Wirbel um Impfung
Heimleitung soll sich einen Vorteil verschafft haben

In Eberschwang, Enns und anderen Regionen sollen lokale Politiker bei der Impfung vorgezogen worden sein. Diese versicherten aber, sich nicht vorgedrängt zu haben. Nun kursiert auch im Bezirk Rohrbach ein Gerücht, dass eine Führungskraft eines Bezirksaltenheimes auch Verwandten und sogar Freunden zu einer Covid-Impfung verholfen haben soll.

BEZIRK ROHRBACH. Die massiven Anschuldigungen an die Heimleitung müssen laut Martin Leibetseder, Sprecher der Neos OÖ im Bezirk Rohrbach, restlos und transparent aufgeklärt werden. "Wenn man bedenkt, dass zahlreiche Personen der Risikogruppe außerhalb von Alten- und Pflegeheimen in Oberösterreich keine Impfung bekommen, sondern lediglich einen Platz auf der Warteliste, so fehlt mir jedes Verständnis, wenn sich Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, einen Vorteil verschaffen", so Leibetseder.

Lückenlose Aufklärung folgt

Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbands-Obfrau Wilbirg Mitterlehner hat sich mit diesem Thema bereits intensiv auseinandergesetzt und will für eine lückenlose Aufklärung sorgen: "Ich lege sehr großen Wert auf Transparenz. Deshalb wird nun eine Mitarbeiterin eingesetzt, die dieser Angelegenheit nachgeht und ausführlich recherchiert. Was ich jetzt schon sagen kann, ist, dass noch keine Politiker geimpft wurden." Mitterlehner geht aber davon aus, dass sich die Heimleitung an das vorgeschriebene Procedere gehalten hat. Es gebe einen detaillierten Plan, wer geimpft werden soll, wenn Impfdosen übrig bleiben.

Heimleitung äußert sich schriftlich

"Insgesamt wurden für 90 Impflinge 18 Impfdosen bestellt – eine Dosis enthält genug Inhalt für fünf Personen. Somit konnten 44 Bewohner, 30 Mitarbeiter und 16 ehrenamtliche Dienstleister geimpft werden", erklärt die Leitung des betroffenen Altenheimes. Aus den meisten Flaschen konnten dann sieben Impfdosen gezogen werden, was insgesamt 118 Dosen ergibt. "Den Impfstoff mussten wir 30 Minuten vor der Verabreichung aus dem Kühlschrank nehmen. Dieser durfte anschließend nicht mehr gekühlt werden." Da es nur einen Termin gab, musste der Impfstoff am selben Tag verbraucht werden. 

"Daher haben wir, die Impfkoordinatoren und die Ärzte, Angehörige angerufen, welche dann kurzfristig eingesprungen sind und den übrig gebliebenen Impfstoff erhielten. Dieser wäre nämlich nur mehr zwei Stunden nach dem Aufziehen der Spritze haltbar gewesen", erläutert die Heimleitung.

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