Zukunftsranking 2020
Bezirk Rohrbach fällt deutlich zurück

Der Bezirk Rohrbach ist im Zukunftsranking zurückgefallen.
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  • hochgeladen von Sarah Schütz

Bereits zum dritten Mal hat das Beratungsunternehmen Pöchhacker Innovation Consulting GmbH alle 94 politischen Bezirke Österreichs unter die Lupe genommen. 

BEZIRK ROHRBACH. 36 Faktoren aus den Bereichen Lebensqualität, Wirtschaft und Innovation, Arbeitsmarkt und Demographie wurden analysiert. Das Zukunftsranking soll als Gradmesser für die Attraktivität einer Region dienen.


Um 42 zurückgefallen

Rohrbach zählt zu den zehn Bezirken, die im Zukunftsranking 2020 am weitesten nach hinten rückten. Er ist auf Platz 72 und damit um 42 Ränge weiter hinten, als im Vorjahr gereiht. Ausschlaggebend für die Platzierung ist ein Zurückfallen bei einer Reihe von Niveau-Indikatoren gegenüber den anderen Bezirken, wie etwa bei den Kennzahlen der Akademikerquote, der Kriminalitätsrate und der Versorgung mit Kindertagesstätten. Ein weiterer Grund für die schlechtere Platzierung ist der 79. Platz im Bereich Wirtschaft und Innovation. Positiv zeige sich der Bezirk bei den demografischen Indikatoren, mit einer hohen Frauenerwerbsquote von 77,20 Prozent und der mit 2,05 Prozent niedrigsten Arbeitslosenquote im Österreichvergleich. Die besten Werte weist die Region bei den Arbeitsmarktdaten mit Platz 22 im österreichweiten Vergleich auf.

"Rohrbach ist lebenswert"

"Die Studie ist für mich schwer nachvollziehbar, da keine Punktezahlen aufscheinen und ich daher nicht weiß, wie knapp es da zwischen den einzelnen Bezirken ist", so Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer. Seiner Meinung nach ist der Bezirk Rohrbach ein sehr lebenswerter und auch zukunftsfähiger Lebensraum, der natürlich auch mit seinen Problemen, wie zum Beispiel der Abwanderung zu kämpfen hat. "Wenn ich aber in der Studie lese, dass ein Grund für den Rückfall die Kriminalitätsrate ist, muss ich mich doch sehr wundern, nachdem wir angeblich einer der sichersten Bezirke Österreichs sind", bemängelt Lindorfer und ergänzt: "Es ist für mich ebenfalls schwer nachvollziehbar, dass wir bei der Akademikerquote und bei der Versorgung mit Kindertagesstätten innerhalb eines Jahres eine starke Abwärtstendenz haben sollen."

Ausbau der Infrastruktur

"Die Studie basiert vorrangig auf Daten zwischen 2017 und 2018 bzw. noch länger zurückliegenden Zeitreihen. Daher handelt es sich dabei mehr um einen Rückblick als um ein 'Zukunftsranking'", sind sich die Verantwortlichen der Rohrbacher Wirtschaftskammer einig. Trotzdem könne diese Analyse mithelfen, den Ist-Zustand zu bestimmen und die eigene Ausrichtung zu schärfen. „Wir sehen uns bestärkt in der Forderung nach einem Ausbau der regionalen Infrastruktur", sagt Wirtschaftskammer-Obmann Andreas Höllinger zu den Ergebnissen. Dazu zähle der Breitband-Ausbau ebenso wie die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und nicht zuletzt der Ausbau des Straßennetzes, inklusive Anbindung an die Zentralräume.

Auf dem richtigen Weg

„Unabhängig von einem eher willkürlichen Ranking, kennen wir die Herausforderungen unserer Region“, sagt WKO Leiter Klaus Grad und ergänzt: „Wir wissen um die demographischen Herausforderungen, um den 'Brain Drain' von gut ausgebildeten Jugendlichen, um die Bedeutung von Betriebsgründungen und –ansiedelungen im High-Tech- bzw. wissensintensiven Bereich." Das Allzeithoch bei den Gründungen in den letzten Jahren, die dauerhaft niedrigste Arbeitslosenrate in Oberösterreich, die Erfolge des Wirtschaftsparks Oberes Mühlviertel und die stark gestiegenen Beschäftigtenzahlen zeigen, dass der Bezirk Rohrbach bereits auf dem richtigen Weg ist.

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