Ein Jahr Corona
Klinikum Rohrbach betreute mehr als 300 infizierte Patienten

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Am 8. März jährt sich die Aufnahme des ersten COVID-Patienten in einem oberösterreichischen Krankenhaus, im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr. Zwei Wochen später, am 22. März 2020, wurde auch im Klinikum Rohrbach die erste an Corona erkrankte Person aufgenommen. Seither sind die Mitarbeiter mit einer nie dagewesenen Herausforderung konfrontiert. 

ROHRBACH-BERG. Im vergangenen Jahr wurden im Klinikum Rohrbach insgesamt mehr als 300 infizierte Patienten betreut. Davon bedurften 20 einer intensivmedizinischen Betreuung. Analog zu den allgemeinen Infektionszahlen war die herausforderndste Zeit für das Klinikum Rohrbach und insbesondere für die Mitarbeiter die sogenannte zweite Welle – hier vor allem die Monate November und Dezember 2020. In dieser Zeit hat sich die Zahl der Corona-Patienten vervielfacht. Zum Vergleich: In der ersten Welle wurden zwischen Mitte März und Ende Juni 12 infizierte Patienten in Rohrbach stationär aufgenommen. In der zweiten Welle stieg diese Zahl auf das 25-Fache.

Der traurige Höhepunkt der Corona-Pandemie war im Klinikum Rohrbach Mitte November 2020, als der gesamte Bezirk Rohrbach die weltweit meisten Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen hatte. Am 16. November wurde der Höchststand an zu betreuenden Corona-Patienten erreicht. An diesem Tag waren 71 Infizierte in Rohrbach-Berg in Behandlung, davon fünf auf der Intensivstation.

Alle Altersgruppen betroffen

Die Bilanz im Klinikum Rohrbach nach einem Jahr Corona-Pandemie belegt auch: Das Virus trifft fast alle Altersgruppen, am stärksten jedoch die Älteren. In diesem vergangenen Jahr behandelten die Mitarbeiter des Klinikums Corona-Patienten im Alter zwischen 14 und 97 Jahren. Im Durchschnitt sind spitalspflichtige Covid-Erkrankte 69 Jahre alt. Und je älter sie sind, desto schwerer ist auch der Verlauf der Krankheit. Die durchschnittliche Behandlungsdauer der mit Corona infizierten Patienten auf der Normalstation beträgt rund achteinhalb Tage.

„Wir erlebten in dieser schweren Zeit einen Ausnahmezustand, in dem alle zusammenrückten und sich gegenseitig unterstützten. Ärzte anderer Fachrichtungen sprangen den Intensivmedizinern bei, Physiotherapeuten übernahmen Pflegeaufgaben, damit Krankenpfleger wiederum das Intensivpersonal unterstützen konnten. Anästhesiepfleger und andere Mitarbeiter, die sonst im OP-Bereich arbeiteten, halfen bei der Bedienung der Beatmungsgeräte mit. Vielerorts entstand durch die gemeinsam zu bewältigenden Herausforderungen ein noch intensiveres Zusammengehörigkeitsgefühl“, beschreibt Wolfgang Tenschert, Ärztlicher Direktor am Klinikum Rohrbach die damalige Situation.

Mitarbeiter leisten Außergewöhnliches

All dies verdeutlicht, wie schwierig und belastend die vergangenen Monate für die Mitarbeiter im Klinikum Rohrbach waren. „Der gesamte tägliche Ablauf im Klinikum Rohrbach war in der vorläufigen Hochphase der Corona Pandemie – November und Dezember vergangenen Jahres – geprägt von sehr hohen Zahlen an COVID-19-Patienten. Deswegen galt im Krankenhaus der Krisenmodus.

Größte Flexibilität bei der Dienstplanung, fast täglich neue Verordnungen, räumliche Umbauten, eingeschränkter Kontakt auch untereinander in Pausen oder beim Schichtwechsel prägten den Arbeitsalltag. Dazu kam, dass unsere Mitarbeiterer – als einzige Ansprechpartner für die isolierten Patienten – viel zusätzliche Motivation und Betreuung gaben. Nach wie vor leisten unsere Mitarbeiter Außergewöhnliches, sie sind bemerkenswert motiviert – selbst während der Phase der höchsten COVID-Patientenenzahl, als viele an der Belastungsgrenze gearbeitet haben“, so Tenschert.

Ein Lichtblick war der Impfstart im Klinikum Rohrbach Mitte Jänner 2021. Seither wurden insgesamt rund 550 Mitarbeiter geimpft. Mehr als 300 Mitarbeiter haben sogar bereits beide Teilimpfungen erhalten und damit den vollen Impfschutz. Schon Mitte Februar haben alle impfwilligen Mitarbeiter zumindest die erste Teilimpfung erhalten.

Zahlen im Überblick

  • COVID-Patienten gesamt: 311 (Stand Ende Jänner)
  • Intensivpflichtige COVID-Patienten gesamt: 20
  • Höchste Anzahl COVID-Patienten (17. November 2020): 62
  • Höchste Anzahl intensivpflichtige COVID-Patienten: (17. Novmeber 2020) 5
  • Anzahl Todesfälle (Stand 28. Februar 2021): 45
  • Alter der COVID-Patienten: 14 bis 97 Jahre
  • Durchschnittsalter der COVID-Patienten: 69 Jahre
  • Alter der verstorbenen COVID-Patienten: 57 bis 95 Jahre
  • Durchschnittsalter der verstorbenen COVID-Patienten: 81,4 Jahre
  • Durchschnittliche Behandlungsdauer: 8,5 Tage
  • Durchschnittliche Intensiv-Behandlungsdauer: 10,1 Tage
  • Längste Behandlungsdauer aufgrund von COVID: 47 Tage
  • Anzahl geimpfte Mitarbeiter inkl. Schüler im Praktikum: 542
  • Anzahl Mitarbeiter mit 2. Impfdosis: 317
Wgang Tenschert, Ärztlicher Direktor am Klinikum Rohrbach.
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