Landesgartenschau 2019
"Bio.Garten.Eden" wurde eröffnet: Ein Naturerlebnis für alle Sinne

<f>Als Siegerin</f> beim Flesserl-Flechten bei der Eröffnung der Schau ging Bürgermeisterin Elisabeth Höfler (2. v. l.) hervor.
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  • <f>Als Siegerin</f> beim Flesserl-Flechten bei der Eröffnung der Schau ging Bürgermeisterin Elisabeth Höfler (2. v. l.) hervor.
  • Foto: Alle Fotos: Helmut Eder
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Die 7. OÖ. Landesgartenschau in Aigen-Schlägl lädt zum Genießen, Entdecken und Entschleunigen ein. 

AIGEN-SCHLÄGL (hed). “Es ist das Biozertifikat, das europaweit für eine Gartenschau einzigartig ist, das sie von bisherigen unterscheidet", sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Auch das dahinter steckende Konzept sei besonders. „Die Landesgartenschau ist ein Aushängeschild für unser Bundesland“, so Stelzer bei der Eröffnung vergangene Woche. Er erwarte sich an den insgesamt 150 Ausstellungstagen auch viele internationale Gäste und eine Belebung des Tourismus – nicht nur in der unmittelbaren Region. Weit über die Grenzen des Geländes hinaus hinterlässt der „Bio.Garten.Eden“ schon jetzt seine Spuren: Sie werden etwa sichtbar an den architektonischen Veränderungen im Stift Schlägl, bei der Innenhofgestaltung mit direktem Zugang zum Stiftskeller, in der neu gestalteten Brauerei oder in der Bioschule. All dies wird auch danach der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Diesen nachhaltigen Nutzen für die Region betont auch Elisabeth Höfler, Bürgermeisterin von Aigen-Schlägl. „Dafür haben alle an einem Strang gezogen“, meint sie dankbar.

Berührendes Engagement

Die Bio-Ausrichtung war für Geschäftsführerin Barbara Kneidinger und den Landschaftsarchitekten Tobias Micke eine besondere Herausforderung. „Es ist uns aber gut gelungen, gemeinsam mit allen Beteiligten die Themen 'Bio', 'Garten' und 'Eden' zu einem Themenstrang zu verknüpfen“, resümieren sie. Bei der Umsetzung hätten viele Mühlviertler vor Ort aktiv mitgearbeitet. „Das hat mich berührt“, schwärmt Micke im Interview mit Biogärtner Karl Ploberger, der zur Eröffnung angereist war. Er ergänzt: "Die Leute haben sich damit selbst ein Geschenk gemacht“. Für Abt Martin Felhofer ist der "Bio.Garten.Eden" ein Ort zum Wohlfühlen und Entschleunigen. „Besonders der Schöpfungsgarten lädt zum Seele-Baumeln-Lassen ein“, verrät er. Dort sollte man sich aber auch unserer Schöpfungsverantwortung bewusst werden. Festredner Pater Johannes Pausch, Prior im Europakloster Aich in St. Gilgen, meint: „Es müssen Seelenmenschen gewesen sein, die diese Schau geschaffen haben“. Hier sei wahrlich ein Paradies auf Erden entstanden.

Bio genießen

Argarlandesrat Max Hiegelsberger bezeichnet das Mühlviertel als „Wiege des biologischen Landbaus“. "Bei der Schau wird das Thema 'Bio genießen' in seiner gesamten Bandbreite gezeigt und es werden die Schwerpunkte unserer Schule in den Mittelpunkt gerückt“, erklärt hingegen Johann Gaisberger, Direktor der ersten Bio-Schule Österreichs. Man wolle laut Hiegelsberger damit „bestärken, was in der Region schon vorhanden ist“. Die Geschäftsführerin hofft, dass das Angebot gut angenommen wird und sich die Menschen viele Infos vor Ort für den eigenen Garten holen können. Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln, Ressourcen und dem Menschen steht schließlich im Mittelpunkt. „'Bio.Garten.Eden' soll etwas zum Nachahmen und Weitergeben im Hinblick auf Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur darstellen", so Kneidinger. Mehr Infos online: https://www.biogarteneden.at.

Meinungen am ersten Öffnungstag der Schau 

 „Gesprächssplitter“ rund um die Landesgartenschau hat Redakteur Helmut Eder aufgeschnappt:

• Ein Ehepaar aus der Region: "Meine Frau und ich haben schon eine Jahreskarte erworben. Wir erfreuen uns am schönen Ambiente und am bunten Programm rund um das Stift und entlang der 'Michl'. Wir wollen das den ganzen Sommer über genießen und auch einmal einen 'Schluck Heimat' im Gastgarten der Ausstellung mit Freunden genießen."
• Abt Martin Felhofer: „Wir möchten als Stift präsent sein. Nicht nur durch unser Gebäude, sondern auch durch unser klösterliches Leben und Begegnungen."
• Reinhold Petz, Direktor der Polytechnischen Schule Aigen-Schlägl: "Unsere Schüler wurden schon in die Vorbereitungsarbeiten miteinbezogen und in Projekte integriert. Als Auftragsarbeit haben wir den 'Welcome Desk' aus Altholz gefertigt. Auch Workshops werden wir hier abhalten."
• Johann Gaisberger, Direktor der Bioschule: "Viele Einrichtungen wie den Lehrbienenstand, das Bodenprofil oder die Infrastrukturhütte können wir später nachhaltig in der Schule nützen."

Zur Sache 

• Die 15 Hektar große Landesgartenschau mit 25 Schaugärten und 6.000 Quadratmetern Blühfläche ist bis 13. Oktober von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Auf dem Gelände befinden sich auch eine Spielterrasse für Kinder und Wasserspiele.
• Drei Jahre haben die Vorbereitungsarbeiten gedauert.
• Die nächsten Höhepunkte: 21. Architekturfrühling des Architekturbüros Arkade am 23. Mai mit Führung durch die Landesgartenschau mit Gartenschau-Architekt Tobias Micke (Treffpunkt 10 Uhr, Bioschule), Programminhalt: https://meinbezirk.at/3347505; Rundgang „800 Jahre Stift Schlägl“ mit Markus Rubasch (Treffpunkt 13 Uhr, Stiftspforte); Vortrag von Ute Woltron „Arbeiten und Leben in gewachsener Struktur unter Berücksichtigung von Landschaft und Natur“ (19 Uhr, Bioschule); Ausstellung "Sichtbar", 23.-25. Mai 2019, Bioschule
• Themenmonat "Bienen und Blumen": 17. Mai bis 9. Juni

Fotos: Eder

Autor:

Helmut Eder aus Rohrbach

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