Das grüne Dach Europas: ServusTV stellt Böhmerwald bei Sendung in Mittelpunkt

Die "Heimatleuchten"-Folge wird am Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, ausgestrahlt.
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  • Die "Heimatleuchten"-Folge wird am Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, ausgestrahlt.
  • Foto: Foto: ServusTV/DMG
  • hochgeladen von Annika Höller

BEZIRK. Ein einzigartiges Waldgebiet, eiszeitliche Seen und seltene Tierarten – das zeichnet den Böhmerwald im Dreiländereck aus. Das letzte große Waldgebiet Mitteleuropas mit zwei Nationalparks hat sich einen ursprünglichen Zauber bewahrt. ServusTV begibt sich in der "Heimatleuchten"-Folge, die am Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, ausgestrahlt wird, in die Ferienregion Böhmerwald, im Norden des Mühlviertels. Er gilt als Geheimtipp für Naturliebhaber und Erholungssuchende – und als Heimat ganz eigener Traditionen.
 

Geheimnisse des Böhmerwaldes

Auf einer Länge von rund 120 Kilometern erstreckt sich die Bergkette des Böhmerwaldes und ist Heimat der südlichsten Elchpopulation Europas. Thomas Engleder kümmert sich um diese Tiere. Mit über 100 Fotofallen im Wald kann er unbemerkt die Tiere während ihrer Streifzüge dokumentieren. Dieses Wissen braucht er, um den Bestand der Luchse und Elche, die vom Aussterben bedroht sind, im Böhmerwald zu sichern.
Neben den besonderen Waldgebieten befinden sich auch eiszeitliche Seen und versunkene Städte. Mit dem Fischer Markus Bauer begibt sich "Heimatleuchten" auf eine geheimnisvolle Reise auf den Moldaustausee. Häuser, Kirchtürme und verborgene Schätze sind unter den Wassermassen begraben, mit ihnen auch zahlreiche Geschichten. Der Böhmerwald ist außerdem ein Schmelztiegel der besonderen Art. Denn hier treffen die böhmische, die bayerische und die österreichische Küche aufeinander. Im urigen Wirtshaus Haudum ist nicht nur der Wirt Peter ein Original, auch die Gaststube und die Speisen selbst sind es. Hungrige haben die Wahl zwischen österreichischen Knödeln, böhmischen knedlik oder bayrischen Klösschen.
 

Handwerkskunst im Böhmerwald

Ludwig Friess hat sich auf die Herstellung von Musikinstrumenten spezialisiert und fertigt aus dem Holz der Bäume Geigen und Celli an. Mario Thauerböck brennt in alter Tradition Pechöl, und setzt es als Heilmittel bei Wunden ein. Ganz nach alter Tradition schichtet er pyramidenförmig auf einem Stein harzreiches Kiefernholz auf.  Mit Tannenreisig und Rasenstücken zugedeckt, zündet er es anschließend an. Einige Stunden später rinnt das, im Holz enthaltene Öl, flüssig als Pechöl heraus. Der Anbau von Flachs und seine Verarbeitung können hier auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon im 16. Jahrhundert war die Flachsgewinnung ein starker Wirtschaftsfaktor in der Region. Aus diesem Grundstoff webt Familie Fölser das Leinen, aus dem die traditionelle Tracht angefertigt und mit Blaudruck veredelt wird. Der Böhmerwald vereint neben altem Handwerk wie Geigenbau, Blaudruck der Familie Wagner, Flachsanbau, Bierbrauen von den Beer Buddies, die mit reinem Mühlviertler Urgesteinwasser und regionalem Hopfen nicht pasteurisiertes Bier herstellen auch Innovatives wie das Zwirnknopfnähen von Sabine Kumpf in Pregarten. Früher ausschließlich für Bettwäschen angefertigt, eröffnet Kumpf den Zwirnknöpfen mit bunten Garnen und viel Kreativität neue Nutzungsmöglichkeiten.

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