Neuer Spiegel-Treffpunkt in Rohrbach-Berg: Ein Ort, der dem Kind gehört

Kinder genießen es, wenn einmal ihnen die Zeit gehört und nicht nebenbei andere Aufgaben gemacht werden.
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  • Kinder genießen es, wenn einmal ihnen die Zeit gehört und nicht nebenbei andere Aufgaben gemacht werden.
  • hochgeladen von Alfred Hofer

ROHRBACH-BERG (alho). Spielen, Basteln, Geschichten vorgelesen bekommen, Singen – ein Auszug aus dem Programm des Spiegel-Treffpunktes. Dieser ist im "Haus der Familie" (ehemaliges Gemeindehaus Berg) untergebracht und wurde für Kinder im Alter von eineinhalb bis dreieinhalb Jahren ins Leben gerufen. „Hier sollen sich Eltern rund zwei Stunden bewusst Zeit nehmen fürs Kind und nicht nebenbei Geschirrspüler einräumen oder andere Haushaltsarbeiten erledigen“, erklärt Leiterin Julia Hofmann und ergänzt: „Dies ist auch keine Kaffeerunde, sondern es gibt ein Rahmenprogramm mit Struktur. Zu Beginn wird begrüßt und ein Lied gesungen, später gibt es eine Jausenzeit, bei der sich Mütter austauschen. Durch den Austausch sieht man, dass es überall Probleme gibt. Ein Kind schläft nicht durch, der Nachwuchs streitet etc.“

Im Jänner erste Gespräche

Bereits Ende Jänner hatte ein Gründungsgespräch für einen solchen Spiegel-Treffpunkt in Rohrbach-Berg stattgefunden. Im geplanten "Haus der Familie" sollte im ersten Stock ein Raum dafür zur Verfügung stehen. Im Mai konnte man schließlich einziehen und im Juni fand die Eröffnung statt. Eine Woche nach Schulbeginn wurde sodann mit dem Spiegel-Treffpunkt gestartet. In jeder der Spielgruppen befinden sich zwischen neun und elf Kinder. Hofmann absolvierte einen Basislehrgang, um einen Spiegel-Treffpunkt ehrenamtlich leiten zu können. Unterstützt wird sie im Team von Petra Grünzweil, Karoline Sexlinger, Verena Schuster und Kerstin Leitner. Derzeit gibt es vier Spielgruppen und einen Baby-Treff, die jeweils wöchentlich im Spielgruppenraum abgehalten werden. Genauere Infos unter: 0664/3436042.

28 Spiegel-Treffpunkte

Insgesamt gibt es im Bezirk 28 solcher Spiegel-Treffpunkte, 16 davon werden von Regionsbegleiterin Helga Gahleitner betreut. Sie ist auch gleichzeitig die Zwischenstelle von der Diözese zur Pfarre und zum Treffpunkt vor Ort. Die anderen zwölf Treffpunkte betreut Nicole Atzlesberger. Oberösterreichweit sind zurzeit sogar über 200 solcher Einrichtungen aktiv. Die Spiegel-Treffpunkte fallen nicht in eine Kinderbetreuung, die steuerlich absetzbar ist. Das Wortspiel „Spiegel“ deutet auf die Spielgruppen hin, genauso wie auf die Elternbildung, die ebenfalls einen Teil des Angebotes darstellt. Und letztlich sind laut Regionsbegleiterin Gahleitner die Kinder wie ein Spiegel, in dem man sich selber findet. Zu den Elternbildungsangeboten zählen verschiedene Workshops und Kurse sowie eine berufliche Ausbildung, um als Helferin in einem Kindergarten oder einer Kinderbetreuungseinrichtung tätig zu sein.

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