Keine Schulzusammenlegung
Projekt scheiterte noch vor den Gesprächen

Die Volksschulen in Rohrbach-Berg, Arnreit sowie Oepping sind stark sanierungsbedürftig. Da die Umsetzung des Pflichtschulcampus in Rohrbach-Berg bevorsteht, überlegten die Bürgermeister der Gemeinden, die drei Volksschulen im neuen Campus zu vereinen. Die BezirksRundschau berichtete: Schulen sollen zusammengelegt werden
Das Projekt scheiterte jedoch noch vor den eigentlichen Gesprächen. 

ROHRBACH-BERG, ARNREIT, OEPPING. "Die Initiative der drei Gemeinden Arnreit, Oepping und Rohrbach-Berg, sich gemeinsam die Situation der Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen genauer anzusehen, stand leider von der ersten Minute an unter keinem guten Stern", schreibt Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer in seiner Stellungnahme. Diese sensible Angelegenheit wurde den Gemeinderäten und anschließend den betroffenen Direktoren vorgestellt. "Es war auch von Anfang an klar, dass ein derartiger Prozess, der drei eigenständige Gemeinden betrifft und am Ende eventuell auch sehr weitreichende Entscheidungen erfordert, einer externen Begleitung bedarf. Diese externe Begleitung wird übrigens von der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg finanziert und betrifft weder Arnreit noch Oepping", erklärt Lindorfer. Es sollte dann sofort mit der Bildung von Arbeitskreisen in den jeweiligen Gemeinden begonnen werden. "Jedoch folgte darauf der unselige Freitag, der 13. März, welcher unser aller Leben auf den Kopf stellte. Wir wollten nichts unter den Tisch kehren, nichts verheimlichen und niemanden ausbremsen, aber es ist irrsinnig schwierig, bei solch heiklen Themen den richtigen Verständigungsweg zu finden", betont Rohrbach-Bergs Bürgermeister. In diesem Fall ist auch eine noch nie dagewesene Ausnahmesituation dazwischen gekommen, die es auch fast unmöglich gemacht habe, den Prozess ordentlich zu starten.

Kritisch hinterfragen und diskutieren

Lindorfer verstehe die Emotionen, die Befürchtungen und auch die Ängste der betroffenen Gemeindebevölkerung durchaus. Es war den Bürgermeistern bewusst, dass es einen guten, offenen und durchaus kritischen Beteiligungsprozess geben soll und auch muss. "Die Art und Weise, wie hier von einigen Personen Halb- und auch Unwahrheiten (ob wissentlich oder unwissentlich) verbreitet werden, angebliche Fakten einfach so als Tatsachen dargestellt werden, trifft uns alle drei wirklich hart", bedauert Lindorfer und ergänzt : "Ich bin kein Bildungsexperte und auch meine beiden Kollegen nicht. Darum war es das Ansinnen von uns, alle Vor- und Nachteile aufzuarbeiten, kritisch zu hinterfragen, zu diskutieren und dann schlussendlich zu entscheiden." In Arnreit und Oepping stehe die Sanierung der Volksschulen im Raum. Die derzeit vorliegenden Pläne würden es erlauben, die vier zusätzlich notwendigen Klassen zu integrieren. Durch eine gemeinsame Volksschule hätten etwa zwei Millionen Euro eingespart werden können.

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