Rebekka Autengruber holt sich dritten Platz

Rebekka Autengruber wollte einst schon einmal mit dem Judo aufhören, jetzt scheint ihr aber "der Knopf aufgegangen zu sein".
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  • Foto: Foto: Christian Fidler
  • hochgeladen von Annika Höller

ULRICHSBERG. Rebekka Autengruber holte sich in Follonica mit drei und damit den ersten Europacup-Podest. Und das ausgerechnet vor den Augen ihres allerersten Trainers Roland Kasper, der justament als Kampfrichter bei dem Turnier engagiert war. "Ich habe eh immer wieder versucht, heimlich rüberzuschielen, wenn ich auf einer Nebenmatte geschiedst habe", verrät Kasper mit einem Augenzwinkern. Die Ulrichsbergerin wollte einst schon einmal mit dem Judo aufhören, "Rocky" überredete sie schließlich aber doch weiterzumachen und ins Zentrumstraining nach Niederwaldkirchen zu fahren.

"Dass die Halle gewackelt hat"

Spätestens seit dem U23-ÖM-Titel scheint ihr der Knopf aufgegangen zu sein. In Follonica steigert sich Autengruber von Kampf zu Kampf. "Sie ist mit jedem Sieg ein Stück weit gewachsen", berichtet Ernst Hofer, der als U18-Nationaltrainer vor Ort ist. "Es ist, als ob sie einen Schalter im Kopf umgelegt hat. Sie hat es eigentlich schon immer drauf, nun traut sie es sich aber auch zu." Entsprechend zäh auch Autengrubers Start ins Turnier in Follonica. Gegen Marta Fiorini (ITA) braucht es dreieinhalb Minuten der Verlängerung, ehe die Mühlviertlerin die Italienerin zum entscheidenden Shido knechtet. Im Achtelfinale ledert sie Nadia Arfaoui (ITA) mit einem wuchtigen Koshi-guruma in die Matte, "dass die Halle gewackelt hat", sagt Hofer. Die top-gesetzte Kroatin Lorena Stengl erwischt Autengruber sechs Sekunden vor dem Ende mit einem linken Seoinage (Waza-ari). Im Halbfinale muss die seit kurzem 17-Jährige die Überlegenheit der späteren Siegerin Martina Esposito anerkennen, ehe sie im Bronze-Kampf Claudia Cerutti aus einem tiefen Seoinage auf ein Waza-ari herauskontert.

Für Bronze "bezahlt"

Ihre erste Europacup-Medaille "bezahlt" Autengruber mit einem dicken blauen Fleck am Schienbein, den ihr Bronze-Gegnerin Cerutti mit auf dem Weg gegeben hat. Doch ist bestimmt verschmerzbar.

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