Wohin mit dem Tschick? – Stummel verunreinigen Umwelt

Markus Altendorfer, Ursula Salomon und Hannes Sonnleitner vom BAV weisen auf die Auswirkungen von Wegwerfmüll auf die Umwelt und Natur hin hin.
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BEZIRK (hed). Nach dem Erlöschen der Glut wird die Zigarette zum Müllproblem: Schätzungsweise drei Viertel aller Zigarettenstummel werden weltweit achtlos in die Landschaft, auf den Gehsteig oder aus dem Fenster geschnippt. Diese Stummel machen bis zu 50 Prozent der achtlos weggeworfenen Gegenstände aus, recherchierte Markus Wanzcek vom Südwind Magazin. „Bis zu sieben Jahre brauchen Zigaretten zum Verrotten“, weiß Abfallberater Hannes Sonnleitner vom Bezirksabfallverband Rohrbach (BAV). Überdies sind sie angereichert mit Arsen, Blei und Cadmium, beinhalten Pestizidrückstände, Nikotin und Teer. Fische und Vögel halten die Filter für Futter und vergiften sich daran. Rückstände gelangen in Gewässer und ins Grundwasser. „Bei einer Trockenheit wie heuer sind weggeworfene Zigaretten neben Glasflaschen ein erhöhtes Brandrisiko“, warnt Sonnleitner. Der BAV bietet nun Taschenbecher aus Glas an. 

Erhöhte Brandgefahr

Auch weggeworfene Aludosen, Glasflaschen und Plastiksackerl stellen eine erhöhte Verletzungsgefahr für Tiere dar. Plastiksackerl werden zu Mikroplastik abgebaut und gelangen durch Windverfrachtung in Flüsse und werden von Fischen gefressen. „Und schon ist das Mikroplastik auch in unserer Nahrungskette“, so Sonnleitner, „Fischer im Bereich der Ranna haben schon Plastik in den Mägen von Fischen gefunden“. Mit der Aktion „Wirf nix raus/weg! – Müll verschwindet nicht!“ hat der BAV im Frühjahr Gemeinden und Vereine eingeladen, an Müllhäufungspunkten eine Hinweistafel und gelbe Signalpfeile anzubringen, um auf Müllsünder aufmerksam zu machen (Die BezirksRundschau berichtete). Die Gemeinden Haslach, Nebelberg, Niederwaldkirchen und St. Stefan haben sich daran beteiligt. Ob in Folge an diesen Stellen weniger Müll abgelagert wird, konnte man auf Rückfrage nicht genau sagen. „Es war uns wichtig, Bewusstseinsbildung zu machen“, erklärte man unisono. "Littering" werde im Bezirk etwas weniger – laut Sonnleitner auch eine Folge der Langzeitaktion „Hui statt Pfui“ des BAV. „Um Littering stark zu minimieren, würde ein Pfandsystem wie in Deutschland auf alle Getränkeflaschen und Dosen helfen“, so Sonnleitner, „keiner wirft einfach 20 Cent beim Autofenster hinaus und falls doch, wird es jemand aufsammeln und das Pfand selber einkassieren“.

Zur Sache:

Taschenbecher sind beim BAV erhältlich.
Dort gibt es auch weitere Infos zur zu den einzelnen Aktionen, genauso wie im Netz unter: https://www.umweltprofis.at/allgemein/home.html

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