Ehrentafel am "Gasthaus zum Überleben"
Mobilfunkstation erinnert an den Lebensretter, warum sie so heißt

Johannes Wohlmacher vom Stift Schlägl, Gernot Rasch, EuroTeleSites, ÖAMTC-Flugretter Johannes Schöffl, Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom, Markus Mittermüller, Stefan Wagner, Rudi Pfoser und Jürgen Leitner, v. l.  | Foto: Karin Bayr
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Einem Lebensretter wurde die Mobilfunkstation am Hochficht gewidmet. Am "Gasthaus zum Überleben" erinnert eine Tafel Markus Mittermüller, der Rudi Pfoser wiederbelebt hat. 

KLAFFER. Es ist eine herzliche Begegnung, eine Umarmung und mehrfach fällt das Wort "Danke". "Ohne dich, würde es mich nicht mehr geben", sagt Rudi Pfoser sichtbar bewegt beim Zusammentreffen mit Markus Mittermüller an diesem Montag, 16. März 2026. 

Der 72-jährige Ulrichsberger Rudi Pfoser steht in Skischuhen beim vereinbarten Treffpunkt: heute ist sein 40. Skitag in dieser Saison – und das, obwohl sein Leben am 10. Dezember 2024 beinahe hier zu Ende gewesen wäre. So passt das Wiedersehen mit seinem Lebensretter Markus Mitttermüller aus Auberg beim "Gasthaus zum Überleben" perfekt zur Geschichte von Rudi Pfoser.

Rudi Pfoser dankt seinem Lebensretter Markus Mittermüller.
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Herzstillstand auf der Piste

Was war passiert an jenem kalten 10. Dezember 2024? "Ich weiß es nicht mehr genau. Nur aus Erzählungen. Ich bin die Hochwald-Piste hinuntergefahren, kurz vor der Talstation stehen geblieben und dann zusammengesackt", sagt Pfoser. Nachfahrende Bekannte haben bemerkt, dass es kein Sturz war, sondern ein medizinisches Problem. Sie sind zur Gondelstation geeilt und haben Markus Mittermüller, der dort gearbeitet hat, zu Hilfe gerufen.

Sofort reanimiert

"Ich habe den Notruf abgesetzt und bin das Stück zu ihm auf die Piste hinaufgelaufen Dann habe ich ihn reanimiert", erzählt Mittermüller. Eine goldrichtige Entscheidung, denn währenddessen eilte ein weiterer Mitarbeiter mit dem Laien-Defibrillator herbei, der sich beim Eingang zur Hochficht-Arena befindet. "Während wir auf die Rettung aus Ulrichsberg gewartet haben, haben wir ihn weiter reanimiert", erinnert sich Mittermüller.

"Ich bin bei der Feuerwehr Auberg und habe dort kurz zuvor einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Dieser hat mir in dieser Situation sehr viel gebracht. Ich habe einfach abgespult, was ich dort gelernt habe."
Markus Mittermüller

Er erinnert sich auch noch daran, dass viele Skifahrer stehen geblieben sind und gefragt haben, ob sie helfen können. Aber da nahm bereits alles seinen Lauf und rasch war die Rettung zur Stelle.

Notfallsanitäter Stefan Wagner, Patient Rudi Pfoser, Lebensretter Markus Mittermüller und Notfallsanitäter Jürgen Leitner, v.l.
  • Notfallsanitäter Stefan Wagner, Patient Rudi Pfoser, Lebensretter Markus Mittermüller und Notfallsanitäter Jürgen Leitner, v.l.
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"Wir wurden um 9 Uhr alarmiert und waren um 12 Minuten nach 9 Uhr beim Patienten. Um 9.25 Uhr hatte der Patient wieder Kreislauf und war soweit stabil, dass er mit dem Christopherus 10-Rettungshubschrauber ins Krankenhaus der Elisabethinnen nach Linz geflogen werden konnte", beschreibt Stefan Wagner vom Roten Kreuz den Einsatz. Er ist, genauso wie Jürgen Leitner Notfallsanitäter und damals vor Ort. "Notfallsanitäter haben in gewissen Situationen Zusatzkompetenzen, wie etwa die Gabe von Medikamenten. Das war in Rudis Fall entscheidend", sagt das Rotkreuz-Duo. Dass Rudi Pfoser überlebt hat, war großes Glück. "Wichtig war, dass bis zum Eintreffen der Rettung Reanimationsmaßnahmen gesetzt wurden", erklärt Wagner. Die perfekt ineinandergreifende Rettungskette rettet ihm letztlich das Leben. 

Das Erlebte gut verarbeitet

Rudi Pfoser war eine Woche im Tiefschlaf und wurde operiert. Auch daran fehlt ihm die Erinnerung. Aber er hat sich erstaunlich gut erholt, war auf Reha und ist wieder fit. "Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist", sagt er heute. Er lebt mit drei Stents und einem implantierten Defibrillator. Am Jahrestag seines Unfalls war er auf der Piste und ist genau an diesen Ort hingefahren. "Es gab schon immer wieder die Gedanken, was wäre gewesen, wenn es im oberen Teil der Piste passiert wäre. Wenn niemand da gewesen wäre oder wenn mir keiner geholfen hätte? Aber ich konnte mit dieser Geschichte gut abschließen. Ich habe jetzt eine andere Einstellung zum Leben, weniger Stress und mehr Gelassenheit", sagt Pfoser. Und jede Menge Zeit zum Skifahren und Motorradfahren, seinem zweiten großen Hobby, dem er sich im Sommer wieder widmet.

Widmungstafel am Gasthaus

Und Markus Mittermüller? Der hat eine eigene Mobilfunkstation, die Mobilfunkstation Markus-Mittermüller trägt auch im offiziellen österreichischen Senderkataster diesen Namen. „Herrn Pfosers Lebensrettung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine gute Mobilfunk-Infrastruktur ist, ganz abseits von Internet oder Streaming. Sie kann im Notfall Leben retten", sagte Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO (Chief Technology & Information Officer) von Magenta Telekom. Er und Gernot Rasch von Euro-Tele-Sites überreichten die Widmungsurkunde offiziell. Eine goldene Widmungstafel am Gasthaus zum Überleben, auf dessen Dach der Sender ist, erinnert an seine Heldentat und jene der anderen Ersthelfer an diesem 10. Dezember 2024. 

Herz hörte auf zu schlagen: Rohrbacher überlebte dank der vielen Helfer
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