Leben am Eisernen Vorhang: Schüler gestalten Ausstellung im BG/BRG Rohrbach

Der "Eiserne Vorhang" prägte die Region nachhaltig.
  • Der "Eiserne Vorhang" prägte die Region nachhaltig.
  • Foto: Foto: Schlossmuseum Freistadt
  • hochgeladen von Annika Höller

ROHRBACH-BERG. Vor 30 Jahren fiel der Eiserne Vorhang. 1989 war das Jahr der Öffnung und des Kalten Krieges. Zur Erinnerung an dieses wichtige historische Ereignis gestalten Schüler der vierten Klassen des BG/BRG Rohrbach eine Ausstellung in der Aula.


Leben an der "toten" Grenze 

Unter dem Motto „Leben am Eisernen Vorhang“ begaben sie sich auf Spurensuche in diese prägende Zeit der Grenzregion zwischen 1945 und 1989, in der der Eiserne Vorhang eine unüberwindbare Grenze zu den tschechischen Nachbarn bildete. Unwillkürlich tauchte die Frage auf: Wie haben Zeitzeugen die „tote“ Grenze erlebt? Verwandte und Bekannte standen den Jugendlichen Rede und Antwort. Die Kurzinterview und deren Ergebnisse bilden einen Teil der Ausstellung. Schüler der Neuen Mittelschulen Peilstein Helfenberg stellen ebenfalls Beiträge zur Verfügung. Das Schlossmuseum Freistadt steuerte Schautafeln zu den Jahren 1938 und 1948 bei, die vom bedeutenden Historiker Kurt Cerwenka aus Gallneukirchen gestaltet wurden. 
Die Ausstellung zeigt auch Ergebnisse des zweijährigen, von der Europäischen Union geförderten Projekts „Brundibar“, in dem Schüler sowie Lehrer aus den Gymnasien Untergriesbach, Krumau und Rohrbach-Berg Orte der gemeinsamen Geschichte, wie Hartheim, Wien, Nürnberg, Theresienstadt und Prag besuchten – und noch besuchen werden. Höhepunkt dieses Projekts wird die Aufführung der Kinderoper „Brundibar“ von Hans Krasa in allen drei Orten der teilnehmenden Schulen sein.

Blick in die noch sehr junge Vergangenheit

Die Eröffnung dieser geschichtlichen Schau ist am Dienstag, 28. Mai, 17 Uhr. Im Rahmen dieser Feier wird auch der 1947 in Grub, Gemeinde Rohrbach-Berg, geborene Universitätsprofessor Roman Sandgruber den Eröffnungsvortrag halten. Sandgruber war über viele Jahre als Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in leitender Funktion an der Johannes-Kepler-Universität in Linz tätig und arbeitet als anerkannter Fachmann in bedeutenden oberösterreichischen Gremien zum Thema "Eiserner Vorhang" mit. Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner wird ebenso anwesend sein genauso wie Vertreter des öffentlichen Lebens.
"Für die teilnehmenden Schüler, die alle nach dem Jahr 2000 geboren sind und daher die unüberwindbare Grenze im Norden nicht mehr erfahren haben, stellt der Blick in diese eigentlich noch sehr junge Vergangenheit unserer Region eine wichtige Erfahrung dar. Es muss uns gelingen, Grenzen zu überwinden und Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen lebendig zu halten. Das können und sollen die Jungen von den Alten lernen", heißt es seitens der Verantwortlichen.

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