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"Wir überzeugen mit Produkten aus dem Mühlviertel"

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Im Süden des Bezirks Rohrbach bewirtschaftet Familie Gruber den "Hauderhof". Der Erbhof, der seit 1417 in Familienbesitz ist, wird von Marianne und Albert Gruber als typischer Mühlviertler Milchviehbetrieb, mit eigener Nachzucht und Rindermast, geführt.

NIEDERWALDKIRCHEN. "Auf unserem Hof wird seit eh und je Schnaps vorwiegend aus Getreide und typischen Mühlviertler Obstsorten destilliert. Die Brennerei ist unsere Leidenschaft, die wir mit unseren Kindern teilen", sagen die beiden. Sie legen großen Wert darauf, dass sie sich in allen Bereichen weiterbilden. Im Jahr 2010 haben sie die Ausbildung zum Edelbrandsommelier absolviert. Tochter Angelika und Sohn Thomas haben die Sommelierausbildung 2019 ebenfalls mit Auszeichnung abgeschlossen. Zu ihren Produkten zählen Getreidebrände, wie der Schlägler Roggen, Gerste, Hafer und seit 1992 auch Whisky sowie Tschin. Birnenbrände, wie Speckbirne und Kletzenbirne, Apfelbrände, Liköre auf Basis des Getreidebrandes, Sirupe und Marmeladen mit Whisky und Tschin gehören zum Sortiment.

Typische Mühlviertler Produkte

Das besondere an der Brennerei ist, dass sie keine Williamsbirne oder Marille destillieren, welche sonst in Brennereien die gängigsten Edelbrände sind. "Wir überzeugen die Kunden von unseren typischen Mühlviertler Produkten, wie dem traditionellen Schlägler-Roggenbrand und verschiedenen Mostobstbränden." Dass sich Gastronomiebetriebe immer mehr auf die Qualität aus dem Mühlviertel besinnen, kommt ihnen und vielen anderen Direktvermarktern zugute. Die Grubers verkaufen ihre Produkte auch über die Bezirksgrenzen hinaus, doch das Augenmerk legen sie auf den eigenen Bezirk. "Wir verkaufen die Waren im Umkreis von etwa 25 Kilometern", erklären sie und ergänzen: "Um die Regionalität zu wahren, betreiben wir bewusst keinen Onlineshop. Der persönliche Kontakt zu den Kunden ist uns sehr wichtig und wir freuen uns, wenn wir sie vor Ort beraten können." Der heutige Käufer will laut den Niederwaldkirchnern sehen, wo die Produkte herkommen. "Das vermitteln wir mit unserem Motto 'Vom Feld in die Flasche' und zeigen den Kunden, wo das Getreide wächst. Wir erklären die Veredelung und den Entstehungsprozess eines Destillates. Transparenz ist besonders wichtig", sind die Grubers überzeugt.

Namensgebung ist ihnen wichtig

"Es werden oft ausländische Spirituosen gekauft, doch es gibt auch in der Region engagierte Brennereien, die nicht bestehende Produkte kopieren wollen, sondern Destillate erzeugen, die die persönliche Note sowie die Region widerspiegeln", erläutern die Niederwaldkirchner. Die Regionalität liegt im Trend, dadurch greifen Konsumenten und Gastronomie vermehrt zu heimischen Produkten. Die Namensgebung ist den Edelbrandsommeliers sehr wichtig, da die Produkte so schneller wiedererkannt werden. Der "Broamat Lus Whisky" ist zum Beispiel nach dem Feld Broamat Lus benannt, auf dem die Gerste angebaut wird. Namen, die sich auf die Familie beziehen, wie "Old Hauder" oder "Smoky Tom" gehören ebenfalls dazu. Wird ein neuer Produktname benötigt, wird dieser im Kreise der Familie diskutiert und das Etikett gemeinsam entworfen. "Auf Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität legen wir besonders großen Wert. Es ist uns auch wichtig, dass wir alle Arbeitsschritte, vom Anbau des Getreides bis zum Verkauf von uns ausgeführt werden. Über allem steht die Zufriedenheit der Kunden."

Autor:

Sarah Schütz aus Rohrbach

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