Lehre mit Zukunft
Klassenbester trotz Sprachbarrieren

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Polnischer Jugendlicher ist seit der Lehre in Österreich in Beruf und Sprache ehrgeizig

PEILSTEIN (alho). Vor knapp drei Jahren kam Sebastian Skorupa nach Österreich und begann im August 2017 seine Lehre als Platten- und Fliesenleger in der Firma Keramo. Ein Betrieb, in dem bereits sein Vater tätig ist. Mit Beginn der ersten Klasse Berufsschule in Linz zeigten sich Skorupas Sprachschwierigkeiten am deutlichsten.

Beruflich ehrgeizig, jedoch große Sprachprobleme

„Sebastian war bereits im ersten Lehrjahr sehr eifrig, aber in der deutschen Sprache extrem schwach“, erinnert sich Markus Scharinger, gemeinsam mit Christoph Wohlmuth Geschäftsführer von Keramo, noch genau: „Zum Glück hatte er in der ersten Berufsschulklasse durch einen anderen Polen, der bereits gut Deutsch konnte, Unterstützung, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Sebastian schaffte das erste Jahr sogar als Klassenbester. Allerdings ist der andere Pole nicht in die zweite Klasse aufgestiegen und dessen Hilfe ist weggefallen. Wir haben dadurch Kontakt mit dem Berufsschullehrer aufgenommen und uns erkundigt, wie wir den Lehrling unterstützen können.“

Motivation und Ziel vor Augen

Die Organisation Jugend am Werk stützte vorwiegend mit Wilma Kniewasser die Sprachförderungen und schaffte die Möglichkeit auf eine verlängerte Lehre umzusteigen. Markus Scharinger: „So wurde der 18-Jährige selbst in der zweiten Berufsschulklasse wieder Klassenbester und ist nun im dritten Lehrjahr.“ Skorupa arbeitet inzwischen fleißig auf verschiedensten Baustellen mit einem Team zusammen und sein Betrieb ist mit dem Engagement und Eifer des 18-Jährigen sehr zufrieden. Christoph Wohlmuth erinnert sich noch an die ersten Begegnungen mit Sebastian Skorupa: „Wir lernten den Jugendlichen bei einem Firmenausflug zu einem Skispringen kennen. Da schon sein Vater bei uns arbeitete und wir sehr zufrieden sind mit ihm, fragten wir, ob er nicht auch bei uns eine Lehre beginnen möchte. Denn aufgrund seiner Sprache ist es uns zugleich leichter möglich uns mit verschiedenen Kunden besser zu verständigen und kann er uns vielleicht einen Bereich des Marktes öffnen.“

Infos zu besonderen Formen der Lehrlingsausbildung

Eine entsprechende Informationsveranstaltung, bei der Möglichkeiten und Beispiele von Unterstützungshilfen für Lehrlinge aufgezeigt werden sollten, findet am Dienstag, 11. Februar von 17 bis 19 Uhr in der Firma Keramo in Peilstein statt. Die Veranstaltung „Lehrlinge brauchen Zukunft“ der Jugendplattform des Bezirkes Rohrbach und der Wirtschaftskammer präsentiert dabei erfolgreiche Beispiele aus der Praxis in verschiedenen Betrieben, Angebote und Förderungen der WKO und des AMS und soll aufzeigen, wie besondere Formen der Lehrlingsausbildung Perspektiven schaffen können, alle mit dem gemeinsamen Ziel: positiver Lehrabschluss.

Autor:

Alfred Hofer aus Rohrbach

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