BezirksRundschau Rohrbach sammelt heuer für Anna

<f>Mutter Inge</f> mit ihren Töchtern Lisa (l.) und Anna (r.).
  • <f>Mutter Inge</f> mit ihren Töchtern Lisa (l.) und Anna (r.).
  • Foto: Foto: A. Höller
  • hochgeladen von Annika Höller

KOLLERSCHLAG (anh). "Wahrscheinlich wird das Kind schwerstbehindert oder stirbt." Dieser Satz eines Arztes traf Alois und Inge Rauecker-Hofer wie ein Blitz. Wir reisen zurück ins Jahr 2003. Das Haus in Mollmannsreith war gerade fertig geworden, die Hoffnung, dort mit den Zwillingen ein schönes Leben zu führen, groß. Doch dann dieser Schicksalsschlag. "Anna hatte nach drei Tagen eine schwere Gehirnblutung. Wahrscheinlich, weil die zwei Frühchen waren", erinnert sich die Mutter. Das erste halbe Jahr war für die Eltern schrecklich: "Anna hatte ständig Bauch- und Kopfschmerzen und weinte viel. Gleichzeitig brauchte aber auch Lisa Aufmerksamkeit und war oft eifersüchtig. Wir kamen nie zur Ruhe". Das schwierigste aber war für Inge, tatsächlich anzunehmen, dass ihr Kind beeinträchtigt sein wird.

Viele Operationen

"Nach ein paar Monaten wurden bei Anna die Schmerzen zum Glück etwas weniger", erzählt sie weiter. Dafür wurden die Operationen und Therapien umso mehr. Egal, ob Sehnenverlängerungen, Hüft- und Kniebeuger-OPs oder Reha-Aufenthalte – die Kollerschläger verbrachten viel Zeit in Spitälern. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Denn: Die mittlerweile 14-Jährige hat eine spastische Tetraparese, die beide Beine und den rechten Arm betrifft, und sitzt somit im Rollstuhl. Eine künstliche, medizinische Verbindung, ein sogenannter Shunt, leitet die Gehirnflüssigkeit ab, damit es nicht zu einem "Wasserkopf" kommt. Außerdem leidet das Mädchen an einer Blasenekstrophie, einer angeborenen Fehlbildung der Blase. Sie ist daher auf eine Katheterisierung angewiesen. Ihre Blase muss ihre Mutter drei Mal täglich entleeren. "Dazwischen muss regelmäßig gespült werden, damit es nicht zu Blasenentzündungen kommt", berichtet Inge.

Trainer und Tastatur

Trotzdem ist Anna sehr aufgeweckt und freundlich, ein "richtiges Stehaufmännchen", wie ihre Mutter sagt. Diese weiß: Es hätte noch viel schlimmer kommen können. "Die Ärzte haben uns anfänglich wenig Hoffnung gegeben. Geistig ist Anna aber gesund." Die Hilfsmittel, auf die sie in ihrem Leben angewiesen ist, kosten jedoch sehr viel Geld. Gerade wird das Haus mit einem Außenlift zumindest ein Stück weit barrierefrei gemacht. Die Wunschliste ist damit aber noch längst nicht abgehakt. "Anna ist in letzter Zeit viel gewachsen, da ist es wichtig, mit der Therapie am Ball zu bleiben", sagt die Mutter. Ein Bewegungstrainer könnte hierbei helfen. Auch eine Einhandtastatur würde dem Mädchen das Leben erleichtern und wäre gleichzeitig eine Investition in die Zukunft. Denn: Anna hat große Pläne. Sie möchte nach der NMS Hofkirchen einmal im Büro arbeiten – am liebsten als Empfangsdame. "In absehbarer Zeit sollten wir auch das Bad behindertengerecht gestalten", erzählt Inge weiter.

Wink des Schicksals

Doch bei all den Umbauarbeiten fehlt einer: der Vater. Dieser verstarb letztes Jahr überraschend mitten in der Adventszeit an Herzversagen. "Er hatte Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, eine Schrumpfniere und war das Jahr zuvor sehr viel im Krankenhaus gewesen", sagt Inge. Gleichzeitig könnte auch ein schwerer Autounfall 1995, bei dem sich Alois etliche innere Verletzungen und Brüche zugezogen hatte, dabei noch eine Rolle gespielt haben. Seither hat sie ihre Arbeitsstunden verringert und muss sich alleine um die Töchter kümmern. "Als dann heuer genau zu Alois' Geburtstag der Anruf der BezirksRundschau gekommen ist, war das irgendwie ein Wink", freut sich die Kollerschlägerin.

Zur Sache

Spenden Sie jetzt an den Verein BezirksRundschau-Christkind in Rohrbach für Anna Rauecker.
Zahlscheine liegen ab 22. November in den Raiffeisenbanken auf oder überweisen Sie per Online-Banking:

Verein BezirksRundschau-Christkind
Raiffeisenlandesbank OÖ
IBAN:
AT78 3400 0000 0277 7720
SWIFT: RZOOAT2L

Die Spenden werden automatisch im Steuerausgleich berücksichtigt. Bitte geben Sie dafür im Verwendungszweck folgende Daten vollständig an, da nur so eine Zuweisung garantiert werden kann:
• Kennwort "Rohrbach"
• Vor- und Zunamen
• Adresse
• Geburtsdatum

Datenschutzinformation für Spender:
meinbezirk.at/ds-christkind
*Hafenstraße 1-3, 4020 Linz, ZVR 863416870, SO-6854

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