In der Volkspopmusik wird net "Ois g'schenkt"

Die Poxrucker-Sisters starten mit ihrer Musik durch.
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BEZIRKSRUNDSCHAU: In letzter Zeit gab es ein ziemliches "Griß" um Euch. Was waren die Highlights?
Poxrucker Sisters: Es hat sich doch mit dem Erscheinen von unserer ersten Single „Nimm da wos mit“ doch einiges getan. Interviews bei Ö3 oder bei Radio Oberösterreich, Berichte über uns in verschiedenen Zeitungen, ein Videodreh und Aufnahmen für die Sendung „Advent auf Gut Aiderbichl“ (wird am Samstag, 7. Dezember, um 20.15 Uhr auf ORF2 gezeigt). Daran hätten wir vor ein paar Monaten nicht gedacht. Die super Zusammenarbeit mit unserem Produzenten und unserer Plattenfirma haben das ermöglicht. Es steht ein tolles Team hinter uns, und auch das hat sich ja erst in den letzten Monaten so entwickelt. Neben den Liveauftritten, die wir ja schon länger haben, tut sich vor allem im Hintergrund viel. Es gibt viel zu organisieren und zu planen. Nebenbei läuft unser Leben aber weiter wie bis her: Schule und Matura, Arbeit, Studium – da brauchts schon ein gutes Zeitmanagement und viel Unterstützung von unserer Familie.

Nimm da wos mit heißt Eure erste Single. Sie ist gleich in den Hörercharts eingestiegen. Habt ihr das erwartet?
Das Interview bei Ö3 war natürlich besonders spannend und vor alles andere als selbstverständlich. Österreichische Musik, und die noch dazu auf Mundart, ist ja kaum dort zu hören. Dass es den Österreichern gefällt, hat sich dann eine Woche später bei den Hörercharts gezeigt – und dann gings rauf bis auf Platz 15.

Wo kann man die Single kaufen?
"Nimm da wos mit" und auch "Ois g'schenkt" – unsere Weihnachtsnummer, gibt’s auf allen Onlinestores zum Download. Also iTunes, Amazon, musicload.com. „Ois gschenkt“ ist auch auf die CD „Stille Zeit –Weihnachten aus Österreich“. Da sind wir mit wahren Größen der österreichischen Musik auf einer CD, das freut uns.

Habt ihr schon eine eigene CD?
An der CD arbeiten wir gerade intensiv. Wir haben den Sommer über noch fleißig neue Songs geschrieben und stehen jede freie Minute im Studio. Die CD wird im März erscheinen und natürlich gibt’s dann Präsentationen und Konzerte. Die CD wird dann im Handel erhältlich sein und wir lassen bestimmt von uns hören.

Eure Weihnachts-Single heißt "Ois g'schenkt". Worum geht es in diesem Lied?
„Ois g'schenkt“ versucht den Blick auf das Wesentliche im Leben zu lenken. Was ist es, das wirklich wichtig ist? Gerade zu Weihnachten zeigt sich das: Lochade Gsichter von Menschen, die man liebt oder der flackernde Schein einer Kerze, der eine besondere Stimmung vermittelt. Mehr braucht man nicht zum Glücklichsein und weniger will man nicht. Wir wollen zeigen, dass wir uns das gegenseitig schenken, und auch unendlich beschenkt werden.

Wer schreibt bei Euch die Lieder?
Das ist bei uns ein sehr kreativer, manchmal auch spannungsreicher Prozess. Meistens hat eine von uns eine Idee. Da gibt’s dann eine Melodie, einen Text oder einfach ein Thema. Dann wird gemeinsam am dreistimmigen Satz, dem Arrangement und den Instrumenten gearbeitet. Manchmal dauert das keine zwei Stunden, manchmal wird’s intensiver. Da wird g'sunga, g'stritten und g'lacht, und am Ende steht dann ein neues Lied.

Welche Botschaft wollt ihr mit Euren Liedern rüberbringen?
Zum einen ist uns wichtig, dass die Zuhörer Freude dran haben, ruhig mal lachen und schmunzeln – und das auch über uns oder sich selbst. Wir haben schon oft freche und herausfordernde Texte, unsere Lieder sind auch kritisch. Das Leben spiegelt sich in unseren Liedern wider, und dazu gehört das Lachen und die Liebe, genauso wie Ungerechtigkeit oder Stress.

Ihr habt vor kurzem ein Musikvideo gemacht. Wie war der Dreh?
Zu „Ois gschenkt“ unserer Weihanchtsnummer haben wir ein Musikvideo gedreht. Viele haben uns schon danach gefragt, ob es von uns endlich mal was auf youtube gibt. Wir hatten einen tollen Tag in Wien, wo wir mit einem super Team gedreht haben. Das Video haben wir bewusst ganz einfach gehalten – es ist ja auch ein Weihnachtslied, bei dem sich jede/r seine/ihre eigenen Bilder machen darf und die eigenen Erinnerungen aufleben lassen kann.

Wie würdet ihr Eure Art der Musik beschreiben? Ist das Volksmusik?
Wir haben unsere Wurzeln in der Volksmusik. In unserem Konzertprogramm haben wir ja auch einige alte Volkslieder neu bearbeitet. Stark prägend ist heutzutage ja Popmusik und mit Elementen daraus verbinden wir unsere Lieder. So sagen wir gern Volkspopmusik dazu. Wichtig ist uns, dass wir Tradition und Moderne verbinden, in Mundart singen und dabei versuchen, Bodenständigkeit auch in den Liedern zu vermitteln.

Wer sind eure Vorbilder?
Wir waren nie so richtige Fans von irgendwem. Es gibt tolle MusikerInnen in Österreich, die ihren eigenen Weg gehen und erfolgreich sind. Manche mit richtig viel Fans, manche sind mehr so ein Geheimtipp. Wir vergleichen uns nicht mit anderen Gruppen, sondern machen einfach gern unsere Musik und freuen uns, wenn es den Leuten gefällt.

Was sind Eure Ziele?
Das wichtigste ist uns, dass wir Spaß am Musik machen haben und uns gut untereinander verstehen. Wir drei sind ja nicht nur eine Band, sondern auch Schwestern. Auch als Team mit dem Produzenten Roman Steinkogler und den Partnern von unsrer Plattenfirma Hoanzl ist uns das wichtig. Was dann noch kommt, sich entwickelt und wo der Weg hinführt – da lassen wir uns gern überraschen. Die Erfahrung aus den letzten Monaten zeigt: Neben einer Idee und viel Motivation braucht man auch ein bisschen Glück. Und dafür sind wir wirklich dankbar.

Wollt ihr, dass man Euch auf allen Sendern spielt, oder wollt ihr auf Tournee gehen?
Natürlich freuen wir uns über jeden Sender der unsere Musik verbreitet. Über jeden Anrufer, der sich ein Lied von uns wünscht und vor allem jeden Besucher eines Konzertes. Im Zuge der CD Veröffentlichung sind natürlich Konzerte geplant und für den Sommer gibt es auch schon viele Anfragen.

Woran arbeitet ihr aktuell?
Neben der CD steht unser "Herrlich ehrlich" weihnachtliches Konzert in Lembach am Freitag, 6. Dezember an. Darauf freuen wir uns schon und da heißts natürlich auch proben, vorbereiten, Werbung machen. Also: Kommts vorbei!

Die Poxrucker Sisters:
Stefanie (26) ist Jugendleiterin im Dekanat, Christina (22) arbeitet in einem Jugendzentrum in Linz und studiert an der PH der Diözeses Linz und Magdalena (18) im Maturajahr der HLW Rohrbach.

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