Aigen ist Drehscheibe für Osteuropa-Markt

Gabriele Heinisch-Hosek und die SPÖ-Delegation wird bei ihrem Besuch in Aigen von Rene Bauer (l.) und Ioan Catlin Mursean (r.) durch die Lagerhalle geführt.
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AIGEN. Ein Besuch von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat den aktuellen Kopp-Geschäftsführer Ioan Catalin Mursean dazu veranlasst, zu eruieren, wieviele weibliche Beschäftigte das Unternehmen derzeit in Aigen hat. Von 53 Mitarbeitern sind 35 Frauen. "Der Altersdurchschnitt unserer Mitarbeiterinnen liegt bei 39 Jahren", erklärt Mursean. Bei Kopp in Aigen, der heuer 40-jähriges Jubiläum feiert, wurden einst Schalter, Stecker und Steckdosen produziert. Im Dreierschichtbetrieb waren 110 Mitarbeiter in der Fertigung beschäftigt. Heute wird in Tunesien (180 Mitarbeiter) produziert. Der Standort Kaplice (Tschechien) wurde vor einigen Jahren geschlossen und ebenfalls nach Afrika verlagert. Neben Aigen ist Kopp auch noch in Kahl am Main (Deutschland; 280 Mitarbeiter) wo die Schwerpunkte Forschung und Entwicklung, Produktion und Produktmanagement, Verwaltung und Produktion sind, sowie in Wijchen (Niederlande; sechs Mitarbeiter) mit Vertrieb und Marketing vertreten. Der Standort Aigen wurde zum Logistik-Zentrum beziehungsweise für den Vertrieb und die Verpackung umfunktioniert. "Zeitweise sind in Aigen Waren im Wert von zwei Millionen Euro zwischengelagert", verrät der Geschäftsführer. Von Aigen aus gehen die Produkte auf die Reise nach Südosteuropa. Die Waren werden mit Etiketten in den osteuropäischen Sprachen beklebt. "Georgien ist als Abnehmer neu dazugekommen", sagt Mursean. 80 Prozent des Geschäfts macht das Unternehmen mit do-it-yourself Partnern wie Bauhaus, Hornbach, Praktiker, Hagebau, Obi oder Baumax. Seit kurzem sind die Verträge mit dem Lagerhaus unter Dach und Fach. "Es wird dort unsere Produkte geben, wir haben uns gegen die Konkurrenz durchgesetzt", ist Mursean stolz. Stärker ausbauen möchte er noch den derzeit 20-prozentigen Umsatzanteil, den der Elektrohandel und die Industrie bringen. Auch die Vertriebskanäle möchte man bei Kopp erweitern. Geplant sind zudem Verträge mit Wohnbaugesellschaften, wie der neuen Heimat oder Fertigteilhäusern. "Da gibt es noch Potenzial", sagt der Geschäftsführer, dessen Philosophie auch gute Kundenbetreuung ist. "Da leisten wir uns viel mehr Mitarbeiter, als der Mitbewerber", sagt Mursean. 20 Millionen Euro Umsatz macht das Unternehmen pro Jahr. "Unser Vorteil gegenüber chinesischen Billigprodukten ist die Qualität", weiß Mursean.

Gabriele Heinisch-Hosek und die SPÖ-Delegation wird bei ihrem Besuch in Aigen von Rene Bauer (l.) und Ioan Catlin Mursean (r.) durch die Lagerhalle geführt.
Ioan Catalin Mursean ist der Geschäftsführer von Kopp in Aigen.
Autor:

Karin Bayr aus Rohrbach

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