"Die Krise ist noch nicht da"

Wolfgang Weissengruber, Helmut Eder, Andreas Knollmayr, Franz Galler, Michael Ecker, Gotthard Wagner, Andreas Kupfer.
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HASLACH (pirk). Franz Galler wollte vom Publikum im bis auf den letzten Sessel gefüllten Haslacher Pfarrsaal wissen: "Ist die Krise schon vorbei?" Seine drei Antwortmöglichkeiten: 1. Ja, ist vorbei. 2. Weiß nicht. 3. Die war noch gar nicht da. Die enorme Zustimmung für Nummer drei zeigt, wie aktuell das Thema "Versorgungssicherheit in der Krise" ist. Galler erklärte, wie in Berchtesgaden schon seit vielen Jahren an Alternativen zum derzeitigen System gearbeitet wird. Resultate sind unter anderem ein Dorfladen, Tauschringe, die "Währung" des Sterntalers, Permakulturprojekt, Photovoltaikanlagen zur Energieunabhängigkeit und vieles mehr. Ein weiteres funktionierendes Beispiel kam aus dem Bezirk Freistadt: "Es ist uns gelungen, die Nachbarschaftshilfe wieder zum Leben zu bringen", sagte Wolfgang Weissengruber. Beweggrund für sein Modell der Zeitgenossenschaft war der Wunsch nach einem gerechteren Wirtschaftssystem. "Geld geht dorthin, wo schon viel ist", sagte Weissengruber und führte die Komplementärwährung "a guade Stund" ein. Rund 200 Personen nutzen das Modell im Bezirk Freistadt. Gruppen im Strudengau, in Perg und im Grenzland zu Passau haben das Modell übernommen. Michael Ecker aus Hellmonsödt hat "a guade Stund" auch in "Wir Mühlviertler" übernommen. "Alles, was wir an Dingen des täglichen Bedarfs haben, ist globalisiert", sagte Ecker.

Mühlviertler Revolution
Gemeinsam mit Andreas Knollmayr aus Niederwaldkirchen will er deshalb eine wie er sagte "Mühlviertler Wirtschaftsrevolution". Produkte aus dem Mühlviertel sollen unter einer Dachmarke angeboten werden - in bestehenden Lebensmittelgeschäften und über einen Onlineshop. Details dazu gab es noch kaum. Ende Oktober soll die Marke jedoch präsentiert werden. "Wenn es um Krise geht, sollen wir Dinge denken, die man bisher nicht zu denken gewagt hat", sagt Knollmayr.

Protokoll der 9. Unterkagerer sunnseitn-Gespräche am 8. September 2012 (nicht vollständig)
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Thema: „Versorgungssicherheit in der Krise“
Podiumsteilnehmer:
Franz Galler (D), RegioSTAR eG, www.regiostar.com
Michael Ecker (A), „Wir Mühlviertler“, www.wirmuehlviertler.net
Wolfgang Weissengruber (A), Zeitgenossenschaft, www.zeitgenossenschaft.at
Andreas Knollmayr (A), Handelskaufmann
Moderation: Andreas Kupfer, Regionalentwicklungs- und Bildungsmanager
Musikalische Begleitung: Leinöl (A) aus Julbach

Helmut Eder, önj Kasten (www.oenj.at, www.sunnseitn.org)
Begrüßung und Einleitung
Bei Vorbereitung zur sunnseitn sind wir auf dieses Thema aufmerksam geworden.
Nur dann zu Lösung für Zukunft, wenn Leute wieder mehr eingebunden sind, Initiativen übernehmen, Politiker müssen Leute wieder mehr einbinden.
Auch bei uns schon Initiativen: bringen wir zusammen und tauschen wir aus. Ein Ansatz.
Referenten sollen Impulse setzen
Nicht zu jammern, sondern selbst Initivitve ergreifen – das hat Andreas Knollmayr im Vorfeld gesagt – wir greifen das auf.

Moderator Andreas Kupfer
Thema ist hochaktuell. Es geht also um Versorgung, Sicherheit und Krise. Die Krise ist uns seit geraumer Zeit bekannt: Klimakrise, Wirtschaftskrise, Finanzkrise.
Finanzkrise ist die schwerste Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Sparmaßnahmen, Kosten müssen von der Allgemeinheit getragen werden.
Unsicherheit bei Job, Zukunft wächst. Bedürfnis nach Sicherheit steigt. Weniger Kredite, weniger ausgaben
Wunsch nach Sicherheit der Versorgung nach Produkten und Lebensmitteln, ländlicher Raum auch nach Bildung, Mobilität, Energie, Kunst und Kultur.
Studie der Österreichischen Raumordnungskonferenz einige Monate alt besagt: Ballungsräume werden weiter wachsen, von Veränderungen profitieren, Negativspirale für ländlichen Raum, Gesellschaft am Land wird älter, Energiebedarf steigt überall, Mobilitätsbewegung nimmt zu, Klimawandel ist überall Thema. Lösungswege diffus komplex, regional viele Initiativen.

Stellt die Podiumsteilnehmer vor:
Franz Galler aus Berchtesgaden: ausgebildeter Bankkaufmann, seit 2002 Vorsitzender des Sterntalervereins, Vorsitzender von Regiostar (Infos unter www.regiostar.com)
Wolfgang Weissengruber: Musiker, Musikschullehrer, Zeitgenossenschaft Freistadt, 200 Mitglieder, mehrere Gruppen bilden sich gerade im Mühlviertel
Michael Ecker: Hellmonsödt, „Wir Mühlviertler“, regionalen Leistung- und Produktanbieter vernetzen.
Andreas Knollmayr: Handelskaufmann, beliefert Händler mit Bioprodukten, Idee eigene Marke für Bioprodukte im Mühlviertel,

Impulsreferat von Franz Galler
Frage an das Publikum: Ist die Krise schon vorbei?
Ja ist vorbei
weiß nicht
die war noch gar nicht da (alle Hände in die Höhe)
warum passiert das nichts? Habe mir überlegt: habe den Fachleuten geglaubt, dann nicht mehr, wollte Leute aufklären.
Glaube, dass es uns allen noch viel zu gut geht. Werden eine Krise erleben, die wir noch nicht gesehen haben. Es gibt keine Sicherheit, außer in einer gelebten Gemeinschaft.
Haben nur ein Ziel: Region zu schützen für nachkommende Gesellschaften, weder parteipolitisch noch religiös motiviert.
Haben bereits einen Bioladen, haben Tauschring, Sterntaler, 2 Permakulturprojekte, 2 Photovoltaikanlagen,... Ausbildung an der Hochschule in München im Angebot: Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.
Die Sozialgenossenschaft im Geist der bayerischen Verfassung: zitiert Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl. Die wirtschaftliche Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenze in der Rücksicht auf den Nächsten. So sind z.B Konzerne und Preisabreden verboten, Monopolbildung ist unzulässig,...
Was heißt 3 % Wirtschaftswachstum? System ist nicht existent lebensfähig. Einfache Gleichung: Entwicklung in Deutschland von 1950 bis 2005. 3% Wirtschaftswachstum wird irgendwann nicht mehr gehen, denn unser System verursacht Krebswachstum
3% Wirtschaftswachstum heißt Verdoppelung in 25 Jahren. Sollten wir das schaffen, wird es immer weiter gehen. Wert von ? wird verachtfacht.
Mein Ansatz ist der Versuch, etwas Natürliches zu konstruieren. Müssen nur in Natur gehen. Zwei große Vorbilder: Leopold Kohr und Raiffeisen – habe dort gelernt.
Kleinere Gemeinschaften sind nicht weniger problematisch. Können das aber leichter meistern. Kohr: Wo immer etwas falsch ist, ist es zu groß geworden. Sein Begriff der Region: Geh auf einen Berg und schau, wie weit du sehen kannst. Das ist Region. Region ist dort, wo dein guter Name zählt, wo du den auch verlieren kannst.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen: war nie als Bank gedacht, auch nie als multiplizierbar gedacht. Hat gesagt: wenn wir heute nicht Bauern helfen, werden wir verhungern. Lagerhäuser errichtet. Bank darf nie größer als der Kirchsprengel werden. Was würde Raiffeisen heute tun? Energie, Wohnen,... gemeinschaftlich, genossenschaftlich organisieren
Geld wieder zu dem zurück: Geld ist Werkzeug, hat keine macht über uns, ein Werkzeug, um ziele der Region zu unterstützen.
3 Währungswunder:
Das wunder von Wörgl (1932/33)
die Schweizer Wir-Bank
das vorsorge-ticket System Fureai-Kippu in Japan (Stunde ist Maßstab für Währung)
genaue Informationen dazu und zum 3-Schalen-Modell auf : www.zallis.de, www.regiostar.com, www.nachhaltige-region.de

3-Schalen-Modell
Erste Schale ist Sterntaler, gibt es als Gutschein, auch als Kontenlösung (unbar mit Terminals), Kennzeichen ist, dass er eurogedeckt ist. Jeder Sterntaler ist eigentlich ein Gutschein gegen Euro. Sterntaler hat Minusverzinsung von 4 %. Er wird weniger wert. Wenn beide (€ und Sterntaler) in der Tasche sind, wird damit häufiger der Sterntaler verwendet. Hat ein Problem, ist eurogedeckt.
Darum vor zwei Jahren begonnen, die zweite Ebenen, den Genossenschaftskooperationsring zu bündeln: hier tauschen alle wie in einem kleinen Dorf. Jeder hat ein Konto, vergibt selbst ein Limit mit dem er mit seinem guten Namen haftet. Alle Kontenguthaben sind für alle sichtbar, geschlossener Kreislauf. Deckung sind Waren und Dienstleistungen. Im Monat zwischen 20.000 und 30000 Euro Umsatz.
In der Schublade ist die dritte Ebene: die Stundenbank. Wollen Guthabenstunden kaufen können oder erarbeiten (für alter). Zeit ist wertvollstes gut. Keine Verzinsung. Ich kann Stunde sparen, sie wir immer Wert erhalten. Damit noch nicht begonnen. Jemand der auf 20 Jahre Stunden spart, das braucht Vertrauen. Wollen gerade dritte stufe starten. Mit einigen Leuten.

Impulsreferat von Michael Ecker
Die Globalisierung von Nahrung, Energie, Medizin, Wirtschaft/Finanzen
Haben auch einen Titel MBB – Mühlviertler Bauern Bua. Es ist ein langer Weg, drei Jahre ist er bestimmt, wenn es um globale Themen geht. Bis es mir genug war. Wollte Lösungen anbieten. Alles, was wir an Dingen des täglichen Bedarfs haben, ist globalisiert. Wo bekommen wir Lebensmittel her, die uns gesund halten? Worauf können wir zurückgreifen, wo sind die Kreisläufe. Jeder ist gegen Atomkraft.
Es gibt Krankenhäuser. Wir werden als Bioroboter gehalten.
Das waren meine ersten Erkenntnisse. Neue Parteien werden gegründet, möchte euch nur sagen, alles hat sich auf Spitze der Pyramide entwickelt. Wir entscheiden nichts mehr. Gewisse Klubs entscheiden. Pyramide (von oben nach unten):
Elite
Geheimorganisationen
Großbanken
Banken
Lobbyismus Großkonzerne
Der Staat
Wir Menschen
Zeigt Folie, dass sehr viele Marken auf eine Handvoll Großkonzerne zurückgehen.
Bin überzeugt, dass schon einige nachdenken beim einkaufen, aber der Großteil der Menschen nicht.
Wir sind gefragt: Ich stellte mich voran. Folie mit einer Herde Schafe: „Wer mit der Herde geht, folgt nur den Ärschen“. Habe statt Ärschen die Gesichter der Schafe gesehen. Plötzlich ganz andere, wertschätzende Gemeinschaft.
Lösungen anbieten. Vision vom gallischen Dorf im Frühjahr 2011. Gruppe von Menschen erzeugt so einen Wirkungskreis, der immer größer wurde. Tauschgemeinschaft läuft sehr gut mit Zeitgenossenschaft (von Wolfgang Weissengruber). Wir wollen jetzt Marke etablieren: „wir Mühlviertler“. Logistik für Dinge des täglichen Bedarfs, Mühlviertler Wirtschaftsrevolution: das klingt ja spannend. Premiere:
Energie und Technik (Handwerk)
Autarke Stromversorgung, Treibstoff zur Fortbewegung, Handwerk
Erfinder Viktor Schauberger (Klaffer)
Stellt Erfinder vor: Tesla
Frage gegen Atomkraftwerke oder für neue Energien
Wie können wir uns alternativ fortbewegen – natürlich mit dem Radl, dazu braucht es Handwerker, die Räder reparieren
positiver Nebeneffekt Bierbäuche schwinden – durchtrainiert
Lebensmittel, Mittel zum Leben. Ob ich so etwas noch im Geschäft bekomme. Wasser ist das Um- und Auf. Unsere Grundwässer sind belastet: müssen auch in Landwirtschaft umdenken. Regionale Lebensmittelkreislauf wird umgesetzt. Bauern können wieder arbeiten, müssen nicht vermarkten, verkaufen. Wie man im Zukunft im Kreislauf der Natur wirtschaftet.
Wichtig, dass wir wieder auf Hilfsmittel aus der Natur zurückgreifen. Wichtig auch Netzwerke zu schaffen, damit es Notversorgung im Extremfall gibt. Bipolar: wo Krankenhaus muss es auch Gesundheitshaus geben auch schon bevor man krank wird etwas tun.
Das um und auf sind unsere Kinder: Fähigkeiten fördern, Gemeinschaft von klein auf, Bezug zur Natur, gesunde Lebensmittel, die Generation der Zukunft. Müssen bei ganz kleinen beginne, das zu ändern. Wir kommen mit Null im Kopf auf die Welt. Irgendwann muss man Programm, das hinaufgespielt wird, ändern. Fähigkeiten fördern, Talente fördern. Jeder ist gleich viel wert, wie der andere. Wir haben Kreis an Pädagogen und Menschen, die Kinder bilden wollen und nicht ausbilden.
Robert Rosenbauer: verein „Wir mühlviertler“ wird Obmann meine Reise geht über das Mühlviertel hinaus. Werden crowdfunding-Modelle aufstellen, damit Erfinder in ihre Berufung gehen können, Netzwerke aufbauen
Wertschöpfung soll im Mühlviertel bleiben. Anfang, Mitte Oktober starten wir mit dem Onlineshop.
Freier autarker Strom für alle: habe viele Erfinder kennengelernt. Tschernobyl, Fukushima, wann denken wir um. Habe vieles kennengelernt, was wir sofort umsetzten können.
Projekt Resonanzverstärker: haben schon revolutionäre Dinge. Wo wir heute Insellösungen schaffen können, können wir heute verstärken und damit wäre ich autark
Speichern mit Volksbatterie. Gibt es seit 1938. Heute sind wir da in der Steinzeit. 3 mal höhere Kapazität, kostengünstige Fertigung. Damit wollen wir für Energiewende sorgen.
Lebe deinen Traum! Wir können Systeme entwickeln, so viel wir wollen, aber es liegt an uns. Wo liegt dein Talent, das du von Geburt an hast.
UmdenkAkademie: wie kann ich Menschen in der Arbeit zum Aufblühen bringen? Das wird nicht nur im Mühlviertel bleiben. Wollen wir in alle Regionen Österreichs bringen.
Was ich sagen möchte: wenn wir anfangen, unsere Talente zu leben, werden wir aufblühen. Wenn System gefallen ist, sind immer noch selbe Leute da. Überleben in Eigenverantwortung, wie wir da rauskommen. Vernetzen wir uns – solange es noch geht.
In zwei Monaten wird es Kongress geben im Bezirk, wo wir Energietechniken vorstellen.

Vorstellung Zeitgenossenschaft durch Wolfgang Weissengruber:
franz Galler hat drei Währungswunder vorgestellt, im Bezirk Freistadt gibt es auch ein kleines Wunder. Aus einem Versuch mit ein paar Freunden ist tragfähiges Netzwerk entstanden. Weitere vier Netzwerke sind daraus entstanden.
Es ist uns gelungen: die Nachbarschaftshilfe wieder zum Leben zu bringen. Haben uns kultureller Reserve bedient: Tauschhandel. Währung ist a guate stund. Ist ein Zeitschein. Wer hilft bekommt dafür Zeitschein. Einlösbar für Leistung oder waren. Ist geldfreier Raum. Geben und nehmen halten sich immer die Waage. Beweggrund ist Wunsch nach gerechterem Wirtschaftssystem. Derzeit ist Modell fragwürdig. Durch Zinssystem sind fatale Mechanismen eingebaut. Geld geht dort hin, wo schon viel ist. Reich wird nicht, wer viel arbeitet, sondern viel anlegen kann. Verteilung von arm auf reich. Geld wird aus Schuld erschaffen. Zinsen müssen uns ständig über tisch ziehen, um an Geld zu kommen. Ist unethisch, verschlechtert.
Haben neue Spielregeln ausgetüftelt. Auf Wertschätzung und Fairness aufgebaut. Guate stund ist keine Komplementärwährung. Ist einerseits Lebensnetzwerk. Auch soziales Netzwerk – ein reales. Und Sicherheitsnetz. Fühlen uns besser gerüstet für schwierige Zeiten.
Brief von jungem Mitglied: zur richtigen Zeit die richtigen Menschen kennengelernt. In geldfreier Zone steigt Lebensqualität. Können uns auch Massagen, Reitstunden, etc leisten. Fühlen uns beschenkt und reich. Nicht reich an Geld, sondern an guten stunden.

Frage von Kupfer: wie groß, und wo in andere Regionen
Weissengruber: mit 7 Personen gestartet. Ein Jahr lang überlegt und auch am Spieltisch als Planspiel ausprobiert. Mit 30 Personen begonnen. Jetzt größer 200 Personen im Bezirk Freistadt. Weitere im Strudengau, in Perg und Grenzland zu Passau – und auch „wir Mühlviertler“ haben Modell übernommen.

Kupfer an Knollmayr: Frage nach Marke, Produkten, Zielen
Knollmayr: reichlich über Bio gelernt. Wenn mit Bruder gestritten abwechselnd ins Geschäft gesperrt. Über Produkte schlau gemacht. Systeme, was läuft falsch. Im Lebensmittelhandel gearbeitet. Von der Pike auf gelernt. Schwierig über Großhandel regionale Produkte zu vermarkten. Nur interessant, wenn jemand größere Regionen beliefern könne. Auf Jakobsweg Blasen statt Sinn des Lebens gefunden.
Wusste nur, dass die Zeit kommt, und ich Marke umsetzten kann. Dann die richtigen Leute. Ziel der Marke ist, das Potenzial auf einen Punkt zu konzentrieren. So viel Attraktivität, dass Großhändler kommen und Produkte haben wollen. Wenn Produzenten fragen. Helfe bei Vermarktung, dass Produkt in Geschäft kommt. Was bin ich mir wert? Dass ich Produkt kaufe, dessen Produzenten ich nicht kenne. Ich bin es mir wert, dass ich weiß, wo kommt Produkt her. Kann ich den besuchen, Bin ich mir das Wert? Bin ich mir lebendige Lebensmittel wert. Bin ich mir die Region wert, in der ich lebe. Ziel der Marke ist funktionierender Regionalkreislauf. Wenn Geldkrise – denn es kommt keine Wirtschaftskrise – ist mir das egal. Ich weiß Dort bekomme ich Milch her, dort Brot. Das ist Idee, die Vision dahinter.
Kupfer an Knollmayr: gibt es schon Produzenten, wie viele sind in diesem Netzwerk drinnen? Es gibt schon viele marken, auch im Biobereich. Wie wollt ihr euch abheben.
Knollmayr: Wird Mehl, Eier, Teigwaren geben. Gespräche laufen. Ist in der Aufbauphase. Gehe Schritt für Schritt. Es gibt viele Marken. Wenn ich mir das Genussland anschaue. Toll, was die machen, ist aber auf OÖ bezogen. Z. B. Müsli aus Braunau – will eher eines von Erde und Saat. Ich gehe zweiten Schritt, mache Region kleiner. Dann auf Bezirksebene und auf Ortsebene. Bis sich jeder Ort wieder selbst versorgen kann. Bauernmärkte. Kommen langsam wieder. Das ist die Richtung in die es gehen soll.

Diskussion ist eröffnet:
Frage von Hannes Helmreit: Mir fehlt im Mühlviertel ein einheitliches Produktsystem, das uns innerlich Identität gibt, das uns repräsentiert. Wenn wir uns da zusammenraufen können. Bins schon weit mit einer Mühlviertler -Würze. Wie kann man regional interne kommunikation fördern?
Galler: die Welt ist nie gleich und alle versuche, etwas wo anders einzuführen scheitern. Oft kopiert, nie erreich. Sollte Vorbilder geben, von anderen lernen, andere müssen Fehler nicht mehr machen. Wir sind Sozialgenossenschaft, wirtschaftlich viel auf Füße stellen, aber unter dem Dach einer Genossenschaft. Sollten mind. 30 Personen für tauschkreis sein. Bei 150, 200 hört Übersichtlichkeit auf. Prinzip des Dorfes. War etwa diese Größe, dann muss sich 30er-Gruppe abspalten. Nicht Macht aufbauen, sondern Macht verhindern.

Hans Gahleitner Arnreit: Erde & Saat. Was ist unser Problem: Raub des Steuersystem. Problem Hygienevorgaben. Bin für Hygiene. Sozialversicherung ist zu hoch. Fünf mal so hoch wie was ein Kleinbetrieb pro Produkteinheit Sozialversicherung zahlen muss. Gehe als Züchter aus Österreich weg – ich sage das ganz offen.

Frage nach Bauernmärkten als Alternative: Hinweis aus dem Publikum dass es in Rohrbach jeden Samstag einen gut funktionierenden Bauernmarkt gibt.

Frage: Unterschied zwischen gute Stunde und Zeitbank 55 plus
Weissengruber: Zeitbank 55 plus ist für Personen im Mittelalter und darüber. Zeitgenossenschaft hat keine Altersgrenzen. Finde ich sehr gut. Sollte viele verschiedene Währungen gleichzeitig geben. Zeitbank 55 plus auch gegen Geld kaufen möglich. Wir wollen von Geld unabhängig bleiben. Zu männlich weiblich: mit Zeitgenossenschaft aus Oberkappel zusammengesessen. Sind dort sieben Personen – alle sind weiblich.

Frage: Biodachmarke: Bioregion Mühlviertel Arbeitet ihr zusammen, oder ist das eigene Geschicht?
Knollmayr: stimmt gibt viele Marken im Mühviertel. Vielfältigkeit finde ich gut. Gesetz der Natur: der stärkere überlebt. Ich gehe meinen Weg: ich für mich weiß, das ist der richtige. Werde teil der Produkte auch über Internetshop anbieten. Schritt für schritt: klein anfangen, groß aufhören. Zu Hygienevorschriften: verweist auf Mobiler Käser bei dem der Bauern nur Kühlraum braucht. Vermisse: in jedem Ort müsste es einen Schlachthof geben. Auch das ist Ansatz, geht um Zusammenhalt.

Kupfer: wie regieren Behörden
Ecker: Zur Zeit noch nicht. Ist noch nicht Wahlkampf. Männer sind die Umsetzer, Frauen beobachten, nehmen an.
Resonanz ist durchaus positiv. Konzentriere mich nicht darauf, es allen Recht zu machen. Wer mit gehen will, geht mit. Will etwas verbessern für die Gesellschaft.

Frage zu Volksbatterie: soll die in Serie gehen, gegen Problem der Speicherung von Energie
Ecker: Es gibt so viele Technologien im Keller. Wollen nicht auf Markt, weil sie dort erledigt, fertig gemacht werden. Von Prototyp bis Serienfertigung kostet viel Geld. Biete an: Wir suchen Menschen mit Talenten, die Produkt umsetzen wollen, helfen dabei. Die Volksbatterie wollte schon Industrie produzieren, um 20.000 Euro verkaufen. Kann sich niemand leisten. Topf von Technologie schaffen und das möglichst weit verbreiten: müssen kleine Keimzellen unserer Gesellschaft stärken. Über unsere Kongresse verbreitet. Möchte, dass es wieder einen Lohnstandard gibt. Spannen, die Industrie frisst, habe ich lieber in der Region.

Johannes Jetschgo: Bin ein Kaufmann, der regionale Produkte seit 10 Jahren anbietet. Sage esst lieber weniger, aber was gscheits. Kostet mehr, aber dafür brauch ich nicht so viel hineinstopfen. In Sarleinsbach: habe viel gemacht. Möchte mehr haben, als ich bekomme. Wie stellen sie sich Logistik vor? Frage an Konsumenten: viele greifen zu billigerem Produkt. Händler müssen durchhalten beweisen.
Knollmayr: Es ist schon gelöst, nur wir wissen es noch nicht. Gibt überall Bäcker, die ins Gai fahren. Warum frag ich den nicht, ob er meine Produkte mitnimmt. Man kann sich ja zusammenschließen. Wenn es überall einen gibt. Wenn es um Krise geht, sollen wir Sachen denken, die man bisher nicht zu denken gewagt hat.
Wir werden Mitte / Ende Oktober die nächsten Schritte machen. Bauern sollen dann sprechen bei Starttermin. Können überall Vorträge machen. Ist großes Kommunikationspotenzial. Wichtig in regionalem Umfeld Produkte kaufen. Leute wissen gar nicht, wo es etwas gibt.

Oliver Huber (mit Franz Galler da): Bürokratie funktioniert gut. Was sagt Finanzamt zur guten Stunde?
Frage aus Publikum: Wie genau tauschen funktioniert. Wie erfahre ich, was es gibt? Online, Treffen? Wie funktioniert Umsetzung mit Waren?
Weissengruber: Dürfen Zeitgenossenschaft nicht mit Wirtschaftsring verwechseln. Bei uns tauschen nur Privatpersonen, was sie in der Nachbarschaft leisten können: auf Kinder aufpassen, Garten, Holzhacken, ...
Angebot und Nachfragen: haben Website wo alle sichtbar sind. Können in verschiedenen Kategorien angeschaut werden. Auch als Listen ausdruckbar. Auch Waren, wenn jemand zum Beispiel zu viel Gemüse im Garten hat.

Galler: erklärt System genauer:
Wir wollen, dort wo in der Region Lücken entstanden sind, das wieder schaffen. Permakultur, Dorfladen. Welcher Tauschring, hat die Möglichkeit. In Laden gehen und dort mit meiner Währung des Tauschens zahlen. Umbau mit Unternehmern finanziert, die (Hälfte) die bei unseren tauschringen mitmachen. In Praxis nie jemanden bringen, der eine Stunde für eine Stunde tauscht. Warum hab ich das mit dem Sterntaler so gemacht? Können nächste Woche sagen 100 Sterntaler sind das und das, damit wir in unserm Kreislauf alles abdecken können. Wir wollen Währung damit decken. Die Summe aller Konten ist immer Null. In dieser zweiten ebene müssen wir ein echtes Dorf abbilden. Alles, was wir brauchen. Ich muss sie natürlich zu 100 % versteuern. Wir schaffen aus freien damit schaffen wir ja neue Wirtschaftskraft. In der Region überschaubar und klein. Idee des Dorfes. Idee, die mir besser gefällt, eine stunde ist eine stunde, wird sich in der dritten ebene umsetzen. Das wird ein interessanter Prozess.

Ulli Schwarz: sind vor Jahren schon zusammengesessen, tauschkreis, regionale. Sage zu Sohn: Guthaben aufbauen für spätere Pflegeleistung. Gibt es dazu Überlegungen. In Kirchdorf: Mehrwertgeld. Kredite für keine, wenig Zinsen.
Galler: Widerstand: wenn du über Gemeindegrenzen hinweg dinge initiierst, bist du schon gefährlich. Wir sind in Pilotprojekt: wie werden wir in Zukunft leben. Zeit: werden vorhaben, Zeit zu kaufen. Wird sagen oben Minuszinsen. Langfristige Investitionen werden belohnt, durch keine Minuszinsen. Genossenschaft: irgendwann sind wir so in der Haftung. Dann beschlossen, soll gemeinnützig werden. Rechtlich erlaubt, wenn drei Punkte erfüllt sind: räumliche Eingrenzung, Gutschein nicht länger als drei Jahre gültig. Und ??
Genossenschaft nicht Verein. Haben Verluste und keine Gewinne. Aber Leute wollen wissen, was tut mein Geld. Satzung ist klar, schreibt alles fest. Mit so einer Genossenschaft kannst du alles tun. Macht wird immer missbraucht. Wenn Sie Geld haben, passen sie auf! Ich habe viele Geld von meinen Kunden zu verwalten. Wollen Geld behalten, bewahren, ist genau so Renditedenken. Wird nicht funktionieren. Werden Geld verlieren. Unser System ist nur noch Luft. Wenn sie sowieso verlieren: überleben, ob nicht Geld in solche Initiativen stecken.
Photovoltaikanlage 100.000 so finanziert. Dass Leute 300 Euro für Genossenschaft zahlen. Und dann Geld ohne Zinsen investieren.

Gotthart Wagner: wenn Initiativen verhindert werden, Steuern, Prügel in den Weg. Ist das nicht illegal?

Meldung Hans Gahleitner: wenn der Winter Veränderung weht, bauen die einen mauern und die anderen Windmühlen. Initiative aus Waldviertel

Gilt nur für Mitglieder – Hinweis auf Sterntalern.

Frage nach Mitgliedsbeiträgen? Wie wird das finanziert?
Ecker: Crowdfunding Modell angedacht aber Bürgergeld so gut wie nicht machbar. Ist ein schwieriges Thema. Müssen wir genau prüfen, denn Schindluder wird genug getrieben. Volksbatterie ist Großinvestor dahinter.
Brennstoffzelle: Hinweis auf Gaja in Kuchl haben in sechs Jahren nicht mehr erreicht.
Aber wo ist Vollwert: wo ist der Verkaufswagen, wo ich das kaufen kann? Wir werden das umsetzen.
Brennstoff ist gefährlicher Stoff, normen einhalten, Verantwortung.
Bundeskanzleramt: Papier verabschiedet Resilienz der Regionen. In Vorarlberg Strukturen noch da, von Industriekrise nicht betroffen. Es geht nicht ums Geld. Geld ist nur ein Aspekt. Es geht auf dem Planeten um Menschen. Geld und Währung sind egal.

Weißengruber: Ansparen: das gibt es schon, aber nicht bei uns. Wenn sie nicht verwendet werden, verfallen sie bei uns. Ist wichtig für Umlaufsicherung. Alterspflegesystem würde ich auch gerne sehen, so wie in Vorarlberg angedacht. Wenn es alles gut geht, dort von Landesregierung unterstützt. Vorbild ist Japanischer Fur... ist viel populärer als staatliches Vorsorgemodell. 2 Wünsche: täte mir gerne wünschen: flächendeckende kleine KFZ-werkstätten für Umbau auf Elektrofahrzeuge. Und auch noch Wunsch an uns alle: teil eines Netzwerks sein. Dürfen politische Verantwortung nicht vergessen. Furchtbare politische Verhältnisse trotzdem ändern, weil es allen Menschen besser gehen sollte.

Frage an Knollmayr: wie wird Marke ausschauen?
Knollmayr: Schwierigkeiten mit Markenanmeldung. Darum will ich mich noch bedeckt halten. Bedankt sich für fragen Unterstützung, Ermutigung.

Kupfer: Zitat: Pioniere
Für den gesellschaftlichen Wandel braucht es Pioniere, brauchen dann aber ein Netzwerk. Anfang beobachter.
Überleben für ländlichen Raum: nur dann, wenn es Kooperationen des Umlandes mit Kleinland gibt. (Infrastruktur). Sicherung der Grundversorgung: neue Formen der Versorgung. Stärkung des Vereinslebens, Stärkung der Festkultur, verstärkte Teilhabe von Frauen, bessere Kinderbetreuung, kulturelle Vielfalt, kulturelle Querdenker, Kooperationen mit anderen Regionen, energieautarke Regionen, Wildnis als Chance.

Helmut Eder: haben vor zwei Jahren zu Umwelt und Natur einen Runder Tisch angefangen. Im Böhmerwald steht viel an. Wenn wir uns nicht zu Wort melden, passierts (Lift).

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