Familie sucht Zuhause

Umar Ozdayev und Lalyta Elsanova mit ihren fünf ihrer Kinder. Das Jüngste ist knapp ein Jahr.
  • Umar Ozdayev und Lalyta Elsanova mit ihren fünf ihrer Kinder. Das Jüngste ist knapp ein Jahr.
  • Foto: Foto: privat
  • hochgeladen von Karin Bayr

OBERKAPPEL. „Es ist schwierig, im Bezirk für sieben Personen eine Wohnung zwischen 60 und 70 Quadratmetern zu finden. Die Familie hat keine großen Ansprüche, nur die Infrastruktur mit Kindergarten und Schule sollte passen“, sagt Lucia Peinbauer.

Auszug Anfang Dezember
Sie ist Sozialarbeiterin im Asylheim in Oberkappel. Dort wohnt Familie Ozdayev aktuell, auf engstem Raum in zwei Zimmern. Seit 2009 ist die Familie in Österreich. Unverschuldet geriet Ehemann Umar in Tschetschenien die Hände von Rebellen und wurde gefoltert und geschlagen, ehe ihm mit seiner Familie über Polen die Flucht gelang. „Die Familie hat schon viel durchgemacht, vor allem den Kindern waren die Leidtragenden“, sagt Peinbauer. Erst vor wenigen Tagen hat die Familie hier in Österreich den Status „substitär schutzberechtigt“ erhalten. Das bedeutet, dass sie nicht zurück nach Tschetschenien geschickt werden, sondern hier bleiben dürfen. Da Mutter Lalyta seit der Geburt ihres letzten Kindes auf Medikamente angewiesen ist, die sie ein Leben lang nehmen wird müssen, wäre sie in Tschetschenien in Lebensgefahr. Die Freude währte nur kurz, denn: „Die Familie muss spätestens Anfang Dezember bei uns ausziehen, das schreibt das Gesetz vor“, sagt Lucia Peinbauer. Seitdem ist der Vater, der sehr gut Deutsch spricht, in seiner Freizeit auf der Suche nach einer neuen Bleibe.

Hohe Kaution oder keine Möbel
„Für viele Wohnungen ist eine hohe Kaution zu bezahlen, oder sie sind unmöbliert“, bedauert Lucia Peinbauer die finanziellen Hürden der Ozdayevs beim Start in das neue Leben im Mühlviertel. Vater Umar arbeitet seit September bei einem Bauunternehmen und hat regelmäßiges Einkommen. Seine Frau betreut die Kinder, die zur Schule oder in den Kindergarten gehen. Das Jüngste ist knapp ein Jahr alt.
„Wir haben in Oberkappel schon Freunde gefunden, wir würden gerne in der Umgebung bleiben, weil ich auch meine Arbeit hier habe“, sagt Umar, der viel Hoffnung in die BezirksRundschau und ihre Leser setzt.

Es mangelt an Einrichtung
Sobald eine Wohnung gefunden wird, geht es daran, sie einzurichten. „Die Familie ist nicht anspruchsvoll. Wichtig ist nur die Grundausstattung. Betten, ein Tisch, Stühle, Waschmaschine, Teppiche, was man halt so braucht. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass wir an Sachspenden kommen“, schlägt Lucia Peinbauer vor. Sollten Sie Möbel haben, die noch gut erhalten sind und die sie nicht mehr brauchen, können Sie sich gerne mit Lucia Peinbauer in Verbindung setzen und mit ihr die weitere Vorgehensweise absprechen. Peinbauer ist unter der Nummer: 0676/87347035 erreichbar.

Bitte helfen Sie mit:
Mit Hilfe der Leser möchten die BezirksRundschau Familie Ozdayev einen guten Start im Bezirk Rohrbach ermöglichen. Richten Sie Ihre Geldspende bitte mit dem Kennwort „ROHRBACH“ auf folgendes Konto:
Raiffeisenlandesbank OÖ AG
Kontonummer: 2.777.720
Bankleitzahl: 34.000
IBAN: AT78 3400 0000 0277
SWIFT: RZOOAT2L

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