Corona
Beratungen in der AK Rohrbach mehr als verdoppelt

Zahlreiche verunsicherte Rohrbacher wandten sich mit ihren Fragen an die AK-Experten.
  • Zahlreiche verunsicherte Rohrbacher wandten sich mit ihren Fragen an die AK-Experten.
  • Foto: Anna Rosenberger-Schiller
  • hochgeladen von Nina Meißl

Alle Hände voll zu tun hatten die Berater der Arbeiterkammer in Rohrbach während der Corona-Zeit. Zahlreiche Arbeitnehmer suchten Hilfe bei den Experten.

BEZIRK ROHRBACH. Rekordarbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Ängste vor Jobverlust, Probleme bei der Organisation der Kinderbetreuung und finanzielle Sorgen – die Corona-Krise und ihre Auswirkungen verunsicherten auch die Arbeitnehmer im Bezirk Rohrbach. Das schlug sich in den Beratungszahlen der Arbeiterkammer nieder. Bis zum Shutdown Mitte März gab es 570 Anrufe bei den AK-Beratern im Bezirk, ab dann bis Ende Mai mehr als zweieinhalb Mal so viele, nämlich 1.509. Darüber hinaus wurden 158 Mails mit arbeitsrechtlichen Fragen individuell und persönlich beantwortet. In ganz Oberösterreich wurden am Spitzentag, dem 16. März, 5.011 verzweifelte Anrufer registriert.

"Völlig neue Gesetze"

Das AK-Team wurde dabei vor völlig neue Herausforderungen gestellt, vor allem bei den Rechtsauskünften: "Da war vieles neu – völlig neue Gesetze, permanente Änderungen, wochenlang eine Flut an Verordnungen, viel Verwirrung um Regelungen. Eine Rechtsauskunft, die um 16 Uhr erteilt wurde, konnte schon nächsten Tag in der Früh wieder überholt sein", sagt AK-Bezirksstellenleiter Manred Riepl. Hauptthemen der Anfragen waren Kündigungen, Kurzarbeit, Kinderbetreuung, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen (Abstände, Schutzmasken, Desinfektion), Homeoffice und zuletzt arbeitsrechtliche Fragen rund um Auslandsurlaube.

Schwierige Beratung für Risikogruppen

Besonders viele Anfragen von verunsicherten Beschäftigten gab es zum Thema „Risikogruppen“. Riepl zählt ein paar Beispiele für Fragen aus der Beratung auf: „Ich habe eine schwere Lungenkrankheit, muss ich zur Arbeit gehen?“, „Vor einem Jahr hatte ich einen Herzinfarkt, gehöre ich zur Risikogruppe?“, „Meine Frau hat Diabetes und ist gefährdet, gelten Regelungen für Risikogruppen auch für mich?“, „Was brauche ich für eine Freistellung?“, „Kann der Hausarzt die Einstufung in die Risikogruppe entscheiden?“ Gerade bei diesen Fragen konnten die AK-Berater lange keine eindeutigen Antworten geben. Der Grund dafür: „Trotz mehrfacher Ankündigung ließ die Regierung die Beschäftigten mit Vorerkrankungen wochenlang im Regen stehen. Die erste öffentliche Ankündigung, dass die Risikogruppen besonders geschützt werden, gab es am 30. März, beschlossen wurde die Regelung aber erst fünf Wochen später, am 5. Mai", beklagt Riepl die lange währende Unsicherheit.

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen