Corona-Virus
Caritas Servicestelle für pflegende Angehörige

ROHRBACH-BERG. Einen Angehörigen zu pflegen, ist herausfordernd. „Durch die Corona-Krise spitzt sich die Lage in den Familien zu. Entlastungsangebote fallen weg und die Angst, dass die zu pflegende Person angesteckt wird, bringt Betroffene an ihre Belastungsgrenze“, weiß Ute Maria Winkler von der Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige in Rohrbach. Sie steht in diesen schwierigen Zeiten Betroffenen im Bezirk nach wie vor von Montag bis Freitag, von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 0676/8776 2443 für psychosoziale Beratungsgespräche zur Verfügung.

Tagesbetreuungen geschlossen

In Oberösterreich leisten 65.000 Menschen tagtäglich Betreuungs- und Pflegearbeit für ihre Angehörigen. Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bringen diese zunehmend an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit. „Die Tagesbetreuungen sind geschlossen und die mobile Pflege ist auf ein Minimum reduziert. Dazu kommt, dass die eigenen sozialen Kontakte oder persönliche Auszeiten, die den pflegenden Angehörigen sonst als Kraftquelle dienen, sich von heute auf morgen in Luft aufgelöst haben“, schildert die Caritas-Mitarbeiterin.

Caritas-Mitarbeiter telefonisch erreichbar

„Es hilft alles nichts, da muss ich jetzt durch!“, hat vor kurzem eine Anruferin zu Ute Maria Winkler von der Caritas-Servicestelle gesagt. Tapfere Worte, denen die Caritas-Mitarbeiterin leider zustimmen muss. Ihr sei es sonst immer ein Anliegen, gemeinsam nach Entlastungsangeboten für die Betroffenen zu suchen, an einer Veränderung von überfordernden Situation zu arbeiten oder zu ermutigen, mehr auf sich selber zu achten. Das sei aber aufgrund der Corona-Krise alles derzeit nicht möglich. Die Mitarbeiter von der Caritas-Servicestellen sind aber zumindest telefonisch da, wenn sich pflegende Angehörige die belastende Situation, ihre Sorgen und Ängste von der Seele reden wollen. Das löst zwar keine Probleme und bringt den Betroffenen auch keine durchgehende Nachtruhe, aber das Gefühl, in Krisen nicht alleine zu sein, hilft sie besser zu bewältigen. "Für andere da sein geht auch am Telefon“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Ute Maria Winkler.

Für sonstige Fragen rund um die Pflege von älteren Menschen steht auch die PflegeHotline unter
051/775 775 zur Verfügung.

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