Notstromaggregate für Privathaushalte
"Die Gefahr ist größer als der Nutzen"

Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, welche gesetzlichen Vorgaben unterliegen.
  • Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, welche gesetzlichen Vorgaben unterliegen.
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  • hochgeladen von Sarah Schütz

Zivilschutz-Bezirksleiter Valentin Pühringer erklärt, was man bei einer Anschaffung eines Notstromaggregates beachten muss.

BEZIRK ROHRBACH. Fast täglich gibt es im Zivilschutzbüro Anfragen, welche Notstromaggregate zur Vorsorge für einen Blackout empfohlen werden. "Grundsätzlich sagen wir: Für Privathaushalte gibt es wichtigere Dinge, die man für Katastrophenfälle braucht. Produkte, die einfacher und kostengünstiger in der Anschaffung sind, wie zum Beispiel ein Notfallradio, eine Notkochstelle, Decken und Lebensmittelvorräte", sagt Zivilschutz-Bezirksleiter Valentin Pühringer. 

Nicht in geschlossenen Räumen betreiben

Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, welche gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Geräte mit Verbrennungsmotoren dürfen laut Pühringer niemals in geschlossenen Räumen – auch nicht Garagen, Keller oder Werkstätten – betrieben werden. Voraussetzung für eine Einspeisung sei auch die richtige Infrastruktur am Gebäude. „Bei nicht optimaler Installation kann der Betrieb eines Notstromaggregates etwa die hochsensiblen Steuerungsgeräte von Heizungsanlagen, Küchenherden, TV-Geräten und Computern beschädigen“, erklärt der Zivilschutz-Bezirksleiter.

Außerdem muss Treibstoff bevorratet werden, der aber nur eine begrenzte Haltbarkeit hat und richtig gelagert werden muss. "Wer sich aber unbedingt ein Notstromaggregat anschaffen will, muss auf jeden Fall ein konzessioniertes Elektrounternehmen beauftragen und das Bauamt der Gemeinde über das Vorhaben informieren", betont Pühringer.
 

Kohlenmonoxid kann tödlich sein

In der letzten Zeit lese man immer häufiger von Todesfällen durch unsachgemäß betriebene Notstromaggregate. Dabei handelt es sich oft um eine Kohlenmonoxid-Vergiftung bzw. Verbrennungen. "Kohlenmonoxid ist ein äußerst giftiges farb-, geruch- und geschmackloses Gas, welches unter anderem durch eine Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen (z.B. Holz, Gas, Benzin oder Öl) unter unzureichender Sauerstoffzufuhr entsteht. Dieses Atemgift behindert den Sauerstofftransport im Blut, was schnell zum Tod durch Erstickung führen kann", informiert Pühringer.

Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und grippeähnliche Symptome. Wertvolle Tipps zur Vermeidung von Kohlenmonoxidunfällen gibt es in der Broschüre „Meine Sicherheit“ beim OÖ Zivilschutz. Diese kann man kostenlos unter www.zivilschutz-shop.at bestellen.

Richtiges Verhalten bei Verdacht auf einen CO-Austritt

  • Öffnen Sie zur Lüftung Ihrer Wohnung alle Türen und Fenster, schalten Sie alle Geräte aus.
  • Alle Personen müssen schnellstmöglich die Räume bzw. das Gebäude verlassen – wichtig ist Frischluft.
  • Gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten
  • Notruf absetzen 
  • Die Einsatzkräfte über die Möglichkeit einer erhöhten CO-Konzentration informieren.


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