Ergebnis Wahl 2021
Bezirk Rohrbach wählt Bürgermeister, Gemeinderat & Landtag

Heute hat der Bezirk Rohrbach Gemeinderat, Bürgermeister und Landtag gewählt.
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Die Bürger im Bezirk Rohrbach haben den neuen Landtag, die Gemeinderäte und die Bürgermeister gewählt. Die Wahlergebnisse in Ihrer Gemeinde finden Sie hier.

So hat Oberösterreich gewählt

Die Ergebnisse der Landtagswahl in Oberösterreich

Landtagswahl 2021 – Ergebnis im Bezirk Rohrbach

ÖVP: "Voller Einsatz für den Bezirk"

Georg Ecker, Bezirksparteiobmann der ÖVP und Landtagsabgeordneter, lieferte noch im Laufe des Wahl-Nachmittags ein erstes Statement, in dem er sich für die hohe Wahlbeteiligung und das Vertrauen der Bürger bedankte. Zu diesem Zeitpunkt rechnete die ÖVP Rohrbach noch mit einem leichten Zugewinn im Vergleich zu 2015 und einem Endergebnis von rund 48 Prozent bei den Landtagswahlen. Schlussendlich sind es für die ÖVP dann 46,85 Prozent geworden und damit ein leichtes Minus von 0,38 Prozent. Bei den Gemeinderatswahlen verlor die ÖVP im Bezirk ebenfalls leicht und verfügt nun über 408 Mandate (vorher: 413). Insgesamt erhielt die Partei aber nach wie vor eine große Zustimmung der Mehrheit der Wähler: 60,48 Prozent der Stimmen entfielen auf die Partei. Der deutlichste Rückgang war bei der Bürgermeisterwahl zu verzeichnen: ein Minus von 7,06 Prozent. Auch zwei Stichwahlen muss die ÖVP schlagen: in Aigen-Schlägl und in St. Johann. "Ich gehe davon aus, dass die beiden bestehenden Bürgermeister bestätigt werden. Elisabeth Höfler hat in Aigen-Schlägl schon jetzt den höchsten Stimmenanteil und damit gute Chancen. Und in St. Johann haben wir mit Alfred Stürmer einen langgedienten Politiker an der Spitze", sagt Ecker. In beiden Gemeinden will man nun noch einmal den Wahlkampf verlängern und Unterstützung für die ÖVP-Kandidaten signalisieren. Der größte Dämpfer folgte jedoch für Georg Ecker bei der Auszählung der Stimmen in Kollerschlag. Der ÖVP-Bezirkssprecher und Landtagsabgeordnete übernahm in seinem Heimatort erst heuer das Bürgermeisteramt von seinem langjährigen Vorgänger Franz Saxinger. Nun muss er das Zepter wieder abgeben: Sein Konkurrent von der SPÖ, Johannes Resch, erhielt 52,54 Prozent der Stimmen und ist damit neuer Bürgermeister. Dazu verlor die ÖVP ein Mandat an die SPÖ. Sein Landtags-Mandat wird Ecker aber aller Voraussicht nach behalten, ebenso wie die zweite ÖVP Landtagsabgeordnete aus Rohrbach, Gertraud Scheiblberger.

SPÖ: "Ganzer Erfolg auf Bezirksebene"

Ordentlich gefeiert wurde am Wahlabend bei der SPÖ. "Auf Bezirksebene war es für uns ein ganzer Erfolg. Wir haben alle unsere zuvor angekündigten Ziele erreicht. Ein Plus ist sich ausgegangen, auch wenn es etwas mehr sein hätte können. Und sogar ein weiterer Bürgermeister ist sich ausgegangen – noch dazu in der ÖVP-Hochburg, wo derzeit der ÖVP-Bezirksobmann im Amt ist. Das ist fast ein kleines Wunder", freut sich SPÖ-Bezirksobmann Dominik Reisinger, der sein Bürgermeister-Amt in Haslach erfolgreich verteidigen konnte. Dazu habe die SPÖ noch "St. Johann im Köcher", wo es am 10. Oktober zur Stichwahl zwischen ÖVP-Kandidat Albert Stürmer und Juliane Fuchs von der SPÖ kommen wird. Beide Kandidaten trennten nur rund fünf Prozent der Stimmen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir bald die erste SPÖ-Bürgermeisterin im Bezirk haben werden. Wir werden in den kommenden Tagen jedenfalls noch einmal alles in die Waagschale werfen", so Reisinger. Freude herrscht auch über den Ausbau der Absoluten in Julbach und die souveräne Verteidigung des Bürgermeister-Amtes in Nebelberg, wo viele einen knappen Wahlausgang vorhergesagt hatten. Auch in anderen Gemeinden habe es "knappe Ergebnisse und tolle Achtungserfolge gegeben", wie etwa in St. Oswald. Das Team freue sich nun auf die kommenden Herausforderungen.

Die SPÖ stellt nun in vier statt drei Gemeinden des Bezirks einen Bürgermeister. Bei den Gemeinderatswahlen gab es einen Zugewinn von acht Mandaten. Auch bei der Landtagswahl fuhr die SPÖ im Bezirk ein leichtes Plus von 0,47 Prozent ein.

FPÖ: "Bestes Ergebnis im Mühlviertel"

Auch wenn in der FPÖ nicht alle Ziele erreicht wurden, freut man sich im Bezirk Rohrbach: "Auf Landesebene hätten wir gerne einen Zweier vorne gehabt und ein Landtagsmandat mehr, aber dafür haben wir uns in der Fläche, in den Gemeinden, sehr gut geschlagen", sagt Bezirksparteiobfrau Ulrike Wall. So habe die FPÖ Rohrbach das beste Ergebnis der Mühlviertler Bezirke abgeliefert. "In zwei Gemeinden, Niederwaldkirchen und St. Ulrich, konnten wir uns neu positionieren und jeweils zwei Mandate erhalten. Auch in Auberg haben wir dank eines neuen, jungen Kandidaten zugelegt. Erfreulich ist auch, dass wir in einigen Gemeinden die absolute Mehrheit der ÖVP brechen konnten." Besonders toll sei natürlich das Ergebnis in Aigen-Schlägl, wo nicht nur die Absolute gebrochen wurde, sondern die amtierende ÖVP-Bürgermeisterin Elisabeth Höfler auch in die Stichwahl mit FPÖ-Kandidat Ricardo Lang muss: "Der Ausgang ist immer schwer vorherzusagen, aber bei dem Ergebnis der ersten Wahl rechnen wir uns ernstzunehmende Chancen aus. Wir werden dort den Wahlkampf nun mit vereinten Kräften verlängern." Erfreulich seien auch Einzelergebnisse, wie in St. Stefan-Afiesl, wo die FPÖ das beste Ergebnis aller Mühlviertler Gemeinden holte, sowie in Walls eigener Gemeinde Helfenberg, wo die FPÖ ein zusätzliches Mandat holte. Ob Stefanie Hofmann aus Klaffer, die auf der Landesliste auf Platz 10 kandidierte, ein Landtags-Mandat erhalten wird, sei noch nicht ganz fix, dürfte sich laut Wall aber ausgehen. Eine Entscheidung soll es morgen geben.

Bei der Landtagswahl fuhr die FPÖ im Bezirk Rohrbach ein Minus von 8,51 Prozent ein und erhielt 18,69 Prozent der Stimmen. Kleiner war das Minus bei den Gemeinderatswahlen, wo die FPÖ 11,09 Prozent erhielt (- 2,80 %). Allerdings verliert die Partei dadurch 16 Mandate im Bezirk. Zugewinne gab es bei den Bürgermeisterwahlen im Bezirk: 6,64 Prozent der Stimmen (+ 5,92 %).

Grüne: "Haben ein deutliches Zeichen gesetzt"

Die Rohrbacher Grünen haben bei der Gemeinderatswahl im Bezirk mit der Verdoppelung ihrer Mandate von 8 auf 16 ein "deutliches Zeichen gesetzt", so Bezirkssprecherin Ulrike Schwarz. Vor allem das Ergebnis in Neufelden, wo die Grüne Ortsgruppe beim ersten Antritt vier Sitze und einen Gemeindevorstand erobern konnte, sei "ein Wahnsinn und ein toller erster Erfolg". Damit könne die Partei im Bezirk jene Themen, die ihr wichtig sind, nun ganz anders umsetzen, so Schwarz. Überhaupt seien die Themen die richtigen gewesen. Das zeige auch das Ergebnis der Landtagswahl, wo die Grünen in Rohrbach 1,32 Prozent dazugewinnen konnten. "Klimaschutz ist den Menschen immer wichtiger und muss in Zukunft auch einen Platz finden", sagt die Grüne Bezirkssprecherin. Sie selbst wird fix wieder in den Landtag einziehen und möchte dort verstärkt ihre Themen Pflege und Gesundheit vorantreiben. "Auch wichtige Themen aus dem Bezirk können wir nun weiterhin nach Linz in den Landtag mitnehmen." In der Bezirkshauptstadt Rohrbach-Berg gibt es außerdem einen Stadtratssitz für die Grünen. Diesen wird aller Voraussicht nach ebenfalls Ulrike Schwarz annehmen. "Dann müssen wir schauen, wie künftig die Aufgaben verteilt werden und worum wir uns annehmen werden." Schwarz freut sich jedenfalls besonders, dass die Grünen dank des guten Wahlergebnisses nun auch in zahlreichen wichtigen Gremien im Bezirk vertreten sein werden und "damit ganz gut mitgestalten können".

Ein Plus von 1,32 Prozent gab es für die Grünen bei der Landtagswahl in Rohrbach. Insgesamt erhielt die Partei 9,97 Prozent der Stimmen im Bezirk. Sogar noch etwas größer war das Plus (+ 1,56 Prozent) bei der Gemeinderatswahlen. Dank einer Zustimmung von 3,62 Prozent konnte die Partei ihre Mandate von 8 auf 16 verdoppeln.


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