Ein Schuss und 1.000 000 Tote
Gedenkfeier in Kleinzell anlässlich 100 Jahre Ende erster Weltkrieg

Bgm Falkinger: Diese Gedenken soll uns in Erinnerung rufen, dass es keine dringendere Aufgabe gibt, als  Konflikte und unterschiedliche Interessenslagen nicht mit Gewalt, sondern mit Konsens- und Kompromissbereitschaft zu lösen; denn Gewalt schafft immer wieder nur neue Gewalt.
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  • Bgm Falkinger: Diese Gedenken soll uns in Erinnerung rufen, dass es keine dringendere Aufgabe gibt, als Konflikte und unterschiedliche Interessenslagen nicht mit Gewalt, sondern mit Konsens- und Kompromissbereitschaft zu lösen; denn Gewalt schafft immer wieder nur neue Gewalt.
  • hochgeladen von Werner Gattermayer

KLEINZELL (gawe). Bürgermeister Klaus Falkinger hob in seiner Ansprache die wichtige Arbeit des schwarzen Kreuzes hervor. Wie essentiell es sei, Konflikte nicht auf kriegerische Arte auszutragen zeige die folgende Tatsache: Von jenen Soldaten aus Kleinzell, die in den Krieg ziehen mussten, sind 41 nicht nach Hause zurückgekehrt. Brigadier Johannes Kainzbauer zeigte sich über die große Anzahl der Teilnehmer an der Gedenkfeier beeindruckt: „Fast auf den Tag genau vor 100 Jahren ist der erste Weltkrieg zu Ende gegangen. Eine Million Soldaten sind gefallen oder fanden durch Seuchen den Tod; zwei Millionen wurden verwundet oder verstümmelt. Die meisten von uns kennen den Krieg und seine Folgen nur aus Erzählungen. Auf Kriegerdenkmälern erfährt man viel über die Bevölkerung dieser Region. Die Denkmäler mahnen uns, den Frieden zu bewahren. Beseitigt man sie, geht ein Stück Geschichte verloren. Die Anzahl der Toten übersteigt unsere Vorstellungskraft.“

Für Kaiser, Volk und Vaterland

Franz Gumpenberger betonte den Sinn des Gedenkens als Rückholen einer Erinnerung an eine traurige Zeit ins Hier und Jetzt. Kriegerdenkmäler seien ein Andenken an Not und Tod. So sei einer der drei Gründe für den Ausbruch des ersten Weltkrieges das Attentat auf den Thronfolger in Sarajewo gewesen: „Es war ein kleiner Kieselstein, der einen großen Stein in Bewegung gebracht hat. Was anfangs als eine Strafaktion und begrenzter Krieg gedacht war, ist dann zum Weltkrieg geworden. Nach der Brotknappheit Ende 1914 erfasste der Krieg dann alle Lebensbereiche. Die verheerende Opferbilanz wurde noch dadurch erhöht, dass später auch viele an Nahrungsmangel gestorben sind.“

Kriegerdenkmal: Namen in Stein gemeißelt

„Die Verstorbenen verlieren ihre Identität nicht, die in fremden Ländern Verstorbenen werden heimgeholt. Ein Kriegerdenkmal ist ein wichtiges Zeichen und Dokument: Es lässt das Leid dieser Menschen wieder auferstehen. Es ist ein Zeichen der Ehrfurcht vor den Gefallenen und soll uns erkennen lassen, dass der Friede zerbrechlich ist. Gedanken des Friedens und der Versöhnung sollen bei uns aufkommen. Dieser steinerner Zeuge, diese Stätte des Nachdenkens, mahnt uns, dass wir uns um den Frieden täglich bemühen müssen", so Gumpenberger.

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