Sport-Portrait
"Aufgeben war für mich nie eine Option"

Gerd Fidler kommt aus St. Johann und ist Rennradfahrer.
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  • Gerd Fidler kommt aus St. Johann und ist Rennradfahrer.
  • Foto: Foto: Sandra Fidler
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ST. JOHANN (srh). Mit 12 Jahren begann Gerd Fidler aus St. Johann regelmäßig auf dem Rennrad zu trainieren. "Ich mochte es schon immer, mich mit anderen zu messen", sagt der Hansinger. Bei seinem ersten Rennen, der Teufelsfahrt in St. Peter, erreichte er den zweiten Rang in seiner Altersklasse. Dieses Ergebnis motivierte Fidler für weitere Bewerbe. "Nachdem ich beim Hansberg Radspektakel in St. Johann ein gutes Rennen fuhr, bei dem ich sogar Lizenzfahrer hinter mir gelassen habe, meldete sich der damalige Nachwuchsleiter vom RC einDRUCK Sarleinsbach, Richard Lockinger, bei mir. Er meinte, dass ich ein Talent für den Radsport hätte und die Chance bekommen könnte, Rennen in ganz Österreich zu fahren", erinnert sich Fidler. Dem 23-Jährigen war schnell klar, dass er diese Chance nützen wird. Er stimmte dem Angebot zu.

Erholungszeit und Ernährungsplan

In der Vorbereitungszeit trainiert der Hansinger sechs Tage in der Woche. "Am siebten Tag wird das Rennrad zur Seite gestellt", schmunzelt Fidler. Während der Saison, nach einer langen Rundfahrt, beispielweie der Österreich-Rundfahrt, kann es schon mal vorkommen, dass er eine ganze Woche pausiert. "Da gebe ich meinem Körper die nötige Zeit, um sich optimal zu erholen." Nach einigen Jahren im Radsport konnte der 23-Jährige bereits einige Erfahrungen sammeln. Mittlerweile weiß er auch, welche Lebensmittel ihm gut tun. Dazu gehören auch Pizza oder Burger. "An einen Ernährungsplan halte ich mich nicht. Ich will mir nicht vorschreiben lassen, was und wann ich etwas essen darf bzw. muss."

Aufgeben war keine Option

Die freie Zeit am Wochenende genießt der Hansinger mit seiner Familie und den Freunden. Unter der Woche ist er beruflich in Voralberg unterwegs. Die Familie gibt dem 23-Jährigen auch viel Rückhalt in schlechten Zeiten. "Natürlich hat man als Profisportler nicht nur gute Zeiten, sondern auch schlechte. Die Schlechten überwiegen meistens, nur sieht das ein Außenstehender nicht. Aufgeben war aber für mich nie eine Option", erklärt er. Die eigenen Ansprüche sind im Laufe der Jahre immer wieder gestiegen. "Wurde ich bei einem Rennen Zweiter, so war ich der erste Verlierer. Wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, dann will man nicht mehr Zweiter werden", lacht Fidler.

Erfolge und nächste Ziele

Neben einigen Landesmeisterschaftstiteln im Nachwuchsbereich, aber auch im Profibereich, erkämpfte sich der Hansinger auch noch den Vizestaatsmeistertitel der Junioren. Bei Bundesligarennen erreichte er auch viele Top Ten Plätze. "2019 habe ich das stattliche Sechs-Sunden-Rennen in Grieskirchen gewonnen. Dieser Sieg bedeutet mir noch immer sehr viel. Nach über sechs Stunden Fahrzeit und knappen 230 Kilometern haben wenige Zentimeter über Sieg oder Niederlage entschieden. So eng können Leid und Freunde beinander liegen", erinnert sich der 23-Jährige. An den Österreich-Rundfahrten im Jahr 2017 und 2018 nahm er erfolgreich teil. Fidler war auch schon bei einigen Rennen am Start, bei denen er unter anderem gegen Tour de France Podestfahrer fahren durfte. 2019 belegte er in der Gesamtwertung der österreichischen Radbundesliga den elften Gesamtrang. Heuer ist sein Ziel ein Top-Ten Platz in dieser Wertung. "Was mich auch noch reizen würde, wäre die Teilnahme bei der Staatsmeisterschaft im 24-Stunden-Radmarathon. Bei so einem Rennen ist es wichtig, ständig hochkonzentriert zu sein. Das ist eine richtige Herausforderung und genau diese reizt mich."

Gerd Fidler kommt aus St. Johann und ist Rennradfahrer.
Autor:

Sarah Schütz aus Rohrbach

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