71 Jahre und kein bisschen langsam

Der Sieger kam heuer aus Ulrichsberg.
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JULBACH (gawe). 122 Starter, Motorräder, Beiwagengespanne und Autos schickte Rennleiter Hannes Plattner am Sonntag auf die Reise. Ziel der Bergtrophy: Zwei Läufe von Julbach nach Vorderschiffl in exakt der gleichen Zeit zu fahren bringt den Sieg. PS sind dabei nicht entscheidend: So belegte Stollnberger Reinhard (Motorrad Puch 150, Baujahr 1952) mit stolzen sieben PS den Gesamtrang 35. Ein Sportwagen PRC, Gruppe C mit 405 PS landete dagegen auf Platz 75.
Gleichmäßigkeit ist angesagt.
„Stoppuhren als Hilfsmittel sind verboten. Zwei möglichst gleichmäßige Läufe sind gefragt. Hitverdächtig kannst du mit zwei Laufzeiten sein, die auf eine halbe Sekunde genau gleich sind. Kann aber auch den zehnten Platz bedeuten“ so Heinrich Zeller aus Altenfelden. Für ihn und seinen Puch 650 T reichte es schließlich zum Rang zwei in der Oldtimerklasse. Mit unfassbarer Präzision hat Stefan Haselsteiner (Ulrichsberg) beide Laufzeiten in den Mühlviertler Asphalt gebrannt: Drei Tausendstel (!) Sekunden Unterschied bedeuteten für den BMW Piloten den Gesamtsieg. Weitere zehn Starter schafften es ebenfalls, die Zeitdifferenz unter einer Sekunde zu halten. „Ich fahre hier, weil ich vor 35 Jahren auf dieser Strecke fünfmal gestartet bin“ so Landshaag Sieger Toni Rechberger. Stockerlplätze ist er gewohnt: Diesmal bewegte er seine 180 PS starke Suzuki auf Platz drei in der Klasse Motorräder über 600 ccm.
Mitgutsch ersetzt Mitgutsch
Ältester Schmiermaxe im Feld war Franz Wiesinger. „Die Begeisterung fürs Rennfahren ist ungebrochen. 1987 bin ich das erste Mal eingestiegen. Ich habe etwas getan, was mich gefreut hat“ erzählt er davon, dass er in den Kurven keine Zeit zum Denken hat. „Ein wenig Verstand ist noch da, drum werde ich jetzt wahrscheinlich aufhören“ so der 72jährige über das Ende seiner Rennfahrerkarriere. Nachdem sein „Stammfahrer“ Mitgutsch Josef nach einem Arbeitsunfall ausgefallen ist, lenkte Bruder Ewald den Beiwagen auf Platz sechs.

Freestyle Jump Show fiel ins Wasser:
Pünktlich um 17 Uhr kurz vor Beginn der Motorrad Stunt Show zog eine heftiges Gewitterfront über Julbach hinweg: Ergebnis: Die Anlaufbahn zur Sprungschanze war komplett aufgeweicht. Aufgebrachter Schotter und herbeigeholte Matten halfen wenig. Auf der weichen Bahn war keine ausreichende Beschleunigung für die waghalsigen Sprünge möglich.

Mit 199 Puchs ins Buch der Rekorde: Neuer Weltrekord
„Heastauba-Feeling“
164 wetterfeste Zweiradler und 35 Autos der legendären Marke waren angetreten, einen Rekord aufzustellen: Die längste fahrende Kette von Puch-Fahrzeugen: vom umweltfreundliche Fahrrad (Baujahr 1935, Besitzer Leitner Josef, Julbach) bis zum legendären „Heastauba“ (Puch Moped). Bei den Vierradlern gab`s neben Militärfahrzeugen (Pinzgauer) auch den sportlichen 500er Puch mit stolzen 19,5 PS zu bestaunen.
Regengewand war bei der anschließenden Runde natürlich Pflicht.

Ergebnisse:
1. Haselsteiner Stefan, MPC Ulrichsberg, BMW, 00:00.034
2. Höglinger Harald, MRSC Gunskirchern, Honda, 00:00.075
3. Laimer, Lichtenauer, Seitenw. Triumph, 00:00.101
8. Meindl Leo, Puch Klub Rohrbach, Porsche, 00:00.663
10. Auberger Jürgen, MSC Julbach, 00:00.690

Autor:

Werner Gattermayer aus Rohrbach

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