Investor für Schloss gesucht

Bürgermeister Wilhelm Peinbauer im Keller, in dem Freiwillige den Putz entfernten, damit die Räume austrocknen können.
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  • Bürgermeister Wilhelm Peinbauer im Keller, in dem Freiwillige den Putz entfernten, damit die Räume austrocknen können.
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„Das Wichtigste ist für uns alle ein Konzept mit Nachhaltigkeit!“

OEPPING (alho). Das Schloss Götzendorf gleicht einer Baustelle: Zu Beginn des heurigen Jahres wurde ein eigener Arbeitskreis gegründet, dessen Mitglieder aus dem Kulturverein der Gemeinde, Pfarre und Dorfbewohnern kommen. Zahlreiche Freiwillige legten vor wenigen Wochen bereits Hand an und gruben im Schlossgarten entlang der Außenmauer und Entfernten den Putz, wodurch ein Austrocken ermöglicht wird. Bei diesen Grabungsarbeiten kamen auch ein verschüttetes Fenster und zugemauerte Durchgänge zum Vorschein. „Wir müssen etwas aus dem vorhandenen Schloss machen“, ist Bürgermeister Wilhelm Peinbauer überzeugt und betont: „Das Wichtigste ist für uns alle, dass ein Konzept mit Nachhaltigkeit zustande kommt.“ Dabei schweben dem Bürgermeister so manche Ideen durch den Kopf: „Es stehen zahlreiche Räume wie Schulklassen, der Werkraum, Theatersaal, Keller- und Nebenräume sowie der westliche Trakt des Gebäudes zur Verfügung. Diese könnten etwa von einem Architekten für ein technisches Büro genutzt werden, Wohnungen könnten eingerichtet werden. Die ehemalige Lehrerwohnung könnte dafür genutzt werden. Das wunderschöne Ambiente des Schlosses wird immer wieder gerne für Hochzeiten genutzt.“ Ein Leader-Projekt wäre für Bürgermeister Peinbauer ebenso denkbar und verschweigt nicht einen seiner besonderen Wünsche: „Wir bräuchten einen Investor.“
Nachdem am 16. November 1899 das Schloss abbrannte, kaufte die Gemeinde Oepping das Schloss für 4000 Kronen. Von 1871 bis 2010 wurde in Räumlichkeiten des Schlosses auch eine Volksschule geführt. Wichtig für den Arbeitskreis ist, das Schloss zu erhalten und das Pfarrleben weiter zu ermöglichen. Nach dem Tod von Pfarrer Dominik Höglinger vor über vier Jahren konnte die Filialkirche nicht mehr mit einem ortsansässigen Seelsorger besetzt werden und die Wohnräume blieben leer. Peinbauer: „Die Sonntagsgottesdienste im Schloss werden gut angenommen, der Ort hat eine eigene Feuerwehr. Seit einem Jahr wohnt ein Lehrerehepaar befristet in Schulräumlichkeiten. Das Schloss gehört zu Götzendorf dazu.“ Derzeit wird ein Entwurf für die Gartengestaltung erstellt. Daraufhin soll das Denkmalamt mit einbezogen werden. Über diesen Garten ist auch ein neuer Eingang geplant. In einer ehemaligen Rumpelkammer des Schlosses wurde bereits die Originaldecke wieder hergestellt, ein neuer Boden verlegt und der Raum mit einem schönen Luster gestaltet. „Es soll niemand übergangen werden“, weist Peinbauer darauf hin, dass Ideen zur Gestaltung willkommen sind. Ein Überlegungspunkt ist auch die Heizung, die derzeit zwei Ölheizungen umfasst. Es gibt also noch alle Hände voll zu tun.

Autor:

Alfred Hofer aus Rohrbach

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