Trachtentrends 2019
Perfekt gekleidet zur Trachtenmodenschau und zum Dirndl- und Lederhosentreffen auf der Böhmerwaldmesse

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ULRICHSBERG (anh). Lange Zeit galt sie als altmodisch, konservativ und verstaubt. Seit ein paar Jahren erfreut sie sich aber wieder großer Beliebtheit – bei jungem wie bei älterem Publikum. Die Rede ist von der Tracht. Deswegen findet auch auf der diesjährigen Böhmerwaldmesse, die von 2. bis 4. August in Ulrichsberg über die Bühne geht, am Samstag, 20 Uhr, im Festzelt eine Trachtenmodenschau von Spieth & Wensky statt. Musikalisch begleitet wird das Event von der deutschen Schlagersängerin Romy. Gleichzeitig findet an diesem Abend auch ein Dirndl- und Lederhosentreffen statt. Für die drei größen Gruppen gibt es tolle Preise.
Um bereits perfekt gekleidet dort zu erscheinen, hat sich die BezirksRundschau bereits vorab über die aktuellen Dirndl-Trends informiert. 

Ursprung im 18. Jahrhundert

Das Dirndl hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Damals trugen Dienstboten das Kleidungsstück, weswegen eine Dienstmagd auch oft als "Dirn" bezeichnet wurde. Daraus leitet sich auch die Bezeichung für ihre Dienstbotentracht ab: das Dirndl. Erst rund um 1870 fand auch die Oberschicht Gefallen an dem Kleid – der Siegeszug der Tracht begann. Siether wird es im süddeutschen Raum und in einigen Alpenregionen zu festlichen Anlässen getragen, bei Volksfesten und traditionellen Events. Aber auch das klassische Hochzeitskleid ersetzt es dort und da bereits. Die heutigen Dirndl unterscheiden sich jedoch von den ursprünglichen. Sie reichen meist nur bis zu den Knien und werden nur noch selten bodenlang getragen. Früher konnte man eine Frau zudem anhand ihres Dirndls einer bestimmten Region und ihrem Status zuordnen. Heute verschwimmen die Grenzen zunehmend, Tracht ist längst in allen Alters- und Gesellschaftsschichten angekommen. Das klassische Dirndl besteht aus einem Kleid, einer Bluse und einer Schürze. Es muss eng sitzen und darf keine Falten schlagen, weswegen es meist eine Nummer kleiner gekauft wird als die eigentliche Kleidungsgröße.

Hochgeschlossene Blusen

Waren vor ein paar Jahren noch möglichst tief ausgeschnittene Blusen gefragt, so setzt man 2019 laut der Modezeitschrift InStyle auf mehr Eleganz. Hochgeschlossene Blusen – egal, ob schlicht geknöpft, mit aufwendiger Spitzenborte, Dreiviertelärmeln oder einem Stehkragen – kommen chic und sexy zugleich daher, aber auf eine subtilere, edlere Weise. Auch Dirndlkleider mit halsnahem Ausschnitt sind beliebt. Hierbei verzichtet die Trägerin meist gänzlich auf eine Bluse. Das kann ein angenehmeres Tragegefühl mit sich bringen. Solche Varianten sind aber nicht jedermanns Sache, schließlich gehört die Blues rein traditionell gesehen eigentlich fix zum Dirndl.

Pastell und Samt

Bei den Farben und Mustern wird es ebenfalls dezent und romantisch. Floralen Mustern – egal ob aufgestickt oder augedruckt – begegnet man wieder häufiger. Wer sich ein recht auffälliges Dirndl zulegt, sollte auf jeden Fall beim restlichen Styling auf eine gewisse Zurückhaltung und ein natürliches Make-Up setzen, damit es nicht zu überladen wirkt. Auch Pastelltöne sind angesagt. Ein zartes Altrosa oder frisches Mintgrün lassen sich auch gut miteinander kombinieren. Dauerbrenner sind nach wie vor das traditionelle Blau, ein peppiges Rot oder ein schlichtes Grau, gerne auch in Richtung Silber. Hinsichtlich der Materialien dominieren Baumwolle, Leinen oder Wildseide nach wie vor die Tracht. Neu hinzu kommt Samt. An kühlen Messetagen und später vielleicht sogar zur Weihnachtszeit wirken solche Dirndl fast schon royal.

Geflochtenes Haar

Egal, ob Gretchenzopf, also ein geflochtener Zopf um den Kopf herum, oder eine verspielte Hochsteck-Flechtfrisur – richtig perfekt wird der Look erst durch das passende Haarstyling. Dazu passt möglichst traditioneller Schmuck. Ein schönes Accessoire sind auch bunte Halstücher. Einfach zweimal um den Hals knoten und die Enden in den Ausschnitt fallen lassen. Eine Strickjacke, Taschen aus Leder oder Filz und Pumps, Ballerinas oder Schnür-Stiefeletten komplettieren das Outfit. Wer's lieber frecher mag: Lederhosen, Trachten-Shorts und -Bermudas sind auch bei Frauen gern gesehen.

Die Dirndl-Schürze richtig binden

Wie bzw. wo man die Dirndl-Schürze bindet, sagt einiges über den Beziehungsstatus der Trägerin aus.
• rechts gebunden: vergeben
• links gebunden: single
• vorne gebunden: Jungfrau
• hinten gebunden: Witwe oder Bedienung

Autor:

Annika Höller aus Rohrbach

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