"Ball liegt beim Land"

Afiesl könnte aufgeteilt werden zwischen St. Stefan, Helfenberg und Schönegg.
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  • hochgeladen von Karin Bayr

SCHÖNEGG, VORDERWEIßENBACH. Einstimmig hat der Gemeinderat am Donnerstag beschlossen, mit der Gemeinde Vorderweißenbach fusionieren zu wollen. Diese Entschlossenheit hatte sich bereits abgezeichnet, nachdem zuvor 70 Prozent der Schönegger in einer Befragung für eine Fusion mit Vorderweißenbach gestimmt hatten. Der Zeitplan für die Fusion ist ambitioniert. "Wir gehen davon aus, dass die Fusion mit 1. Jänner 2018 über die Bühne gehen wird", sagt Schöneggs Bürgermeister Peter Pagitsch. "Der Ball liegt derzeit beim Land, wir haben den Grundsatzbeschluss weitergeleitet", sagt er zum aktuellen Stand der Dinge. Das Land müsse sich nun mit der Verlegung der Bezirksgrenzen auseinandersetzen. Erst dann käme noch jede Menge Arbeit auf die Verantwortlichen in Schönegg zu. "Es wird noch Verhandlungen mit diversen Verbänden geben müssen. Auch bei der Gebührenordnung gibt es noch offene Fragen", denkt Pagitsch weiter.

Wall trauert Lösung nach

Zu wenig weit gedacht haben die Verantwortlichen in der Helfenberger Region, laut Landtagsabgeordneter Ulrike Wall (FPÖ). "Ich finde es schade, dass wir keine Lösung innerhalb des Bezirks Rohrbach zusammengebracht haben", sagt sie. Zwischen den Gemeinden Helfenberg und Ahorn zeichnet sich ebenfalls eine Fusion ab.

Afiesl filetieren?

Wall fürchtet, dass das Gemeindegebiet von Afiesl auf die Nachbargemeinden aufgeteilt werden könnte. Von Landesrat Max Hiegelsberger heißt es dazu: "Auch wenn eine Fusion mit einzelnen Ortsteilen auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, gilt es immer dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger zu entsprechen. Die Gemeinden sind bemüht, alltagstaugliche und praktische Lösungen anzubieten, die der Lebenswelt der Gemeindebürgerinnen und -bürger entsprechen. Die Bürgerinnenbefragung wird Klarheit bringen."

Helfenberg benachteiligt

Eine Aufteilung Afiesls würde laut Wall dazu führen, dass der Großteil der steuerbringenden Arbeitsplätze nach St. Stefan oder Vorderweißenbach abwandert. Insbesondere Helfenberg, das mit Schulen, Kindergarten und Freizeiteinrichtungen einen wesentlichen Teil der Infrastruktur für die Region zur Verfügung stellt, würde darunter nachhaltig leiden", glaubt sie. Sie hat Landeshauptmann Thomas Stelzer in einem Brief gebeten, lenkend einzugreifen, um der finanziell und strukturell benachteiligten Region Helfenberg eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Zur Sache:

Einigkeit herrscht wider erwarten bei der Feuerwehr: Schönegg und PIberschlag wechseln vom Abschnitt Rohrbach in den Abschnitt Leonfelden.

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