Rohrbach
Kindersachen günstig erstehen beim Basar oder online

Ursula Pühringer, Sandra Brunninger und Daniela Haslmaier (von links) von der Mütterrunde Neufelden, die zweimal im Jahr einen Kindersachenbasar im Ort organisiert.
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  • Ursula Pühringer, Sandra Brunninger und Daniela Haslmaier (von links) von der Mütterrunde Neufelden, die zweimal im Jahr einen Kindersachenbasar im Ort organisiert.
  • Foto: Viktoria Pernsteiner
  • hochgeladen von Nina Meißl

Die meisten Kindersachen-Basare entfielen im Vorjahr corona-bedingt. Ein schwerer Schlag für viele Eltern, die hier günstig Kleidung, Spielsachen und mehr erstehen können. Heuer trauen sich erstmals wieder Veranstalter drüber, einen Basar abzuhalten. Eine Alternative bieten auch Facebook-Gruppen.

BEZIRK ROHRBACH. Jetzt beginnt sie wieder: Die Zeit, in der Mamas im Bezirk auf Schnäppchenjagd gehen. Im Vorjahr blieb es den Eltern verwehrt, auf Kinderbasaren Kleidung, Spielsachen und mehr zum kleinen Preis zu kaufen. Die meisten der beliebten Märkte mussten aufgrund der Corona-Auflagen abgesagt werden. Einfach ist es für die Veranstalter noch immer nicht, doch vielen ist es ein Bedürfnis, diese günstige Einkaufsmöglichkeit wieder zu bieten, so auch der Mütterrunde Neufelden. Diese richtete kürzlich einen Herbstbasar aus: "Es war seit 20 Jahren der erfolgreichste Basar für die Mütterrunde Neufelden. Wir konnten mehr Artikel anbieten als in den Jahren zuvor und es kamen auch mehr Käufer zu uns", sagt Ursula Pühringer vom Organisationsteam.

Konzept hat sich bewährt

Dieses hat einiges an Aufwand auf sich genommen und ein Corona-Konzept erstellt. Die lückenlose 3-G-Kontrolle habe sich bewährt: "Es gibt bisher noch keinen Corona-Fall im Zusammenhang mit dem Basar", so Pühringer. Dabei waren schätzungsweise mehr als 300 Besucher beim Abendverkauf dabei. "Die Käufer waren sehr geduldig und haben längere Wartezeiten beim Einlass auf sich genommen", bedankt sich Pühringer für das Verständnis. Einige hätten sich bedankt, "dass wir uns darüber getraut haben und den Basar machen". Gefehlt habe der Basar laut der Mütterrunde Neufelden vor allem Eltern mit sehr kleinen Kindern, welche schnell aus der Kleidung herauswachsen. Aber auch auf der Verkäuferseite sei Erleichterung zu spüren gewesen. Insgesamt standen mehr als 7.700 Stück zum Verkauf, von denen beinahe die Hälfte einen neuen Besitzer gefunden haben.

Vorteile für Käufer und Verkäufer

Kindersachenbasare sprechen laut Pühringer vor allem Verkäufer an, die sich nicht selber auf einen Flohmarkt stellen und verkaufen wollen. Sie freuen sich, dass ihre gut in Schuss gehaltenen Sachen eine zweite Chance bekommen und es dafür noch etwas Geld gibt. "Auch einige Kinder verkaufen ihre alten Spielsachen und freuen sich über das Geld fürs Sparschwein", sagt Pühringer. Die Käufer wiederum sind froh, dass sie ihre Kinder günstig einkleiden oder Spielsachen billiger erwerben können: "Die meisten Artikel sind in seinem sehr guten Zustand und werden zu wirklich fairen Preisen angeboten." Das bestätigt auch Viktoria Pernsteiner aus Neufelden, die ihre Kinder seit Jahren fast ausschließlich mit Waren vom Basar einkleidet. Das habe nicht nur finanzielle, sondern auch praktische Vorteile: "Da wir einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, sind unsere Kinder bei der Arbeit draußen am Feld und im Stall viel dabei. Es wäre schade, wenn die Kinder da neue Kleidung anziehen würden. Außerdem möchte ich nicht ständig schimpfen, weil Kleidung schmutzig ist oder beim Spielen kaputtgeht. Daher ist dieses Angebot für mich sehr wichtig."

Facebook-Gruppen als Alternative

Jenseits von Veranstaltungen vor Ort gibt es auch im Internet Möglichkeiten, Baby- und Kindersachen loszuwerden oder Neues zu erstehen – zum Beispiel auf Facebook. In speziellen Gruppen für Eltern kann Kleidung, Spielzeug und mehr verkauft oder gesucht werden. Eine der größten im Bundesland ist "BE MOM AND DAD Bezirk Rohrbach". Mehr als 4.200 aktive Mitglieder zählt die Gruppe, die sich vor allem an Eltern aus Rohrbach sowie aus Urfahr-Umgebung, Eferding Linz und dem angrenzenden Bayern richtet. Im vergangenen Corona-Jahr gab es "zu Zeiten, wo normalerweise Veranstaltungen, wie etwa der Rohrbacher Kinderbasar stattfinden, eine enorme Steigerung der Postings", sagt Sonja Theil, eine der fünf Moderatorinnen. Sie kontrolliert mit ihren Kolleginnen die Postings und gibt sie frei. So sollen Werbung verhindert werden. Eine Mammutaufgabe, denn pro Tag gibt es zwischen 40 und 220 Postings, der Durchschnitt liegt bei 100 Beiträgen.

Alles rund ums Kind

Die Bandbreite der angebotenen Waren reicht vom Gatschanzug über Spielzeug und Kinderwägen bis zur Kinderzimmereinrichtung. Wer Interesse hat, kommentiert den jeweiligen Beitrag oder schreibt dem Verfasser eine Direktnachricht – so das Prinzip der Facebook-Gruppe. "Es sollen nur Dinge verkauft oder gesucht werden, die im engeren Sinn mit Kindern zu tun haben. Gewerbliche Ware ist nicht erlaubt." Dazu gibt es aber auch Infos zu Schwangerschaftsyoga, Trageberatungen und anderen Angeboten für Kinder und Eltern. "Wir haben zusätzlich Empfehlungsdateien angehängt, wo die Mitglieder etwa ergänzen können, welches Kinderhotel besonders toll ist oder welche Fotografen für Babyshootings zu empfehlen sind."

Wichtige, regionale Plattform

Die Moderatorinnen sehen die Gruppe als wichtige, regionale Plattform, wo man in kurzer Zeit zu einem gewünschten Produkt kommen kann, das in der Nähe verkauft wird und somit auch weiter verwendet werden kann: "So kann auch in Notfällen, etwa wenn am Sonntag Nachmittag das Milchpulver ausgeht, geholfen werden", sagt Theil. Gerade bei Kinderkleidung, die oft probiert werden muss, sei es wichtig, dass Artikel in der Nähe angeboten werden. In Zeiten von Corona zeigten die Gruppenmitglieder jedoch Verantwortung: "Sehr oft konnte man in den Verkaufsartikeln lesen, dass eine kontaktfreie Übergabe gewünscht ist."

Termine

  • Zwettl/Rodl:

Herbstbasar am 24. September von 14 bis 17 Uhr, Pfarrheim

  • St. Veit:

Kinderwaren-Kofferraum-Flohmarkt am 10. Oktober von 9 bis 11 Uhr, Spar-Parkplatz

  • Neufelden:

Frühlingsbasar am 4. und 5. März 2022 in der Volksschule

Sie veranstalten selbst einen Kinderbasar oder wissen weitere Termine? Schicken Sie die Infos an per Mail an rohrbach.red@bezirksrundschau.com

Ursula Pühringer, Sandra Brunninger und Daniela Haslmaier (von links) von der Mütterrunde Neufelden, die zweimal im Jahr einen Kindersachenbasar im Ort organisiert.
Mehr als 7.700 Artikel standen beim ersten Herbstbasar in Neufelden nach der Coronapause zum Verkauf.


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