Donau Soja als Zukunftspflanze

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OÖ (wies). Österreich war heuer Partnerland der 79. Agrarmesse in Novi Sad (Serbien). Aus diesem Grund besuchte eine Abordnung von Journalisten und Unternehmern mit Landesrat Max Hiegelsberger die Messe. Die Delegation nutzte die Gelegenheit und besichtigte auch Rinderzuchtbetriebe in Kroatien. 34.700 Zuchtrinder wurden 2011 an den Balkan exportiert, mehr als ein Drittel davon stammt aus Oberösterreich. Kroatien und Serbien sind die wichtigsten Absatzmärkte, auch für österreichische Schweinezüchter, die auf der Messe ebenso vertreten waren, wie die Landmaschinen-Produzenten Pöttinger und Steyr CASE. Im Mittelpunkt der Reise stand das junge Projekt „Donau Soja“. Die Sojabohne hat als Futtermittel eine wichtige Bedeutung. Großteils wird Soja aus Brasilien und Südamerika nach Österreich importiert. „Donau Soja ist eine Chance, raus aus der Abhängigkeit zu kommen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und regional GVO-freies Eiweiß zu produzieren“, sagt Landesrat Hiegelsberger. In den Donau-Anrainerländern gäbe es Anbauflächen von rund zehn Millionen Hektar für die Sojabohne. Ein weiterer Vorteil: Die Züchtung von gentechnikfreiem Soja könnte europaweit intensiviert werden.

Donau Soja: Raus aus der Abhängigkeit von Übersee
Mit dem Verein „Donau Soja“ soll in den nächsten Jahren systematisch der Anbau
von Qualitätssoja in der Donauregion forciert werden.

berösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger und Bay-
erns Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forst, Helmut Brunner, haben in Brüssel mit der regionalen Eiweißstrategie eine gemeinsame Forderung an die EU-Kommission deponiert: die Verbesserung der Eigenversorgung mit Eiweißfuttermitteln in der EU. Mit dem Verein „Donau Soja“ soll in den nächsten Jahren systematisch der Anbau von GVO-freiem Qualitätssoja in der Donauregion forciert werden. „Eiweißpflanzen für Futtermittel sind in Österreich und in der gesamten EU Mangelware. Anstatt diese aus Übersee zu importieren, wollen wir mit dem Verein ‚Donau Soja‘ Anbauflächen in der Region und im europäischen Raum nutzen“, so Hiegelsberger. „Eine Bereitstellung von Forschungsgeldern für die Länder im Donauraum könnte den Anbau zukunftsträchtiger und innovativer Eiweißpflanzen und damit die Eigenversorgung in Europa entscheidend vor-
anbringen. Pflanzenbauliche Analysen zeigen immerhin ein Potenzial von rund zehn Millionen Hektar Eiweißanbauflächen in den Donau Anrainerländern.“

Die Donau Sojabohne

Ein neues überregionales Projekt ausgehend vom ‚Verein Soja aus Österreich‘ und dem Bundesland Oberösterreich ist die Donau Sojabohne. Auch andere Soja-Anbau-Länder wie Niederösterreich und Bayern engagieren sich stark für das Projekt. Die Idee: Entlang der Donau soll eine Ausweitung der Anbauflächen von Soja als überregionales europäisches Projekt entstehen. Durch eine Ausweitung der Anbauflächen auf Osteuropa kann die heimische Landwirtschaft zukünftig vermehrt mit gentechnikfreiem Sojaschrot beliefert werden. Die Erarbeitung einer „Soja-goes-East“-Strategie wird von den Ländern Oberösterreich und Nieder-
österreich stark vorangetrieben und soll Österreich zum Know-how-Zentrum der Sojabohne machen. „Österreich ist als eines der sichersten Herkunftsländer für qualitativ hochwertige und gentechnikfreie Sojaprodukte positioniert. Dieses Know-how soll weiter ausgebaut und an Osteuropa weitergegeben werden“, so Hiegelsberger.

Autor:

Karin Bayr aus Rohrbach

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