Corona-Virus in Oberösterreich
Erste Bilanz im Klinikum Rohrbach

Die Kollegiale Führung des Klinikums Rohrbach: Wolfgang Tenschert (Ärztlicher Direktor), Leopold Preining (Kaufmännischer Direktor), und Christa Kneidinger (Pflegedirektorin) (v.l.).
  • Die Kollegiale Führung des Klinikums Rohrbach: Wolfgang Tenschert (Ärztlicher Direktor), Leopold Preining (Kaufmännischer Direktor), und Christa Kneidinger (Pflegedirektorin) (v.l.).
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Bisher hatte die Krise im Klinikum weniger drastische Auswirkungen als befürchtet.

ROHRBACH-BERG. Sechs Intensivbetten hat das Klinikum Rohrbach in einer eigens aufgebauten zweiten Intensivstation für Corona-Patienten zusätzlich eingerichtet. Eine Isolierstation mit zwölf Betten auf der Abteilung für Innere Medizin wurde räumlich abgetrennt.

"Haben Situation gemeistert"

"Natürlich gab es entsprechende Umstellungen im Alltag und bei den Prozessabläufen. Aufgrund der raschen Umsetzung aller Maßnahmen und des hervorragenden Einsatzes aller Mitarbeiter haben wir die Situation optimal gemeistert“, sagt der Kaufmännische Direktor Leopold Preining. Die Versorgungskette im Klinikum habe zudem perfekt "geklappt". Es kam zu keiner Zeit zu Engpässen bei Medikamenten und Schutzmaterialien. „Dafür danken wir auch den Unternehmen im Bezirks, deren Verantwortliche uns bei der Versorgung mit Schutzausrüstung unterstützt haben“, sagt Preining. Auch spricht er dem bezirksweiten Krisenstab und beteiligten Einsatzorganisationen seinen Dank für das gute Miteinander aus.

Kein Todesfall

„Insgesamt zwölf an COVID-19 erkrankte Personen wurden von Mitte März bis Ende Juni stationär im Klinikum Rohrbach behandelt. Davon musste keine auf der Intensivstation aufgenommen werden. Von den zwölf Betroffenen waren vier zwischen 60 und 80 Jahre alt, zwei älter als 80. Wir hatten fünf Fälle von Infizierten, die zwischen 41 und 60 Jahre alt waren. Einer war sogar jünger als 40“, sagt Wolfgang Tenschert, Ärztlicher Direktor des Klinikums. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug sechs Tage.

Insgesamt registrierten die Verantwortlichen des Klinikums 75 Corona-Belegtage. Hinzu kommt eine große Anzahl an Tests, die bei Verdachtspatienten durchgeführt wurden. Das Klinikum Rohrbach ist das einzige Krankenhaus Oberösterreichs, das keinen COVID-19-Todesfall beklagen muss. Auch der gesamte Bezirk verzeichnete bislang keinen Todesfall.

Das Risiko, sich mit COVID-19 anzustecken, ist im Krankenhaus nicht höher als in anderen Lebensbereichen. Im Gegenteil: Eine österreichweite Untersuchung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, kurt AGES, hat gezeigt, dass in den Krankenhäusern so gut gearbeitet wurde, dass es in diesem Bereich zu den wenigsten Infektionen kam.

„Kein Patient, der stationär im Klinikum Rohrbach aufgenommen wurde, hat sich nachweislich während des Aufenthalts mit dem Virus angesteckt“, sagt Pflegedirektorin Christa Kneidinger. „Das gesamte Personal wurde über Hygiene- und Schutzmaßnahmen informiert. Mehr als 500 Mitarbeiter wurden vom Team der Krankenhaushygiene hinsichtlich Corona geschult. Das war eine starke Leistung des gesamten Teams für die Sicherheit der Patienten und der Belegschaft“, sagt die Pflegedirektorin.

Weniger Patienten

Zwischen Mitte März und Ende Juni wurden aufgrund der verhängten COVID-19-Maßnahmen weniger Patienten aufgenommen als geplant. „Deswegen hat sich die Wartezeit auf einige Behandlungen verlängert. Gerade bei den sogenannten elektiven Eingriffen in allen Fachbereichen – von der Unfallchirurgie und Chirurgie bis hin zur Gynäkologie – steht einiges an. Wir arbeiten allerdings mit Hochdruck und verstärktem Personaleinsatz daran, diesen Stau abzuarbeiten und die Patienten so rasch wie möglich zu therapieren“, sagt Tenschert.

Freie Betten für Infizierte

Nach wie vor werden für den Fall erneut steigender Infektionszahlen sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten. So können jederzeit COVID-19-Patienten aufnehmen und isoliert versorgt werden. Geht es nach dern Verantwortlichen, wird Corona noch längere Zeit die Abläufe im Klinikum bestimmen. Doch auch wenn schrittweise in den Regelbetrieb zurückgekehrt wird, gelten weiterhin strenge Schutz- und Hygienemaßnahmen.

So bleibt beispielsweise die bereits seit März geltende Maskenpflicht für alle Personen, die sich im Krankenhausgebäude aufhalten, weiterhin bestehen. „Sei es wegen einer Coronavirus-Infektion oder anderer gesundheitlicher Beschwerden: Wir sind jederzeit für unsere Patienten da. Ihr Schutz steht für uns zu jeder Zeit im Mittelpunkt“, sagt Tenschert.

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