Robin Hood aus Peilstein ist Staatsmeister

„Du darfst vor der Siegerehrung keinen Alkohol trinken“ für die meisten seiner Altersgenossen ohnehin klar.
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  • „Du darfst vor der Siegerehrung keinen Alkohol trinken“ für die meisten seiner Altersgenossen ohnehin klar.
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Großartige Erfolge für Michael Mühlbauer

PEILSTEIN (gawe) – „Bei den Wettkämpfen herrscht immer eine lockere Atmosphäre. Es läuft immer der Schmäh“, erzählt Michael davon, dass es keinen verbissenen Kampf gibt. „Du schießt auf naturgroße Schaumstofftiere. Wertungszonen sind auf die Ziele aufgemalt. Ich möchte möglichst einen Blattschuss anbringen.“

Bogen ziehen: einatmen. Pfeil weg: ausatmen und hoffen dass er trifft.

Ein Treffer auf den Schwanz der Tiere bringt weniger Punkte“, schildert der Hauptschüler den Parcour: „Auf zweimal 24 Ziele feuere ich meine 48 Pfeile aus Distanzen bis zu 25 Meter ab. Für einen Schuss hast du eine Minute Zeit“
2007 hat er zusammen mit seinem Vater Bernhard probeweise die ersten Pfeile auf die Reise geschickt. Bald kam der Vater zu Einsicht: „Ich kann das Erklären besser als das Schießen.“ Inzwischen ist er erfolgreicher Jugendbetreuer beim Bogenschützenverein Peilstein – dem besten Klub (Jugendklassen) in Österreich (!). Coaching ist bei seinem Sohn „Mike“ angesagt: „Die Videoanalyse zeigt Haltungsfehler schonungslos auf. Mein Sohn glaubt mir nur, was er auf Video sieht“, ist der Trainer überzeugt, dass in den höheren Klassen saubere Technik unbedingt gefragt ist.

Erfolg nach zwei Monaten Training

2007 gab es für den Hauptschüler bei seinem zweiten Turnier bereits den Platz ganz oben am Stockerl. Ein dritter Platz bei der Staatsmeisterschaft 2011 war der Auftakt zum Staatsmeistertitel 2012 in der Klasse Schüler zwei. Dass er sich seit dem Bewerb heuer im April auch noch Landesmeister nennen darf, passt in die aufsteigende Formkurve. „Ich werfe nicht gleich die Nerven weg, wenn es einmal nicht so gut läuft. Du brauchst eine gute Kontrolle über dich selbst“ schildert er seine Stärken. „Liegestütze im Training bringen mir die Armkraft“ so der 13jährige darüber, warum er nicht mehr zittert. Den „Instinktivbogen“ (ohne Zielvorrichtung) spannt er mit elf Kilogramm Zugkraft, bevor der Pfeil auf die Reise geht, die bis zu 200 m weit sein kann.
„Ich konnte nicht mehr zum Grinsen aufhören. Ich habe es erst geglaubt, als sie mir die Medaille umgehängt haben“, hatte er nach der Staatsmeisterschaft „Gänsehaut am ganzen Körper“. Vielleicht erreicht „Mike“ seine Traumziel: EM oder WM Teilnahme. Zeit bis dahin hat er ja noch.

Bedrohliche Maibaumwächter.

Vater Bernhard: „Wir haben in der Nacht zum ersten Mai in Peilstein den Maibaum bewacht. Ausgerüstet mit furchterregenden Langbögen und gekleidet als Ritter. Einige potentielle Diebe sind aber bereits wieder abgezogen, als sie uns von weitem gesehen haben.“

Autor:

Werner Gattermayer aus Rohrbach

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