Krienmühle Putzleinsdorf
„Umweltschutz leben wir aus Überzeugung“

„Unsere Lämmer und Schafe werden mit ganz viel Liebe und Sorgfalt gehalten. Sie können sich im Stall oder auf der Weide aufhalten.“
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  • „Unsere Lämmer und Schafe werden mit ganz viel Liebe und Sorgfalt gehalten. Sie können sich im Stall oder auf der Weide aufhalten.“

  • hochgeladen von Werner Gattermayer

In dem Traditionsbetrieb „Krienmühle“ züchten Michaela und Herbert Simmel Merinolandschafe. Tierwohl, Nachhaltigkeit und die Erzeugung hochwertiger Produkte sind grundlegende Wirtschaftsphilosophie am Betrieb. Im Gespräch spürte man die Begeisterung, mit der sie an Innovationen arbeiten, etwas Neues entwickeln und ausprobieren, ob es ein Erfolg wird.

PUTZLEINSDORF. „Mäh, mäh, mäh“, so grüßen die Schafe, wenn man ihren Stall betritt. Etwa 100 Mutterschafe mit den Lämmern tummeln sich hier. „Das Wohl unserer Tiere ist uns sehr wichtig, ebenso wie die Erzeugung hochwertiger Produkte. Die Schafe halten sich zwischen Frühling und Herbst meist auf der Weide auf. Bei unseren Produkten handelt es sich um Naturprodukte die mit größter Sorgfalt und Liebe hergestellt werden. Dabei ist es uns sehr wichtig, möglichst alles zu verwerten und nichts zu verschwenden“, erklärt Herbert Simmel. Der gelernte Fliesenleger und Kachelofenbauer hat als Quereinsteiger wahrscheinlich auch einen anderen Weitblick: das ganze Tier wird verarbeitet.

Seifen ohne Silikone oder Mikroplastik

Mit dem Fett dieser Tiere siedet Michaela die Seifen im traditionellen Kaltverfahren. Die wertvollen und pflegenden Inhaltsstoffe bleiben dabei erhalten. Die Seifen entstehen so ohne Palmöl, Mikroplastik, Silikone und auch ohne Konservierungsstoffe, dafür mit vielen pflegenden Ölen und Zutaten aus ihrer Landwirtschaft. Das milde Reinigungsmittel ist in den Düften Lavendel, Wald & Wiese, Milch & Honig erhältlich und auch für die empfindliche Kinderhaut geeignet. Eine Form der Kreislaufwirtschaft am Hof gibt es auch hier: Schmutzwolle, die anfällt, wird als biologischer Dünger in Form von Faserbüscheln in den Boden eingearbeitet oder um die Pflanzen gelegt.

„Nicht nur der finanzielle Erfolg zählt“

Die Putzleinsdorfer sind Bauern mit Leib und Seele. „Umweltschutz leben wir aus Überzeugung. Die nachhaltige Bewirtschaftung unseres Betriebes und der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Rohstoffen liegen uns am Herzen, um auch für unsere Kinder und Kindeskinder die besten Voraussetzungen zum Leben und Wirtschaften zu erhalten. Wir legen größten Wert auf regionale Zusammenarbeit, um Transportwege kurz und die Wertschöpfung in der Region zu halten“, schildert auch Michaela Simmel, die an der BOKU Landschaftsplanung studiert hat. Lammwurst wird in Kollerschlag erzeugt, die Lammfelle werden in Eferding gegerbt.

Gewürze, Honig und Genusskisterl

Saaten und Gewürzmischungen zum Brotbacken und Sonderkulturen wie Leinsamen und Mohn runden das Angebot in der Krienmühle ab. Bienenhonig und Bienenwachsteelichter gibt es dort ebenfalls. Beliebte Geschenke sind auch die Genusskisterl, die nach Kundenwunsch liebevoll zusammengestellt werden.

Vorzeigebetrieb in der Waldbewirtschaftung 

Wissen Sie, was ein Plenterwald ist? Unsere Wälder leiden unter Trockenheit und hohem Schädlingsdruck. Von Stürmen und starkem Borkenkäferbefall dahingerafft öffnen sich große Lücken in den betroffenen Wäldern auf. Ein Modell für eine alternative Bewirtschaftungsweise ist der Plenterwald: Seine naturnahen Bestände sind stabil und weniger anfällig für Schäden. Damit ist er fitter gegen klimawandelbedingte Veränderungen. Wir haben uns den Wald der Simmels angesehen. Herbert erklärt: „Bäume aller Größen wachsen hier kleinräumig auf der selben Waldfläche. Es wächst das, was von der Natur kommt. Pflege ist wichtig. Viel Fingerspitzengefühl ist bei der Ernte notwendig.“ Das sieht der gelernte landwirtschaftliche Facharbeiter als zukunftsorientierte Bewirtschaftung, die viel Geduld verlangt. „Auf einem Großteil der Fläche greifen wir nicht ein. Die Naturverjüngung wird nur auf einem kleinen Teil des Waldes unterstützt.“

Kontakt ud Öffnungszeiten
Persönlicher Kontakt im Gwölb in der Krienmühle ist den Besitzern sehr wichtig. Geöffnet ist das Gwölb in der Krienmühle am Freitag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag 9 bis 11 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Die nächste Möglichkeit, frisches Junglammfleisch zu erwerben, gibt es am 19. November. Vorbestellungen sind unter 0650/2462478 jederzeit möglich und aufgrund der Nachfrage sehr zu empfehlen. Mail: simmel@krienmuehle.at

Fotos: gawe



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