Bürger retten Burgen
"Das Betreten der Burg war lebensgefährlich"

Matthias Koopmann, Johannes Miesenböck und Thomas Neundlinger.
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BEZIRK ROHRBACH (srh). "Hätten wir 2011 nicht mit der Sanierung begonnen, dann würde es die Burg heute nicht mehr geben", erklärt Matthias Koopmann, Projektleiter und Archäologe aus Passau. Die Rede ist von der Erhaltung der Burgruine Falkenstein. Mit dem Projekt Falkenstein wollen die Initiatoren zeigen, dass man solche Anlagen nicht sich selbst überlassen muss. "Es kann etwas unternommen werden. Jeder darf sich bei der Rettung einer Burgruine einbringen", sagt Koopmann. Seit 2011 kommen Jahr für Jahr Helfer aus Österreich, Bayern und Tschechien um sich für das bedrohte Denkmal zu engagieren.

Maßnahmen für die Sanierung

"Es war nichts mehr zu erkennen. Erst bei einem genauen Hinblick sah man, dass hinter den Schuttmassen noch ein Mauerwerk war", so Koopmann. Der Verfall der Burg sei dramatisch gewesen. Der Projektleiter schildert die Situation:" Die Fenster waren bereits herausgebrochen. Nach einer aufwendigen Säuberung wurden die Fensterpfosten wieder eingesetzt und die Mauer exakt rekonstruiert." Mit einer fachlichen Anleitung arbeiteten sich die Initiatoren mit den Helfern Stück für Stück voran. Nun sei die Burg in einer stabilen Situation, welche die nächsten Jahrzehnte halten soll. "Vor den Arbeiten hätte man das Gelände nicht betreten können. Es wäre lebensgefährlich gewesen", erläutert Koopmann. Das Ziel ist es, die Burg für die Öffentlichkeit wieder begehbar zu machen. Diese zähle zu den größten und bedeutendsten Burganlagen in Oberösterreich. "Ein paar Jahre brauchen wir noch, bis alles fertig ist. Das kommt auf die Anzahl der freiwilligen Helfer an", erläutern die Initiatoren.

Förderung des Projekts

"Die Fördermittel werden von Interreg Österreich Bayern zur Verfügung gestellt", sagt Johannes Miesenböck, Regionalmanager für grenzüberschreitende Zusammenarbeit vom Regionalmanagement OÖ GmbH. Den Erhaltungsverein der Burgruine Falkenstein könne man ebenfalls unterstützen. Mit einem Jahresbeitrag kann man Mitglied im Verein werden. Anstelle des Mitgliedsbeitrages kann ersatzweise auch einen Arbeitstag im Rahmen der Sanierungswochenenden absolviert werden. Anmeldeformular gibt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.hofkirchen.at

Die Arbeit dokumentieren

Heuer ist die erste Ausgabe der Falkensteiner Hefte erschienen. In diesen werden die Projekte und Aktivitäten der Erhaltungsinitiativen vorgestellt. Im ersten Band geht es unter anderem um den Ruinenerhalt und Denkmalschutz in Österreich.  Mehr Infos dazu bekommt man am Gemeindeamt in Hofkirchen.

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