Corona-Virus
"Bitte befolgt unbedingt die Anweisungen!"

Andreas Lindorfer, Dominik Reisinger und Stefan Dobersberger.
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  • Andreas Lindorfer, Dominik Reisinger und Stefan Dobersberger.
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Nach massiven Grenzkontrollen, österreichweiten Schulschließungen und der Absage von tausenden Veranstaltungen folgt nun ein weiterer Einschnitt ins soziale Leben in Österreich: Es wurden viele Geschäfte und Lokale – mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken, Drogerien, Tierfuttermittelgeschäfte, Post und Banken – in ganz Österreich geschlossen. Soziale Kontakte sollen so weit als möglich vermieden werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. 

ROHRBACH-BERG. Mit Stand Dienstag, 17. März, 9.30 Uhr, gibt es in Oberösterreich 288 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Infizierten im Bezirk Rohrbach ist auf 12 gestiegen. Einige der Betroffenen aus Rohrbach haben sich in Ischgl angesteckt. Von dort ist ein großer Teil der Infektionen ausgegangen.

Die Anweisungen befolgen

Andreas Lindofer (ÖVP), Bürgermeister von Rohrbach-Berg äußerte sich zur aktuellen Lage: "Anfangs dachte ich, dass die Maßnahmen etwas 'überzogen' wären. Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, dass die Regierung hier eine sehr gute Arbeit leistet." Er bittet die Bevölkerung, die Anweisungen zu befolgen. "Wir müssen da jetzt wirklich als Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Mir ist es klar, dass gerade Eltern mit jüngeren Kindern, die jetzt vermutlich wochenlang zuhause sind und eigentlich keine Freizeitangebote haben, vor großen Herausforderungen stehen. Ich ersuche Sie aber, auch wenn es sehr schwer werden wird, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und die sozialen Kontakte so weit es geht zu unterlassen", betont Lindorfer. Er weist auf Möglichkeit der Zivilschutz-SMS hin, welche von Seiten der Stadtgemeinde eine schnelle Kommunikation mit der Bevölkerung ermöglichen würde. Nähere Infos unter zivilschutz-ooe.at

Ausbreitung bremsen

Verständnis für die drastischen Maßnahmen der Regierung zeigt auch Haslachs Bürgermeister Dominik Reisinger (SPÖ): "Wir müssen alles tun, um die schnelle Ausbreitung des Virus zu bremsen. Es geht vor allem um den Schutz älterer Menschen und von Risikogruppen. Hier sollen alle Generationen mithelfen und solidarisch denken." Die Informationskampagnen zwischen sachlicher Aufklärung und Panikmache seien laut Reisinger eine Gratwanderung. "Man sollte hier vor allem auf gesicherte Quellen achten", erläutert er. In diesen Tagen muss anders gedacht und vieles neu organisiert werden. "In enger Abstimmung mit dem Kindergarten und den Schulen wird es für jene Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können, einen eingeschränkten Betrieb geben. Wir wollen auch als Gemeinde unseren Beitrag leisten und appellieren an alle Bürger, die persönliche Vorsprache am Gemeindeamt auf wichtige Anlässe zu beschränken", betont der Haslacher Bürgermeister. Vieles kann über Telefon oder E-Mail-Verkehr abgewickelt werden. Reisinger appelliert an die Bevölkerung, ruhig und besonnen zu bleiben. "Gleichzeitig danke ich allen, die in diesen Zeiten mithelfen, das öffentliche Leben so gut wie möglich aufrecht zu erhalten", so Reisinger.

Ausreichend Ware vorhanden

"Wir Apotheken haben genug Desinfektionsmittel, und falls keine Ware mehr kommt, können wir selbst welches herstellen. Es kursieren momentan so viele Gerüchte, dass alles ausverkauft sei", sagt Stefan Dobersberger von der Stadtapotheke Mariahilf in Rohrbach-Berg. Die Leute wollen sich mit Medikamenten eindecken. "Wir sind bemüht, zu informieren und alle mit ihren Medikamenten zu versorgen. Momentan ist alles noch in ausreichender Menge vorhanden", erklärt der Apotheker.

Andreas Lindorfer, Dominik Reisinger und Stefan Dobersberger.
Autor:

Sarah Schütz aus Rohrbach

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