„Fidi“ - Der Sturz als Karriere-Turbo

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ST- PETER (gawe) „Abschiedsgeschenk von unserem Pfarrer beim letzten Mal ministrieren war: Das Buch „Jede Sekunde zählt“ von Lance Armstrong“ erzählt Gerd Fidler von seinem Einstieg ins Renngeschehen. Der Nachwuchssportler wurde vom Tour de France Sieger und von seiner Mutter motiviert: „Das hat mich darin bestärkt, auch Radrennfahrer zu werden“ .
Vorläufiger Höhepunkt in der jungen Rennsportlaufbahn ist die Nominierung zum internationalen Radrennen in Italien: Sechs Österreichische Nachwuchsrennfahrer starten am Sonntag beim 4. Gran Premio Canal del Ferro Valcanale – darunter Gerd Fidler aus St. Peter.
Spitzenplätze beim Kirschblütenrennen 2012 und beim Österreich Cup in Knittelfeld machten den U-17 Nationaltrainer auf ihn aufmerksam.
Viel Schüler würden sich das wünschen: „ Dienstag, Mittwoch und Freitag ist erst um zehn Uhr Schulbeginn“ so der Schüler der Leistungssporthandelsschule. Allerdings steht da „Krafttraining“ auf dem Stundenplan. Außerdem verlängert sich der Schulbesuch wegen des sportlichen Schwerpunktes um ein Jahr.
„Aus dem Pulk heraus sollst du in die Spitzengruppe kommen. Die letzten 300 bis 400 m vor dem Ziel ist es günstig, Zweiter zu sein. Bei der 200 m Marke attackiere ich dann. Ellbogentechnik ist hier gefragt“ erzählt er davon, wie er sein sieben Kilo schweres Carbon Renngerät möglichst als erster über die Ziellinie steuert.
Beim Sauwald- Bergsprint 2011 reichte es für den schnellen Gerd zum Landesmeistertitel; viele österreichische Klassefahrer sahen nur mehr sein Hinterrad. Beim „Almkönig“ hat er seit zwei Jahren ein Abo auf den ersten Platz in seiner Klasse. Beim Heim „Grand Prix“ heuer auf den Hansberg war der Sieg in der U 19 Klasse fast Pflicht. Angefeuert von Bekannten („gib Vollgas, geht schon“) sah er fast zwei Minuten vor dem Verfolger die Zielflagge. Ganz knapp einen Stockerlplatz verfehlt hat er heuer bei der Landesmeisterschaft im Zeitfahren.
„ Auf der Strecke St. Peter – Teufelmühle habe ich einen gewaltigen Sturz gerissen. Eine Fräskante war der Auslöser“ erzählt der 15jährige vom Beginn seiner Karriere. Da das Fahrrad „fetzenhin“ war, kam ein neues Rennrad ins Haus. Damit ging’s richtig zu Sache.
Die Pokalsammlung wächst ständig. „Beim Hansbergrennen hat mich Richard Lockinger entdeckt“. Seitdem tritt er für den Verein RC Union einDRUCK Sarleinsbach erfolgreich in die Pedale.
Ziele für heuer und für später: „Leiberl“ im U 17 Nationalteam (momentan liegt er am 6. Platz im Cup); Olympiastart 2016 in Rio.

Rennrad: 20 Gänge, Übersetzung: mit einem Kurbeltritt legt er 7,12 m zurück, alle 3000 km ist eine neue Kette fällig. Höchstgeschwindigkeit beim Rennen: Eschlberg 90 km/h, Durchschnittsgeschwindigkeit: Zeitfahren Offenhausen 41 km/h

Fotos: gawe

Autor:

Werner Gattermayer aus Rohrbach

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