Mühlkreisbahn und Stift Schlägl feiern
"Initiative Verkehrswende jetzt" fordert: "Beschleunigung der Mühlkreisbahn muss jetzt weitergehen"

Die Zukunft der Mühlkreisbahn liegt der Initiative am Herzen.
  • Die Zukunft der Mühlkreisbahn liegt der Initiative am Herzen.
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"Nach vielen Jahren wurden nun endlich die Langsamfahrstellen auf der Mühlkreisbahn saniert. Die Beschleunigung dieser Regionalbahn muss jetzt weitergehen", so die Verantwortlichen der "Initiative Verkehrswende jetzt" in einer Mitteilung an die Presse. 

AIGEN-SCHLÄGL. Anlässlich der OÖ. Landesgartenschau in Aigen-Schlägl wurden die Langsamfahrstellen auf der Mühlkreisbahn beseitigt, 2,4 Millionen Euro wurden dafür investiert. Mit einem Schlag ist die Mühlkreisbahn wieder um fünf Minuten schneller. "Das ist sehr zu begrüßen", sagen die Verantwortlichen der "Initiative Verkehrswende jetzt", einem parteiunabhängigen Netzwerk von 20 Bürgerinitiativen und Vereinen, das sich laut eigenen Angaben für eine umwelt- und menschenfreundliche Verkehrswende in Oberösterreich einsetzt. 

"Braucht es immer einen Anlass?"

Im Rückblick betrachtet hätten die über viele Jahre nicht sanierten Langsamfahrstellen laut der Initiative der Konkurrenzfähigkeit der Bahn jedoch bereits massiv geschadet. "Ja, es gab andere Pläne für die Mühlkreisbahn. Neue Betreiber, andere Spurweite etc. Es hätte aber auch möglich sein müssen, auch vor der Umsetzung von endgültigen Konzepten auftretende Schäden kurzfristig zu beseitigen. Im Straßenverkehr ist das selbstverständlich", beklagen die Mitglieder. Im letzten Jahr hätte es zum Beispiel einen Aufschrei gegeben, als auf der Rohrbacher Straße (B 127) beim sogenannten "Saurüssel" temporär "Tempo 50" verordnet worden war. "Die Bahnkunden müssen das – mit noch viel geringeren Geschwindigkeiten – schon seit vielen Jahren hinnehmen", heißt es seitens der Initiative. Dort fragt man sich: "Braucht es immer einen besonderen Anlass, um solche überfälligen Arbeiten anzugehen?" Wichtig sei, dass Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr so früh wie möglich und dauerhaft umgesetzt würden und nicht erst anlässlich besonderer Anlässe.

Vergleich mit der Westbahnstrecke

"Auf der Mühlkreisbahn fahren im oberen Teil derzeit sehr wenige Fahrgäste. Kalkuliert man, welche Kosten pro Minute an Fahrzeitverkürzung erforderlich sind und bricht diesen Wert auf die Anzahl der Fahrgäste herunter, dann ist der Aufwand der aktuellen Beschleunigung bei der Mühlkreisbahn auch nicht höher als zum Beispiel auf der Westbahnstrecke. Dort wurde zum Beispiel im Zuge des Ausbaues der Strecke in Neukirchen bei Lambach um 50 Millionen Euro der Gleisbogen verflacht, um eine Minute Fahrzeit zu gewinnen. Die jetzt stattgefundenen Maßnahmen auf der Mühlkreisbahn liegen in der gleichen Größenordnung wie bei der Westbahnstrecke (10 Euro pro Minute an Fahrzeiteinsparung und Fahrgast pro Jahr)", rechnen die Mitglieder vor. 

"Wert sollte bei zumindest 1,5 liegen"

Bisher hätte das Verhältnis von Bahn- zu Autofahrzeit auf der Gesamtstrecke der Mühlkreisbahn 2,0 betragen, also war man mit der Bahn doppelt so lange unterwegs. Mit der aktuellen Beschleunigung von fünf Minuten sinke dieser Wert auf 1,9. "Erfolgreiche Regionalbahnen liegen bei einem Wert von 1,2 bis 1,5. Ziel muss es sein, die Mühlkreisbahn so weit zu beschleunigen, dass dieser Wert bei zumindest 1,5 liegt. Das erfordert eine weitere Beschleunigung von etwas mehr als 15 Minuten", so die Mitglieder der Initiative weiter. Ein Mix aus Auflassung von Bahnübergängen (auf der grünen Wiese), Elektrifizierung der Strecke und vertretbaren Streckenausbauten sollte ihrer Meinung nach dies ermöglichen.

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