Nahversorger fehlt in neun Gemeinden

Wirtschafts-Landerat Michael Strugl, Gremialobmann der WKO, Johannes Jetschgo und Gremialgeschäftsführer Manfred Zöchbauer (v. l.)
  • Wirtschafts-Landerat Michael Strugl, Gremialobmann der WKO, Johannes Jetschgo und Gremialgeschäftsführer Manfred Zöchbauer (v. l.)
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BEZIRK (bay). Im Bezirk Rohrbach sind neun Gemeinden ohne Lebensmittel-Geschäft oder Nahversorger: Ahorn, Afiesl, Atzesberg, Auberg, Hörbich, Lichentau, Schönegg, St. Oswald, St. Ulrich. Das ist um einer mehr als 2012, wo es acht Gemeinden ohne Geschäft gab. Nur im Bezirk Ried sind – neben Rohrbach – die Gemeinden ohne Nahversorger mehr geworden. In allen anderen Bezirken blieb die Zahl gleich oder ist gesunken: "Mit diesem Ergebnis zeigt sich, dass Oberösterreich so gut versorgt ist, wie nur wenige Bundesländer“, kommentiert Gremialobmann Johannes Jetschgo aus Sarleinsbach die Studie. Das Institut market calling wurde damit beauftragt wurde. Die Studie zeigt, dass nur mehr 41 oberösterreichische Gemeinden keinen Nahversorger haben. 2012 waren es noch 48, 2009 waren es 56.

Eher kleine Unternehmen

"Generell ist der Lebensmitteleinzelhandel in Oberösterreich weiterhin von sehr individuellen, selbstständigen und eher klein ausgerichteten Unternehmen geprägt", sagt Jetschgo. Knapp die Hälfte der Unternehmen in dieser Branche haben eine Verkaufsfläche bis maximal 80 Quadratmeter. Etwa zwei Drittel sind selbständig.

Kundenakquise großer Wettbewerb

Die größten Herausforderungen sehen die Unternehmer im Bereich Marketing und Kundenakquise, aber auch die Konkurrenz und die Erhaltung des Geschäfts belastet Lebensmittelhändler. Um die Nahversorger bei Investitionen zu unterstützen, wird das Land OÖ die einzelbetriebliche Nahversorgungsförderung um weitere zwei Jahre verlängern. "Das Programm hat sich bewährt, wie das Ergebnis der Studie klar belegt", freut sich Wirtschaftslandesrat Michael Strugl.

Regionalitätspreis

Wie wichtig lokale Geschäfte und Unternehmen für die Menschen in der Region ist, zeigt die BezirksRundschau beim Regionalitätspreis auf. Zum sechten Mal wird dieser Preis heuer an Institutionen, Vereine, Firmen und Behörden vergeben, die außerordentlich zur Verbesserung der Lebensqualität im Bezirk beitragen. Mehr dazu im Zur-Sache-Kasten.

Autor:

Karin Bayr aus Rohrbach

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