Bier von Hand gebraut

Steffinger Lepus-Bräu servieren Heidi und Hermann Eckerstorfer aus der hauseigenen Brauerei. Benannt ist das Bier nach dem Namen der Bar im ortseigenen Gasthaus zur Jugendzeit Eckerstorfers.
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ST. STEFAN. „Geh' gleich in den Keller hinunter, der Hermann ist eh unten in seinem Reich“, begrüßt Heidi Eckerstorfer den Gast.
Geradeaus eine waschbeckenähnliche Vorrichtung mit Schläuchen, mehrere Tanks und ein Kühlaggregat – recht steril wirkt „die Brauerei“. Im nächsten Raum ein umgebauter Kartoffeldämpfer. „Ich habe ihn zum Sudkessel mit Rührwerk umgebaut“, erklärt Hermann Eckerstorfer.

Installateur mit Know-How

Als gelernter Installateur verfügt er über das nötige Know-How. „Nachdem Schrotten des Braumalzes wird hier eingemaischt.“ Der BezirksRundschau verrät er sein Braugeheimnis: „Die Maische wird bei mir über Holzfeuer erwärmt. Das schafft eine besondere Note.“ Zurück geht es in den ersten Raum. Ein Stahltank wird geöffnet: Malziger Geruch verströmt. Erste Erinnerungen an einen früheren Brauereibesuch. „Hier wird die Sud geläutert: Das heißt, es wird Würze vom Malzschrot getrennt“. Nun geht es weiter in den Gärtank, wo später „Hopfensud“ abgeleitet wird. „Das Gebräu“ landet erneut im Stahltank zur Hauptgärung, bis es in den Keg-Fässern drei Wochen lang nachgärt und zur Endreife gelangt. (Anmerkung: Keg-Fässer wurden zum industriellen Befüllen und zur keimfreien Lagerung von Getränken entwickelt).

Zwei Monate Geduld

„Zwei Monate dauert der Brauvorgang. Acht Schritte sind notwendig, bis das Bier in den Fässern ausgeliefert oder in Flaschen abgefüllt wird“, erläutert Eckerstorfer. Nun geht es zur Verkostung. Zuerst serviert er ein frischgezapftes Originalbier. Prost! Echt schmackhaft und gut trinkbar – lautet das erste Urteil. "Mein Bier ist etwas eingetrübt, da es nicht gefiltert ist", erklärt der Hobbybrauer. Ehefrau Heidi hat sich dazugesellt. Zu den Anfängen: „Begonnen hat alles in der Küche von Heidi. Meine ersten Brauversuche habe ich mit ihrer Unterstützung in der Küche durchgeführt. Vier Jahre hat sie mich dort ausgehalten, bis sie mich aus der Küche verjagt hat.“ Beide schmunzeln. "Dann bin ich in den Keller übersiedelt." Als leidenschaftlicher Biertrinker habe er seit der Jugendzeit den Wunsch verspürt, einmal sein eigenes Bier zu brauen. "So richtig losgegangen ist das Ganze im Februar 2013." Infos hat er sich aus dem Internet und Fachbüchern besorgt. „Im Mai habe ich das Gewerbe angemeldet.“

15 Biersorten gebraut

15 verschiedene Biersorten habe er im Laufe der Zeit gebraut, vier haben sich durchgesetzt (siehe Zur Sache). Jetzt wird „helles Saphir“, verkostet – echt hopfig. "Warum tust du dir das an? Das habe ich meinen Mann schon manchmal gefragt", unterbricht Heidi. "Aber ich weiß, ein Lebenstraum ist für ihn in Erfüllung gegangen, da unterstütze ich ihn gerne." Na dann: Prost!

Zur Sache:
Das Steffinger Lepus-Bräu kann im Rampenverkauf beim Brauer und in Flaschen abgefüllt bei Nah & Frisch Gierlinger in Haslach und im Gasthaus Mayr erworben werden, dort wird es auch vom Fass gezapft.
Jahresausstoß: 50 Hektoliter.
Das Sortiment umfasst aktuell vier Biersorten.
Das Original: erste Biersorte, die von Eckerstorfer gebraut wurde, entspricht einem Märzenbier, ist gut trinkbar.
Alt Wiener: untergärig, Anlehnung an ein altes Rezept, eher malzig.
Bernstaoa: obergärig, Farbe gibt den Namen, entspricht einem Alt-Bier.
Helles Saphir: sehr hopfig, nach Hopfennamen benannt, Pilsnote.
(nach einer Einschätzung durch den Brauer)

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