines neuen Berufsabschlusses hat. Mit diesem Abschluss soll dann möglichst rasch eine Wiedereingliederung am Arbeitsmarkt realisiert werden.
Informationen und Beratung dazu gibt es am AMS!
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