Rohrbach steht in Sachen Pflege vergleichsweise gut da

Die Heimleiterin des Bezirksalten- und Pflegeheim Rohrbach-Berg, Ida Kapfer (l.) und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.
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  • Die Heimleiterin des Bezirksalten- und Pflegeheim Rohrbach-Berg, Ida Kapfer (l.) und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.
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BEZIRK ROHRBACH (hed). „Die Zahl der pflegebedürftigen Oberösterreicher wird sich von derzeit 80.000 auf rund 126.000 im Jahr 2040 erhöhen“, berichtet Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) bei einer Pressekonferenz zum Thema Pflegeangebote im Bezirksalten- und Pflegeheim Rohrbach.

„Im Bezirk hat sich das Alten- und Pflegepersonal in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Dadurch ist der Fachkräftemangel im Pflegebereich nicht so stark ausgeprägt wie anderswo“, freut sich Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbandsobfrau Wilbirg Mitterlehner.

Das sei aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in Rohrbach zwischen 2020 und 2035 um rund 28 Prozent zunehmen. „Bei den zu Pflegenden und deren Angehörigen besteht der Wunsch, im Pflegefall so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu bleiben“, erklärt Gerstorfer. Für die Zukunft bedeute das mehr mobile Dienste einzusetzen und neue Wohnformen für die Betreuung älterer Menschen zu schaffen.

Kein Neubau von Pflegeheimen

In Oberösterreich werden deshalb keine neuen Alten- und Pflegeheime mehr errichtet. Die Ausnahme: Renovierungen oder der Ausbau von bereits bestehenden Häusern. „In Ulrichsberg ist ein Ausbau geplant. Wir befinden uns hier aber noch im Entscheidungsstadium “, verkündet Mitterlehner. „Bei den mobilen Diensten liegen wir im Spitzenfeld gegenüber anderen Bezirken."

Neue Ausbildungen

Trotz der relativ komfortablen Personalsituation im Bezirk, wird man zukünftig vermehrt Geld für die Ausbildung in die Hand nehmen. „Auch Erwachsenen soll eine Möglichkeit geboten werden in den Beruf der Pflege einzusteigen und sich die dafür notwendige Ausbildung leisten zu können“. Im Jahr 2018 hat man deshalb den Schwerpunkt auf das Fachkräftestipendien gelegt.

Der Lehrgang "Junge Pflege", der im November 2018 startete, ermöglicht erstmals jungen Menschen direkt nach der Pflichtschule eine Pflege-Ausbildung. Eine großes Potential für zukünftige Arbeitskräfte für den Pflegeberuf sieht Gerstorfer bei jungen Frauen mit Kindern. "Dann muss aber die flächenbedeckende Ganztagsbetreuung für Kinder ausgebaut werden." Da sieht sie auch im Bezirk Bedarf.

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